Belegung des Geländes vorgestellt – bei Teilbereich gibt es noch Klärungsbedarf

Die Landesgartenschau 2025 Furth im Wald(LGS) wird jetzt auch für die Bürger konkreter, vorstellbarer. Das wurde bei der Präsentation des Durchführungsplanes im Stadtrat klar.
„Sagenhaft viel erleben“ lautet das Motto der LGS. Und nicht nur Drache Fanny, wie im Logo der Schau zu erkennen ist, hat ein Auge auf die Arbeiten geworfen, auch die Further wollen langsam mehr sehen als Baugruben und Baustellen, schließlich soll es schon in gut einem Jahr am 22. Mai 2025 losgehen.
Junge Gartenschau wackelt
Landschaftsarchitektin Tina Heigl, zuständig für die Ausstellungsflächen und den Betrieb, konnte bei der jüngsten Stadtratssitzung einen genauen Durchführungsplan präsentieren, der, wie sich LGS-Geschäftsführer Herwig Decker ausdrückte , zu rund 95 Prozent festgezurrt ist. Lediglich im Bereich der „Jungen Gartenschau“, die sich rund um den Schulsportplatz ansiedeln soll, gibt es noch offene Fragen. „Ich will sie aber unbedingt“, so Heigl. Geplant wäre dort unter anderem die Nutzung der Pump-Trackanlage, die 2024 gebaut werden soll, und des Calisthenics-Parcours. Es könnte eine Saftbar entstehen, eine kleine Bühne, Ruhezonen und mehr. Auch ein Tiergehege ist angedacht. Erreicht werden soll der Bereich über den Chambufer-Weg, vorbei am Japanischen Garten. Vorstellbar wären hier ebenfalls kleinere Ruhezonen am Fluss.
Insgesamt 6,35 Hektar beträgt die Gesamtfläche der Schau (13000 Quadratmeter im Norden, 47000 Quadratmeter im Süden). Im östlichen Bereich gibt es am Zippererweg einen Eingang vor allem für Besucher, die aus der Stadt kommen. Es wird Stauden geben, ein 200 Quadratmeter großes Rosenfeld und Sommerblumen. Insgesamt werden auf dem gesamten Gelände 1000 qm Sommerblumen gepflanzt (In der Skizze sind die Bereiche mit kleinen lilafarbenen Dreiecken gekennzeichnet).
Daran anschließend folgt die 6x8-Meter große Hauptbühne, mit 250 Sitzplätzen davor und kleiner Gastronomie. „Das können Foodtrucks oder kleine Gebäude sein. Vor allem hier hoffe ich auf regionale Anbieter“, sagt Heigl. Auch ein Stand der fränkischen Weinbauer wird dort zu finden sein. Bürgermeister Sandro Bauer: „Das ist eine Vorgabe des Landwirtschaftsministeriums.“ Trotzdem wird es an anderer Stelle möglich sein, Wein der niederösterreichischen Partnerstadt Furth bei Göttweig anzubieten. Das in unmittelbarer Nähe befindliche Tagungszentrum ATT befindet sich außerhalb des Gartenschaubereichs, da Inhaber Siegl seinen Gästen nicht zumuten möchte, Eintritt zu bezahlen, wenn sie zu ihm kommen, verrät Bauer. Vor allem bei Feierlichkeiten wäre das ein Problem. Hinter der Schützenhalle wird der Regionalpavillon des Landkreises angesiedelt sein und gegenüber, in der Nähe des Zusammenflusses Pastritz/Chamb ein Skurrilitätengarten. Über die neue Brückenkonstruktion „Loop“ erreicht man den Haupteingang mit Toiletten, Fahrradstellplätzen, Verleih von Gehhilfen, Infostand und Kassenbereich. Hier ist auch Treffpunkt für Führungen, Furths Partnerstädte präsentieren sich und ein Regionalmarkt wird aufgebaut. „Um die Gastronomie in der Schau zu schützen, wird es hier keine Speisen zum Sofort-Verzehr geben“, betont Heigl. Im Bereich vor dem Gelände befinden sich zudem die Pavillons des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums sowie eine Station des Forstes, der Landwirtschaft und der Berufsschulen. Auf der Festwiese entsteht an der Eschlkamer Straße die Großgastronomie mit circa 500 Plätzen. „Dort können drei bis vier Busse gleichzeitig versorgt werden“, so die Landschaftsarchitektin. Ebenso werden Ruhezonen geschaffen. Ein weiteres Highlight ist die Parkarena mit ihrer topmodernen Dachkonstruktion aus Holz. Dazwischen entsteht auf dem Platz eine Fläche, auf der Hausgartensituationen dargestellt werden. „Es ist immer ein Gärtner da, der auf alle Fragen rund um den eigenen Garten Antworten liefern kann.“
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Die Drachenhöhle bleibt geöffnet, der schlafende Drache kann mit einem Ticket besucht werden. Bewegte Führungen in der Park-Arena (Mi., Fr. und So.) kosten extra.
Auf der ganz neu zu gestaltenden Regnerinsel entsteht ein Spielplatz mit Kinderprogramm, und die Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis Cham legen einen rund 800 bis 1000 Quadratmeter großen Garten an.
Sonntagsgottesdienste
Ebenfalls neu ist die fußläufige Unterquerung der Eschlkamer Straße. So erreicht man den nördlichen Bereich mit Beiträgen der Kirchen und der Friedhofsgärtner. Dort soll es Meditationen, Gespräche und ein Schiff geben, durch das man schreiten kann. Die Kirchen haben darüber hinaus zugesagt, jeden Sonntag um 10 Uhr auf der Hauptbühne einen Gottesdienst abzuhalten. „Das finde ich bemerkenswert.“, so Heigl.