Marina Koller wünscht sich mit YouTube-Video eine faire Lösung für das Waldstadion in Lohberg

„Ein bisschen Frieden – das wünsch’ ich mir.“ Marina Koller hat ein YouTube-Video aufgenommen, das die Problematik um das Lohberger Waldstadion aufgreift. Das ist nach aktuellem Stand wegen der Besitzverhältnisse gesperrt.
https://www.youtube.com/watch?v=QNmWBdCwLt8
Der Sportplatz gehört der Gemeinde – bis auf einen Streifen von rund 3000 Quadratmetern über die gesamte Längsseite des Areals mitsamt dem Sportbetriebsgebäude, der im Eigentum von Anton Späth steht. Bis dato konnte keine Einigung über Kauf, Pacht oder Tausch erzielt werden.
Lied umgetextet
Genau da setzt das umgetextete Lied von Marina Koller an. Im Gespräch mit ihr distanziert sie sich klar davon, für irgendeine Seite Partei zu ergreifen. „Mir geht es um das große Ganze, weil ich mir wünsche, dass wir alle Vorbilder sind, ich immer noch an das Gute glaube und möchte, dass wir mit gutem Beispiel vorangehen – für unsere Kinder und unsere Zukunft“, versucht die Sängerin die Betroffenen auf der Gefühlsseite zu treffen.
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„Wenn jeder einen Schritt zurückgeht, ist sicher eine Einigung möglich“, appelliert sie an die Vertragsparteien. Die gebürtige Lohbergerin, die hier nicht nur ihre Wurzeln hat, sondern auch künftig ihrem Heimatdorf verbunden bleibt, weil sie das Elternhaus geerbt hat, fühlte sich schon im Dezember dazu animiert, etwas zu tun, als die Sperre wie ein Damoklesschwert über dem Waldstadion schwebte. Daraufhin nahm sie den Song auf, stellte ihn aber nicht online.
In der Zwischenzeit ist einiges passiert, das die Fronten verhärtet hat: Leserbriefe, Aufnahmen eines Fernsehteams, Vereinsausschluss... Marina Kollers Lebenseinstellung ist, dass alles mit allem verbunden ist. „Eine bessere Welt kann nur entstehen, wenn wir uns von innen für den Frieden entscheiden. Jeder Einzelne kann das tun. Alles ist Schwingung, alles ist Energie“, ist sie überzeugt. „So wie man in den Wald hinein schreit, kommt es zurück.“
Positiv denken
„Ich will mich auf keine Seite schlagen, ich spreche mich für einen Fußballplatz aus, der dort, wo er jetzt ist, hingehört, nicht versetzt und nicht verlegt, sondern genau dort, umgeben von wunderbarer Natur und mit dem Osser im Hintergrund. So etwas sollte unbedingt erhalten bleiben“, findet die Sängerin.
„In einer Welt, in der es eh schon so viele Auseinandersetzungen und Kriege gibt, sollte es doch gelingen, dass die Dispute vor der Haustüre in Ordnung gebracht werden“, bekräftigt die Mutter von zwei Kindern. Eigentlich müssten alle dankbar sein, wie gut es ihnen an ihrem Wohnort gehe, so dass es gelte, mit vereinten Kräften Brücken und keine Mauern zu bauen. Marina Koller selbst hat eigentlich persönlich mit Fußball nichts am Hut. Ihr Opa aber war Mitbegründer des SV und hat auf dem Platz ebenso wie ihr Vater leidenschaftlich gespielt. Die Annäherung dürfte nach ihrer Meinung nicht so schwierig sein, wenn alle nur positiv denken, ihr eigenes Ego zurücknehmen und die Vergangenheit ruhen lassen würden.
Ihr eigener Text zu „Ein bisschen Frieden“ kommt jedenfalls tief aus ihrem Herzen. „Ich will ein paar Menschen zum Nachdenken bringen, dass sie sich jeden Tag für das Gute entscheiden können, um die Weichen neu für die Zukunft zu stellen. Ich wünsche mir Zusammenhalt in meinem Heimatdorf, in dem es mir so gut gefällt. Einfach aufeinander zugehen, dass man für das Waldstadion eine faire Lösung findet.“
kli