Neuer Pächter der Stadthalle Burglengenfeld nennt erste Details zu seinem Konzept

Von Josef Schaller · 4. Januar 2024 um 05:00

Imad Cheikho ist seit 1. Januar der neue Pächter des Stadthallenrestaurants. Der Burglengenfelder Gastronom hatte den Zuschlag bei der Vergabe bekommen. Nun will er das Lokal und mit ihm den ganzen Naabtalpark beleben.

Wenige Wochen nach Unterzeichnung des Pachtvertrages verriet der etwa 40-Jährige, der mit seinem genauen Alter hinterm Berg halten will, am Rande des Cheikho-Hallencups, der am Samstag in der Stadthalle ausgetragen wurde, erste Details. Als im März 2023 bekannt geworden war, dass Roland Konopisky als bisheriger Betreiber des Restaurants bei der Neuvergabe ausscheide, hatte Imad Cheikho nach eigenen Worten nicht lange überlegen müssen und seine Bewerbung bei der Stadt eingereicht. Er sei schon seit einiger Zeit auf der Suche gewesen, um sich im Gastro-Bereich ein weiteres Standbein zu schaffen, und das am liebsten in Burglengenfeld.

Zudem betrachtet er das Unterfangen Stadthalle auch als neue und große Herausforderung. Er wolle den derzeit schwierigen Zeiten in der Gastronomie trotz Personalmangels und geplanter Mehrwertsteuererhöhung trotzen und gerade jetzt ein Zeichen setzen, sagt der Gastronom. Imad Cheiko will den Naabtalpark wieder beleben und den Anwohnern dort eine gastronomische Anlaufstelle bieten, wie er sagt. Zudem sieht er in dem am Rande des Naabtalparks angesiedelten Gewerbe ein großes Potenzial.

Mit der Entscheidung des Stadtrats kann er leben

Erst im Dezember hatte der Stadtrat ein Budget von netto 50000 Euro bewilligt, um die Gaststätte in der Stadthalle nach über 23-jähriger Nutzung wieder auf Vordermann zu bringen und zeitgemäß zu modernisieren. Auch wenn sich Cheikho größere Investitionen gewünscht hätte, könne er mit dem Deal leben, wie er betont. Allen kritischen Stimmen, die angesichts der finanziellen Lage der Stadt bezüglich dieser Investitionssumme laut wurden, entgegnet der neue Pächter: „Das Geld wird nicht für mich ausgegeben. Das Gebäude gehört nämlich der Stadt". Er sei nur der Pächter.

Unter anderem soll die Theke in der Gaststätte vergrößert, sollen die Stühle neu gepolstert werden. Zudem sei ein neuer Anstrich der Wände geplant, und auch die Deckenbeleuchtung soll ausgetauscht werden. Der Tagungsraum soll ebenfalls etwas verschönert werden. Die Küche soll mit einem zusätzlichen Gerät ausgestattet werden. Auch im Außenbereich will Cheikho mit kleinen Veränderungen eine schöne Atmosphäre schaffen. Im Mai plant er nach derzeitigem Stand die Neueröffnung der Gaststätte, die dann in neuem Glanz erstrahlen soll.

Die künftige Speisekarte bleibt noch ein Geheimnis

Über die künftige Speisekarte will der neue Pächter noch nichts verraten. Man könne aber davon ausgehen, dass es ein anderes Konzept geben werde als in Cheikho's Lounge, so der Gastronom. Erst müsse die Location renoviert und fertiggestellt werden, dann könne man über weitere Details sprechen. In Bezug auf das notwendige Küchen- und Bewirtungspersonal sieht sich Cheikho gut aufgestellt, wie er betont.

Bei Großveranstaltungen könne er teilweise auf bestehendes Personal zurückgreifen. Zum anderen werde er hierzu auch einen eigenen Personalpool mitbringen. Auch für die Gaststätte will er eigenes Personal stellen. Aktuell sei er noch in Verhandlungen mit einem Koch, wie er sagt.

Konkrete Vorstellungen hat der neue Pächter bereits über ein künftiges Nutzungskonzept. Ziel sei es, den Bereich der Kegelbahn neu zu beleben, wie er anmerkt. Dabei denkt er unter anderem an Kegelabende mit Musik. Zudem sollen in der Stadthalle künftig auch mehr Hochzeiten stattfinden. Die Faschingsbälle, die in den nächsten Wochen in der Stadthalle stattfinden werden, dürften für Cheikho eine erste Probe aufs Exempel sein.

Ein großes Anliegen ist es ihm nach eigenen Worten, mit den eingemieteten Vereinen gut auszukommen und gut zu kommunizieren. Mit dem ASV Burglengenfeld habe er deswegen bereits das Gespräch gesucht. Auf die künftigen Öffnungszeiten des Lokals will er sich ebenfalls noch nicht festlegen. Das sei abhängig von weiteren Gesprächen mit den Vereinen und dem Küchenpersonal.

Neues gibt es auch von der Klosterschenke

Angst, dass ihm seine Projekte über den Kopf wachsen könnten, hat Imad Cheikho nicht. Er betreibt nicht nur seit 2007 die Cheikho's Lounge, sondern hat vor über zehn Jahren auch die Klosterschenke erworben, um sie einer neuen Nutzung zuzuführen. Und stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsforums ist er auch noch.

Bei der Klosterschenke will er heuer Nägel mit Köpfen machen. Am 15. Januar sei ein letztes Treffen mit der Denkmalschutzbehörde geplant, bevor er die Renovierung des geschichtsträchtigen Gebäudes endlich in die Tat umsetzen möchte. Einen Gastronomiebetrieb, wie ursprünglich einmal angedacht, solle es dort allerdings nicht geben.