In Neustadt a.d. Donau entsteht ein über 12 Hektar großes Solarfeld

Bei der neuen Freiflächen-Photovoltaikanlage im Ortsteil Schwaig geht es voran. In der Stadtratsitzung am Montag soll der Feststellungsbeschluss für den Flächennutzungsplan gefasst werden. Außerdem geht es in der Sitzung um die künftigen Strompreise. Dabei war deren Höhe erst vor wenigen Wochen beschlossen worden.
Die Nachricht, die sich mit dem Beschluss zu den neuen Strompreisen, die in diesem Jahr gelten, war erfreulich. In seiner Sitzung Mitte November senkte der Stadtrat die Strompreise. Die Stadtwerke geben damit die Entspannungen am Energiemarkt an die Bürger weiter, nachdem seit Herbst 2021 die Strompreise in Deutschland permanent gestiegen waren.
Doch die Rekordpreise waren Ende vorigen Jahres vorbei. Davon profitierten die Verbraucher. Die Stadtwerke senkten den Preis von 33,90 Cent pro Kilowattstunde im Eintarif auf 30,48 Cent pro Kilowattstunde ab Januar 2024.
Die Preissenkung brachte für Durchschnittshaushalte mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden Einsparungen im Eintarifbereich von jährlich 119,70 Euro. Grob gerechnet reduzierten sich damit die Stromkosten um zehn Prozent im Jahr.
Zuschuss nicht gewährt
Doch jetzt dürften sie wieder steigen. In der Tagesordnung der Stadtratssitzung am Montagabend – Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung im Rathaus ist um 19 Uhr – ist von einer „Strompreisanpassung im Tarifkundenbereich der Stadtwerke“ die Rede. Auf Nachfrage erfuhr unsere Zeitung, dass es um eine Preiserhöhung geht – allerdings nur eine sehr kleine.
„Hintergrund ist, dass ein Zuschuss aus dem Bundeshaushalt nicht mehr gewährt wird und deshalb die Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber steigen, woraus sich eine Preiserhöhung für die Tarifkunden ergibt“, erklärte die städtische Pressesprecherin Monika Hummel. Die genaue Höhe der Preisveränderung wird in der Sitzung mitgeteilt.
Weiter geht es in der Sitzung um den Feststellungsbeschluss für den Flächennutzungsplan „Solarpark Schwaig“. Dort soll auf einer Fläche von 12,5 Hektar eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichtet werden. Konkret geht es bei dem Projekt um zwei Bereiche − einerseits um eine Fläche zwischen der Bahnlinie und dem Autozulieferer Motherson und andererseits um eine Fläche zwischen der Staatsstraße 2233 und der Bahnlinie, die sich an den Mauerner Badesee anschließt.
Das Projekt wurde von der Firma IBC Solar AG aus Bad Staffelstein beantragt. Die Photovoltaik-Freiflächenanlage soll eine Leistung von rund 13 Megawatt peak haben.
Autozulieferer als Nutznießer
Nutznießer der mit der Anlage erzeugten Energie ist der Autozulieferer Motherson. Wie berichtet will das Unternehmen selbst in Photovoltaikanlagen auf seinem Standort investieren. Zusätzlich soll über die geplante Freiflächenanlage der fossile Energieverbrauch gesenkt werden.
Das Unternehmen habe sich das Ziel gesetzt, in seinen Werken CO2-neutral zu werden. An der Versorgung mit elektrischer Energie reize die Firma auch die Möglichkeit, die vielen Batterien der Gabelstapler zu laden. Sonnenenergie könne so auch für die Nacht gespeichert werden.
Parallel zu den Planungen für den „Solarpark Schwaig“ hatte die Stadt einen Leitfaden erstellt, der regelt, welche Flächen in der Kommune künftig für Photovoltaik-Freiflächenanlagen verwendet werden können. Dadurch sollte städtebaulichen Fehlentwicklungen vorgebeugt und Wildwuchs verhindert werden, aber auch ein Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz geleistet werden. Anlass für den Leitfaden waren vermehrte Anfragen im Bauamt für entsprechende Anlagen.
