Nach Brand in der Waschbar: Polizei ermittelt gegen Bauarbeiter

Vor genau 43 Tagen hat es in der Waschbar gebrannt. Seitdem ist der Regensburger Club geschlossen. Wie lange das so bleibt, steht in den Sternen. Am Dom haben die Betreiber eine vorübergehende Bleibe für ihre Veranstalter gefunden. Derweil ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung.
Am 29. November um 11.15 Uhr hatten Bauarbeiter, die gerade in der Waschbar am Werk waren, den Notruf gewählt und einen Zimmerbrand gemeldet. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand das Lokal in Vollbrand. In der eng bebauten Erhardigasse begann ein Großeinsatz.
Unter schwerem Atemschutz rückten die Feuerwehrler den Flammen zu Leibe. Die hatten sich bereits im Erd- und im ersten Obergeschoss ausgebreitet. Nach einer guten Stunde war das Feuer aus. Verletzt wurde niemand. Für Nachlöscharbeiten musste die Feuerwehr Teile des Mobiliars entfernen. Die Polizei schätzte den Schaden damals auf einen „mittleren bis hohen fünfstelligen Betrag“.
Nach Brand in der Regensburger Altstadt: Waschbar bleibt vorerst geschlossen
Wie hoch die Schadenssumme tatsächlich liegt, ist bis heute unklar. Man warte noch auf ein Gutachten der Geschädigtenseite, erklärt Polizeisprecher Markus Reitmeier. Wamberger bestätigt das. „Die Versicherungen schicken uns einen Gutachter nach dem anderen“, sagt der Geschäftsführer des Clubs. Er sei froh, dass niemand verletzt wurde. Abgesehen davon sei die Situation eine Katastrophe. „Ich habe keine Ahnung, wann wir wieder öffnen können.“ Bitter, gerade jetzt, „in den besten Monaten des Jahres“.
Vier Tage nach dem Brand hatte Wamberger eine Übergangslösung für ein paar seiner Veranstaltungen gefunden. Einmal pro Woche findet ein „Auswärtsspiel“ in den Räumen der ehemaligen Dompost, im Coco, statt. Man pflege zu dem Club – er firmiert erst seit Ende Oktober unter diesem Namen – ein „sehr gutes Verhältnis“, erklärt Wamberger. „So sitzen wenigsten unsere wichtigsten Veranstalter nicht auf der Straße.“
Regensburger Polizei ermittelt nach Brand in der Waschbar gegen Bauarbeiter
Die Polizei ermittelt indes zur Ursache des Brandes. Nach wie vor bestehe der Verdacht, dass das Feuer bei Flexarbeiten entfacht wurde. „Im Raum steht das Delikt der fahrlässigen Brandstiftung“, erklärt Reitmeier. Wie der Polizeioberkommissar ausführt, richten sich die Ermittlungen gegen einen der Bauarbeiter.
