Glatteis sorgt im Kreis Kelheim für leere Schulen und volle Notaufnahme

Von Jochen Dannenberg, Etienne Nückel, Wolfgang Abeltshauser · 17. Januar 2024 um 16:55

Gefrierender Regen und Glatteis haben am Mittwoch im Kreis Kelheim für Unfälle gesorgt und das öffentliche Leben eingeschränkt. So fiel der Unterricht an allen Schulen aus.

Am Donnerstag soll er laut Landratsamt aufgrund der Wetterprognosen vom Mittwoch nicht ausfallen. Die Glatteiswarnung des Deutschen Wetterdienstes für Kelheim gilt noch bis Donnerstag, 4 Uhr.

Das Caritas-Krankenhaus St. Lukas in Kelheim registrierte bis zum Nachmittag zehn Personen, die wegen des Glatteises Unfälle gehabt hatten, teilt Geschäftsführerin Sabine Hehn mit – „überschaubar, aber unschön“. Davon mussten zwei stationär behandelt werden.

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Die Polizei Kelheim registrierte zwei Verkehrsunfälle. Leicht verletzt wurde eine 29 Jahre alte Frau bei einem Crash auf der Kreisstraße Keh 25 zwischen Kelheim und Viehausen. Ein Unbekannter kam um 12.50 Uhr mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn und zwang die Frau zum Ausweichen. Sie fuhr mit ihrem Pkw in den Straßengraben. Der Schaden beläuft sich auf etwa 3500 Euro. Der Verursacher fuhr laut Polizei weiter, gegen ihn wird wegen unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle und Fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Gut zwei Stunden zuvor fuhr ein 25-Jähriger auf gleicher Strecke in den Graben. Schaden: 10000 Euro. Er blieb unverletzt. Die Polizei Mainburg meldet weder Unfälle noch sonstige Behinderungen wegen des Glatteises.

Glatteis in Keheim: Bauhof in zwei Schichten im Einsatz

Auf den Straßen waren auch die Mitarbeiter der Winterdienste im Einsatz. Der Kelheimer Bauhof war durch die Vorankündigungen am Dienstag gut auf das Glatteis vorbereitet, teilt Leiter Mathias Schreiner mit. Der Winterdienst war von 4 bis 20 Uhr in zwei Schichten mit 36 Mitarbeitern und 15 Fahrzeugen im Einsatz. „Wir haben vor dem einsetzenden Berufsverkehr bereits eine vorkehrende Salzung aufgebracht“, sagt Schreiner.

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Vor allem zwischen 9 und 14 Uhr waren die Bauhofmitarbeiter gefordert. Dennoch habe man laut Schreiner das Extremwetter gut gemeistert: „Aufgrund unserer routinierten und engagierten Mitarbeiter, die mit durchaus langjähriger Winterdiensterfahrung auf einen großen Wissensschatz zurückgreifen können, stellte uns der heutige Glätteeinbruch vor keinerlei größere Probleme.“

Auch in Neustadt a.d. Donau war der Winterdienst des städtischen Bauhofs seit Tagesanbruch unterwegs. Ebenso waren private Streufahrzeuge im Einsatz. Auf Gehwegen wurden die neuen kleinen Multifunktions-Lkw, die im vorigen Jahr angeschafft worden waren, eingesetzt. Hausbesitzer mussten teils mehrmals streuen, weil die Gehwege immer wieder zufroren. Im Laufe des Vormittags entspannte sich die Situation in Neustadt. Während zunächst nur wenige Fußgänger und Autofahrer unterwegs gewesen waren, herrschte am späteren Vormittag wieder normaler Betrieb auf den Straßen.

Glatteis-Einsätze auch in Abensberg

In Abensberg waren die Mitarbeiter der Straßenmeisterei mit acht Fahrzeugen seit 6 Uhr unterwegs, wie Dienststellenleiter Stefan Bauer mitteilt. Das bedeutet, er hatte sogar ein Fahrzeug mehr als bei einem normalen Winterdiensteinsatz rausgeschickt, um schnell genug die Auffahrten bei den Bundesstraßen zu bearbeiten. Insgesamt habe es keine großen Probleme gegeben.

Bei der Straßenmeisterei lief der Einsatz noch im Schichtbetrieb bis in den Donnerstagmorgen hinein. Erst wenn der Wetterbericht Entwarnung gebe, würde man Feierabend machen.