Keine Hinweise nach brutalen Einbrüchen in Bad Gögging und Kelheim

Von Jochen Dannenberg · 11. Januar 2024 um 19:00

Mit kaum glaublicher Brutalität sind unbekannte Täter bei Einbrüchen in Kelheim und Bad Gögging vorgegangen. Sie durchwühlten alle Zimmer der beiden Einfamilienhäuser, rissen Türen raus und sogar Schränke von den Wänden. Die Polizei sucht noch immer nach den brutalen Ganoven.

Die Einbrüche sorgten auch bei der Polizei für Aufsehen. Die ist zwar einiges gewohnt, aber diese Brutalität, mit der die Einbrecher vorgegangen waren, überraschte selbst langgediente Ermittler. „Die Täter haben ziemlich gewütet“m kommentierte Günther Tomaschko, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern, die Einbrüche.

Die Taten ereigneten sich am Samstag, 30. Dezember, im Rennweg in Kelheim und einen Tag später sind Unbekannte in Bad Gögging. In beiden Fällen drangen die Täter in Einfamilienhäuser ein. Von den Ganoven fehlt jede Spur. Obwohl die Polizei mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit gegangen ist, gibt es auch keine Hinweise aus der Bevölkerung, teilt der Polizeisprecher mit.

Die Situation ist für die Ermittler schwierig. „Allein von der Vorgehensweise der Täterin Bad Gögging und Kelheim gibt es nichts vergleichbares an Taten in der Gegend“, stellt Günther Tomaschko fest. Das bedeutet: Die Ermittler sind derzeit vor allem auf die Auswertung der an den Tatorten aufgefundenen Spuren angewiesen. Das bedeutet wiederum, dass es dauern wird, bis möglicherweise sachdienliche Ergebnisse vorliegen, die dann mit anderen Delikten abgeglichen werden können.

Das Polizeipräsidium Niederbayern rät zur Prävention: Wer sein Haus verlässt – auch nur für kurze Zeit – soll unbedingt die Haustür abschließen. Und: Gekippte Fenster sind offene Fenster. Wer zudem Fremde in der Siedlung oder auf dem Nachbargrundstück sieht, die sich verdächtig machen, sollte sofort die Polizei informieren, sagt Polizeisprecher Tomaschko. Es würde nicht schaden, Kennzeichen von unbekannten, verdächtigen Fahrzeugen zu notieren und der Polizei zu melden. „Lieber einmal zu viel, als zu wenig“, meint der Polizeisprecher.