Das sind die Lieblingsnamen der Eltern aus dem Jahr 2023 – Folgen Neumarkter den Trends?

Von Ramona Teufel · 10. Januar 2024 um 19:00

Zwei neue Namen machten bei der Wahl der Baby-Namen 2023 in Neumarkt das Rennen. Die werdenden Eltern folgen dabei zwei großen Trends. Es gibt aber auch Dauerbrenner. Was werdenden Eltern bei der Namenswahl wichtig ist und welche Namen im Trend liegen, hat die Gesellschaft für deutsche Sprache verraten.

Emma und Felix, das sind laut Standesamt die beliebtesten Namen für Neugeborene in Neumarkt. Für die 881 Babys, die im Jahr 2023 in Neumarkt geboren wurden, wählten die Eltern zwölf Mal den Namen Emma und sogar 13 Mal Felix, teilte das Standesamt mit.

Wie bereits im Jahr 2022 schaffte es der Vorname Luisa wieder unter die Top Drei. Während es im Jahr 2022 noch der beliebteste Mädchenname unter den Neumarktern war, wurde er 2023 zehn Mal gewählt und landet somit auf Platz zwei. Den zweiten Platz der häufigsten Jungennamen nehmen Jonas und Ludwig ein. Sie kamen jeweils zehn Mal vor.

Bunte Vielfalt an Baby-Namen

Ein weiterer beliebter Mädchenvorname war im vergangenen Jahr Lena mit neun Kindern. Außerdem waren Antonia, Hanna und Sophie sehr beliebt. Diese Namen haben jeweils acht Babys erhalten.

Beliebt bei den Jungennamen waren unter anderem auch Elias, Hannes und Theo. Sie wurden jeweils neun Mal vergeben. Max und Noah wählten frischgebackene Eltern jeweils acht Mal für ihre Kinder.

Insgesamt gibt es bei den Namensgebungen der Neugeboren eine Vielfalt an Namen. Die meisten der 2023 gewählten Vornamen tauchen daher in der Statistik des Neumarkter Standesamtes nur ein- oder zweimal auf.

Rückgang der Geburten

Die Stadt teilte außerdem mit, dass die Anzahl der Geburten in Neumarkt im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind. Während 2022 noch 1027 Neugeborene vermerkt wurden, gab es 2023 nur 881 Geburten. Demnach ist die Anzahl um 14 Prozent gesunken. Der Rückgang der Geburten ist ebenso auf bundesweiter Eben zu beobachten. Das statistische Bundesamt teilte mit, im Jahr 2022 seien sieben Prozent weniger Kinder zur Welt gekommen als im Jahr 2021. Aktuelle Zahlen zum Jahr 2023 liegen dem statistischen Bundesamt noch nicht vor.

Unter den Neugeborenen waren es 444 Jungen und 437 Mädchen. Von den insgesamt 881 Geburten in Neumarkt handelt es sich um 260 Geburten aus dem Stadtgebiet. Die Eltern von 453 Kindern leben im Landkreis und 163 Kinder außerhalb des Landkreises.

Durchschnittsalter der Mütter

Mehr als 75 Prozent der Babys, nämlich 677 der insgesamt 881, stammen aus einer Ehe, teilte die Stadt Neumarkt mit. Die Eltern von 204 Babys sind demzufolge nicht miteinander verheiratet.

Nach Angaben der Stadt liegt das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt insgesamt bei 31,46 Jahren. Bei der Geburt ihres ersten Kindes sind die Neumarkter Mütter im Durchschnitt jedoch etwas jünger – und zwar sind sie im Schnitt 29,95 Jahre alt. Für knapp die Hälfte der frischgebackenen Mütter ist es außerdem das erste Kind: 393 Babys sind das bisher einzige Kind der Familie.

Mit Blick auf die letzten Jahre seien bei der Namensgebung weitere Trends zu beobachten, sagte Frauke Rüdebusch von der Gesellschaft für deutsche Sprache.

Zwei Trends bei Namen

Zum einen steige die Beliebtheit von alten Namen aus der Generation der Groß- oder Urgroßeltern. Namen wie Anton, Theo oder Greta werden wieder öfter vergeben. Zum anderen seien auch neue, modische Namen beliebt. Hierbei spiele der Klang eine wichtige Rolle, erklärte Rüdebusch. Viele sogenannte helle Vokale in Verbindung mit klangvollen, weichen Konsonanten. Der Name Mila sei beispielsweise besonders beliebt, sagte Rüdebusch. Außerdem seien kurze Namen verbreitet. „Doppelnamen werden kaum noch vergeben.“

Trotz bundesweiter Trends ließen sich regionale Unterschiede beobachten: „Gerade im Norden Deutschlands haben in den letzten Jahren viele Eltern ihre Kinder beispielsweise Fynn oder Ella genannt.“ Im Süden hingegen seien die Namen Lukas oder Sophia beliebt gewesen, erklärte Rüdebusch.