Chamer Kulturprogramm für das erste Halbjahr wurde vorgestellt

Von Mittelbayerische Zeitung · 11. Januar 2024 um 20:00

„Beim Kulturprogramm für das erste Halbjahr brauchen wir den Vergleich mit Großstädten nicht zu scheuen“, bemerkte Bürgermeister Martin Stoiber bei der Vorstellung. Absoluter Höhepunkt ist das Chamer Straßenmusik-Festival am verkaufsoffenen Sonntag, 9. Juni, mit mittlerweile 66 Auftritten in der ganzen Innenstadt. Die kulturelle Vielfalt der Stadt gibt es zudem fast immer kostenlos.

Stoiber begrüßte zur Vorstellung des Kulturprogramms die Leiterin der Städtischen Galerie im Cordonhaus, Anjalie Chaubal, Stadtarchivar Timo Bullemer, die städtische Kulturreferentin Petra Jakobi und die Vorsitzende des Kulturvereins Bayerischer Wald, Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx.

Die Halbjahresbroschüre mit über 30 Seiten sei für eine kleine Hochschulstadt wie Cham schon etwas Besonderes, so der Rathauschef. Petra Jakobi ergänzte, dass es schon seit langem eine gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis, dem Cordonhaus und dem Stadtarchiv gebe. Alle seien an der Gestaltung des Programms beteiligt gewesen.

Stoiber: Stärken gebündelt

Stoiber verwies darauf, dass jeder seine Stärken habe, und diese seien im Programm gebündelt worden. Jeder bringe sich mit seinen Ideen ein. Chaubal stellte fest, dass die Kulturträger mit diesem Programm sichtbarer würden. Nicht unerwähnt ließ Stoiber, dass die Stadt Cham die Organisatoren des Kulturprogramms personell unterstützt. Dies sei wichtig im Wettbewerb der Städte, und man wolle so noch mehr Vielfalt in die Kultur einbringen.

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Jakobi bemerkte, dass vonseiten des städtischen Kulturamts 16 Veranstaltungen geboten werden. Nicht enthalten seien im Programmheft die Führungen und der Chamer Musiksommer. Absoluter Höhepunkt im Programm sei das Chamer Straßenmusik-Festival am Sonntag, 9. Juni, 10 bis 17 Uhr. Mittlerweile stünden 66 Auftritte fest. Den krönenden Abschluss bilden alle Gruppen am Chamer Marktplatz.

Als absolute Highlights stellte Jakobi das Figurentheater „Das NEINhorn – über den Spaß am Eigensinn“ am 28. Januar und die „Schmunzelmusi mit den Deglmanns“ am 4. Februar heraus. Beide Veranstaltungen seien ausverkauft.

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Wegfallen würden heuer die Sommerkonzerte, doch dafür gebe es drei Figurentheater mehr. Stoiber ergänzte, dass man einfach neue Schwerpunkte setzen wolle. „Wir sind eine musizierende Stadt“, betonte er und wies darauf hin, dass fast alle Angebote ohne Eintritt zu genießen seien.

Wieder im Programm seien die Rathauskonzerte. Am 17. März gebe es im Langhaussaal um 19 Uhr ein Konzert mit dem französischen Ensemble EN CAVALE – Tram des Balkans und Melissa Zentman. Ein weiterer Höhepunkt komme von Luz amoi, und zwar „Die Passion – ein Versprechen für den Himmel“ am 22. März um 20 Uhr in der Klosterkirche. Dies sei ein Multimedia-Konzert voller Musik und Poesie. Komponiert wurde die Passion von Stefan Pellmaier, und Sarah Marie Tönges bringt sich mit poetischen Texten ein.

Stadtarchivar Bullemer wies auf zwei besondere Vorträge hin. Der eine trage den Titel „Zwischen Kloster und Kalvarienberg“ und finde am 4. und am 7. März statt. Die Zuhörer werden unter anderem erfahren, dass es am Kalvarienberg Einsiedler gegeben hat. Bereichert werde der Vortrag mit Szenen aus den neuen Erlebnisführungen der Stadt Cham.

„Trenck und Cham“ laute der Titel des Vortrags am 16. Mai um 19 Uhr im Cordonhaus. Mit dabei sein werde dann auch der Trenck-Darsteller Christian Liegl. Dieser werde über die Person hinter dem Mythos und die tragischen Ereignisse in Cham sprechen.

Chaubal informierte, dass die sehenswerte Ausstellung mit Werken von Rudi Tröger noch bis 25. Februar besucht werden kann. Am 28. Januar erwarte man sogar Gäste aus München. Nach Kaufbeuren sei Cham erst die zweite Station dieses „Seherlebnisses“.

In Klangwelten eintauchen

Eintauchen in Klangwelten können die Besucher am 9. März bei der Eröffnung der Ausstellung „Eine letzte Generation“ von Andreas Feist, Mariko Takahashi und Stefan Winter. Dieses Projekt sei eigens für Cham entstanden. Das Cordonhaus werde sich in eine ortsspezifische Gesamtinstallation verwandeln.

Am 22. April werde im Cordonhaus die Ausstellung „The Third Element“ von Axel Geis und Paul Wesenberg eröffnet. Cham sei die einzige Station in Bayern. Ein museumspädagogisches Programm mit Workshops gebe es zur Ausstellung „Artenvielfalt“ von Klaus Effern und Lisa Endriss, die am 26. Juni beginnen werde.

Kleindorfer-Marx wies als Vorsitzende des Kulturvereins Bayerischer Wald auf die Lesung „Kafkas Reise durch die bucklige Welt“ mit Bernhard Setzwein am 17. April um 19 Uhr im Cordonhaus hin. Weitere Termine seien am 22. Fe-bruar mit „Über den Tag hinaus“ mit Helga Rackl und Doris Mahl und am 16. Juni die „Spät-Lese“ mit Christian Muggen-thaler.

Abschließend stellte Bürgermeister Stoiber fest: „Die Stadt Cham und die Region können sich mit diesem Kulturprogramm sehen lassen!“