Innenstadt von Burglengenfeld soll noch attraktiver werden

Von Josef Schaller · 21. Oktober 2023 um 11:00

Das Wirtschaftsforum Burglengenfeld (Wifo) hat ein Coaching zur „Emotionalisierung und Markenbildung“ gewonnen. Am Donnerstag fiel nun der offizielle Startschuss. Ziel war es, Anregungen und Wünsche zu sammeln, die Bürger und Gewerbetreibende an ihre Stadt haben.

Gleichzeitig sollte auch über mögliche Attraktivitätssteigerungen der Innenstadt informiert werden, die mit einer Umgestaltung der kleinen Allee am Oberen Marktplatz einhergehen, um die brach liegende Fläche besser zu nutzen.

Von 9 bis 16 Uhr suchten deshalb am Donnerstag am Marktplatz im Bereich von Cheikho's Lounge Vertreter der CIMA, des Wifo und Citymanager Wolfgang Dantl das Gespräch mit den Bürgern. Ausgestellt waren Fotos von Mustern ganz unterschiedliche Sitzmöbel und Holzobjekte aus anderen Städten, die vorbeikommende Passanten mit kleinen farbigen Punkten bewerten konnten. Auf mobilen Flipcharts war es ihnen zudem möglich, ihre Wünsche für eine bevorstehende Marktplatzsanierung auf Papier zu bringen.

Mehr Sitzgelegenheiten und Fahrradständer

Gefordert wurden dabei unter anderem die Sanierung der Klosterschenke, die Verlegung der Eisdiele Europa in die Innenstadt, mehr Sitzgelegenheiten und Fahrradständer. Bei der Frage, warum Bürger gerne in die Innenstadt kommen, wurden am häufigsten der Wochenmarkt, Einkaufsmöglichkeiten, Feste und die Möglichkeit, abends im Freien zu sitzen, als Antworten notiert.

Auf die Frage, was in der Innenstadt vermisst werde, nannten die Burglengenfelder unter anderem eine Eisdiele, seniorengerechte Parkplätze, einen Trinkbrunnen, attraktive Sitzgelegenheiten, mehr Mülleimer und mehr Bäume. Auch eine Aufwertung des Europaplatzes wurde gefordert.

Alle Planungen und Ideen sollen letztendlich dem Zweck dienen, die Marke Burglengenfeld als Einkaufsstadt zu festigen und die Menschen bei der Entwicklung ihrer Stadt mitzunehmen, wie Citymanager Wolfgang Dantl betonte. „Unsere Altstadt mit ihrem vielfältigen gastronomischen Angebot und den Fachgeschäften macht uns einmalig in der Region“, sagte er. Dieser Aspekt müsse immer wieder hervorgehoben werden, denn nur damit könne man sich vom Online-Shopping abheben.

Auch online sollen Bürger befragt werden

Der Wifo-Vorsitzende Benedikt Göhr betonte, die Ideensammlung zusätzlich online auszuweiten, um ein noch besseres Stimmungsbild gewinnen zu können. Auch CIMA-Projektleiter Michael Seidel war über die vielen Anregungen der Bürger sehr zufrieden, die man nun in die weitere Diskussion einbringen könne.

Die CIMA Beratung- und Management GmbH bietet jährlich im Auftrag der Günther-Rid-Stiftung Coachings zum Thema „Emotionalisierung und Markenbildung“ an, um die Einkaufsstandorte zu stärken. Hauptzielgruppe seien kleinere Städte, so Michael Schwarz von der CIMA. Einkaufen sei immer noch der wichtigste Grund, die Stadt aufzusuchen, verliere aber an Bedeutung. Andere Faktoren würden immer wichtiger, etwa die Aufenthaltsqualität. „Die Menschen wollen beim Innenstadtbesuch eine gute Zeit verbringen und andere Menschen treffen", so Schwarz.

Laut Bürgermeister Thomas Gesche soll im Jahr 2024 für das Vorhaben, die Innenstadt noch attraktiver zu gestalten, ein niedriger bis mittlerer sechsstelliger Betrag in den Haushalt einfließen.