Das Bulmare informiert: Das ist beim Sauna-Besuch wichtig

Saunieren im Bulmare ist beliebter denn je. Sarah Karner, Veranstaltungskoordinatorin im Wohlfühlbad, sprach bei einem geführten Saunagang jüngst von sehr hohen Besucherzahlen. Doch beim Saunieren kann man auch vieles falsch machen.
Deshalb haben sich Karner und Saunameister Martin Bojer entschlossen, den Gästen Tipps an die Hand zu geben, die helfen sollen, das Beste aus dem Saunabesuch herauszuholen.
Vier Stunden dauerte die Führung durch die Saunalandschaft. Saunameister Martin Bojer, der seit 18 Jahren die Besucher mit aromatischen Aufgüssen verwöhnt, versorgte die Teilnehmer mit Hintergrundwissen, das selbst für erfahrene Saunagänger noch aufschlussreiche Details beinhaltete.
Stärkung fürs Immunsystem
Am Ende durften alle den beliebten Vihta-Aufguss genießen. Dabei dient nach russischer und finnischer Art ein natürlicher Sud aus getrockneten Birkenzweigen als Aufgussmittel, und die Saunagäste werden mal mit warmen, mal mit eisigem Wasser beträufelt und auf Wunsch mit den Zweigen abgeschlagen.
Saunieren dient dem allgemeinen Wohlbefinden. Man kommt dabei zur Ruhe und stärkt das Immunsystem. Dazu sei es notwendig, sich gut auf den Saunagang vorzubereiten, richtig zu saunieren und ausreichende Ruhephasen einzulegen, erklärte Bojer. Insgesamt sollte man fünf bis sechs Stunden einplanen und sich auf drei, höchstens vier Aufgüsse beschränken.
Sollten Kreislaufprobleme auftreten, liege das möglicherweise daran, dass der Körper aus privaten oder beruflichen Gründen gestresst sei, die Pausen zwischen den Aufgussphasen zu kurz seien oder man zu wenig Flüssigkeit zu sich nehme. Regelmäßiges Trinken – „im Idealfall Wasser“ – sei sehr wichtig. Alkoholkonsum beim Saunieren sei nicht zu empfehlen.
Zu Beginn des Saunagangs stehe die reinigende Dusche. Die erste Anlaufstelle in der Saunalandschaft sollte die dortige Infotafel sein, an der alle notwendigen Informationen zu finden sind. Wenn man sich schwer tue mit dem Schwitzen, könne ein warmes Fußbad vor dem Saunagang helfen. Es fördere die Durchblutung und erweitere die Blutgefäße. Dies sorge dafür, dass der Körper schneller zu schwitzen beginne und der gewünschte Effekt des Saunabesuches intensiviert werde. Beim Saunieren werde der Körper in ein künstliches Fieber versetzt, wie Bojer sagte. Die Körpertemperatur steige um bis zu zwei Grad. Sollte man körperlich angeschlagen und das Immunsystem bereits angeknackst sein, empfiehlt der 54-Jährige, auf das Saunieren lieber zu verzichten.
Tauchbecken ist nichts für Menschen mit Bluthochdruck
Um das Immunsystem nachhaltig zu stärken, sollten nach dem Saunieren Kältereize gesetzt werden. Tauchbecken, Schwallbrause, Kneipschlauch oder die Schneekabine bieten dazu Möglichkeiten. Doch Vorsicht: Für Menschen mit Bluthochdruck sei das Tauchbecken nicht zu empfehlen. Während sich beim Saunieren die Blutgefäße erweitern, ziehen sie sich durch die abrupte Kälteeinwirkung schnell zusammen. Dadurch bestehe die Möglichkeit, dass kleine Gefäße platzen.
Grundsätzlich sei wichtig, nur langsam ins Tauchbecken zu steigen. Auch bei Rückenproblemen sei diese Art der Abkühlung nicht sinnvoll, da sich dabei Muskeln zusammenziehen und Nerven eingeklemmt werden können, wie Bojer betonte. Für Menschen mit eher niedrigem Blutdruck sei eine Wechseldusche sinnvoll. Nach einem Saunagang sollte man allerdings zuerst den Weg ins Freie suchen, um die heiße Luft aus der Lunge zu bekommen. Zudem empfiehlt der Saunameister unmittelbar vor der Ruhephase auf der Liege nochmals eine warme Dusche.
Fünf Saunen und ein Dampfbad stehen im Bulmare zur Verfügung, die sich alle in Temperatur und Luftfeuchtigkeit unterscheiden. Für Neulinge sehr zu empfehlen sei nach den Worten von Martin Bojer die Maximussauna. Hier herrsche eine gleichbleibende Temperatur (60 Grad) und Luftfeuchtigkeit (60 Prozent). Aufgüsse erfolgen alle 20 Minuten durch eine automatische Steuerung.
Manuelle Aufgüsse werden nur in der finnischen Sauna, in der Bierkellersauna sowie in der Arenasauna durchgeführt. Mehr als 80Duftstoffe stehen dabei zur Auswahl. Oft werden dabei die Saunagänge auch mit verschiedenen Peelings und Salzmischungen kombiniert.
„Wir haben uns überlegt, mal etwas Neues auszuprobieren“, sagte Sarah Karner beim Empfang der Gäste der speziellen Führung. Weitere geführte Saunagänge sollen am 25.Februar und am 17.März stattfinden. Bei dem Eintrittspreis von 35Euro sind ein Ganztagesticket und ein Verzehrgutschein von 10Euro inbegriffen. „Schauen wir mal, wie das bei den Gästen ankommt“, so Karner, die auch bereits über eine ähnliche Veranstaltung zum Thema „Saunieren im Sommer“ nachdenkt.
Weitere Termine
Tage: Für den 25. Februar und den 17. März sind zwei weitere geführte Saunagänge geplant, wie die Verantwortlichen beim Bulmare mitteilen.
Kosten: Bei einem Eintrittspreis von 35 Euro sind ein Ganztagesticket sowie ein Verzehrgutschein von im Wert 10Euro inbegriffen. Die Führungen starten um 8Uhr.