Sanierung des Kindergartens St. Josef: Lang gehegter Wunsch wird in Nittenau Wirklichkeit

Die Wartezeit hat ein Ende: Die von Eltern, Kindern und Mitarbeitern seit Jahren ersehnte Generalsanierung des Kindergartens St. Josef in Nittenau beginnt. Die Bauphase bringt für den Betrieb einige Einschränkungen mit sich. Doch wenn alles gut läuft, können die Kinder bereits im Dezember in den neuen Räumen spielen.
Barbara Göttler ist seit 2009 Leiterin des Kindergartens St.Josef und freut sich mit ihrem Team von rund 25 Mitarbeitern darüber, dass der rund 2,4 Millionen teure Umbau nun tatsächlich startet. Am 12. Februar soll dazu als erster Schritt eine Schmutzwand gezogen werden, die die Kinder in den kommenden Monaten vor Lärm und Baustellendreck schützt.
Zwei der fünf Gruppen sind mittlerweile umgezogen
Um Kosten zu sparen, sind zwei der fünf Gruppen mittlerweile in die ehemalige Schwesternwohnung im ersten Stock des Gebäudes übergesiedelt und werden dort in den kommenden Monaten betreut. „Die Eltern und Mitarbeiter haben in einem großen Kraftakt beim Umzug mitgeholfen. Das Ausräumen war auch für die Kinder ein großes Erlebnis“, sagt Göttler. In der Schwesternwohnung stehen den 44 Kindern der beiden betroffenen Gruppen rund 110 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.
Natürlich mussten die Zimmer auf die Anforderungen der Kinderbetreuung vorbereitet werden. So musste beispielsweise dafür gesorgt werden, dass die Fenster absperrbar sind. Auch eine neue Fluchttreppe wurde installiert. Und natürlich sei man platzmäßig im Vergleich zu den alten Räumen etwas eingeschränkt, sagt Göttler. Doch das nehme man übergangsweise gern in Kauf. Auch der Garten werde aufgrund einer nötigen zweiten Baustellenzufahrt heuer nicht in vollem Umfang nutzbar sein. Dafür habe man aber genug Spielplätze in der näheren Umgebung, auf die man ausweichen könne, sagt Göttler.
Auf die Option, für die Umbauphase übergangsweise Container für die Kinder anzumieten, habe man gern verzichtet, um Zusatzkosten zu vermeiden. Denn in Summe wird die Generalsanierung des Gebäudes rund 2,4 Millionen Euro verschlingen, wovon die Stadt den Löwenanteil schultern muss. Hier sei man gern bereit, einen Beitrag zur Kostenreduktion zu leisten, sagt Göttler.
Aus dem alten Turnraum wird ein neuer Speisesaal
Die 107 Kinder, die in St. Josef in vier Kindergarten- und einer Krippengruppe betreut werden, sind in den vergangenen Wochen ausgiebig auf das Thema Sanierung vorbereitet worden. Kein Wunder, dass das Thema Baustelle auch im Alltag der Kleinen Einzug gehalten hat: In einem der Gruppenräume feierten die Kinder sogar Baustellenfasching, verkleideten sich passend dazu und auch rot-weiße Flatterbänder durften nicht fehlen.
Beim Basteln spielte die Generalsanierung ebenfalls eine Rolle: Die Kinder fertigten gemeinsam voller Eifer Baustellenhelme aus buntem Papier an. Besonders viel Spaß hatten die Kleinen, alte Sachen, die nicht mehr benötigt werden, in einen Container zu werfen.
Wenn die Generalsanierung abgeschlossen ist, soll im Kindergarten St. Josef groß gefeiert werden. Denn dadurch werden zahlreiche Verbesserungen realisiert, auf die sich Kinder und Mitarbeiterinnen sehr freuen. Zum Beispiel wird ein neuer Mehrzweckraum angebaut, in dem die Kleinen turnen können. Aus dem alten Turnraum soll der neue Speisesaal werden, in dem rund 70 Kinder genug Platz zum gemütlichen Mittagessen haben werden.
