Einbrecher wüteten in Bad Gögging und Kelheim: Sie rissen Schränke von Wänden

Von Jochen Dannenberg · 4. Januar 2024 um 11:00

Mit kaum glaublicher Brutalität sind unbekannte Täter bei Einbrüchen in Kelheim und Bad Gögging vorgegangen. Sie durchwühlten alle Zimmer der beiden Einfamilienhäuser, rissen Türen aus und sogar Schränke von den Wänden. Ein Polizeisprecher: „Die Täter haben ziemlich gewütet.“

Die Einbrüche haben sich, wie das Polizeipräsidium Niederbayern am Dienstag mitteilte, kurz vor dem Jahreswechsel ereignet. Am Samstag, 30. Dezember, war ein Einfamilienhaus im Rennweg in Kelheim das Ziel von Einbrechern. Einen Tag später sind Unbekannte in ein Einfamilienhaus in Bad Gögging eingebrochen.

Schränke und Türen in Kelheim von Einbrechern herausgerissen

Beim Einbruch in der Kreisstadt haben sich die Ganoven vermutlich in der Zeit von 20 bis 20.45 Uhr gewaltsam Zugang zu einem Einfamilienhaus verschafft. Die Unbekannten haben anschließend das gesamte Haus nach Wertsachen durchsucht und dabei auch Schränke von den Wänden und einige Türen aus der Verankerung gerissen. Der so entstandene Sachschaden beträgt ersten Schätzungen zufolge rund 3000 Euro. Der Beuteschaden liegt im vierstelligen Bereich.

Nur einen Tag später wurde ein Haus in Bad Gögging das Ziel unbekannter Täter. Vermutlich zwischen 17 und 18 Uhr brachen sie gewaltsam über ein Fenster in das Einfamilienhaus ein und durchwühlten mehrere Zimmer nach Wertsachen. Der oder die Täter entwendeten eine Handtasche samt Personalausweis sowie einen geringen Geldbetrag.

Die Brutalität der Taten und der enge zeitliche Zusammenhang könnten dafür sprechen, dass es sich in beiden Fällen um dieselben Täter handelt. Bisher, so Polizeisprecher Günther Tomaschko, sei das jedoch nicht bewiesen. „Wir ziehen diese Möglichkeit in Betracht, aber ob es so ist, können wir erst sagen, wenn wir die Täter haben“, sagte Tomaschko.

Erster Zeugenaufruf für Einbrüche ohne Ergebnis

Die Kriminalpolizeiinspektion Landshut hat die Ermittlungen in beiden Fällen übernommen und setzt auf die Unterstützung der Bevölkerung. Ein erster Zeugenaufruf ist bis Mittwochmittag noch ohne Ergebnis geblieben. Dennoch hoffen die Ermittler auf Hinweise von Bürgerinnen und Bürger. „Wir sind auf die Beobachtungen der Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, betont der Polizeisprecher.

Besonders ist die Polizei an Wahrnehmungen rund um de beiden Tatorte im engen zeitlichen Zusammenhang mit den Einbrüchen interessiert. So werden Zeugen, die am Sonntag im Tatzeitraum in Bad Gögging im Bereich des Töpferwegs und Am Dachsenfeld verdächtige Personen und möglicherweise auch Fahrzeuge beobachtet haben, gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Landshut unter Telefon (0871) 92520 oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Gefragt sind auch Hinweise zum Geschehen in Kelheim: Wer hat am Samstag zwischen 19.30 Uhr und 20.45 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge zwischen den Straßen Urnenfeld, Am Grabfeld und der Franz-Pfaffenberger-Straße beobachtet? Auch in diesem Fall kann die Kripo Landshut, genauso wie jede andere Polizeidienststelle, angerufen werden.

Das Polizeipräsidium Niederbayern rät unterdessen zur Prävention: Wer sein Haus verlässt – auch nur für kurze Zeit – soll unbedingt die Haustür abschließen. Und: Gekippte Fenster sind offene Fenster. Wer Fremde in der Siedlung oder dem Nachbargrundstück sieht, die sich verdächtig machen, sollte sofort die Polizei informieren.

Außerdem rät die Polizei: „Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit, wie z. B. in sozialen Netzwerker oder auf Ihrem Anrufbeantworter.“ Zusätzlich empfiehlt die Polizei eine mechanische Sicherung aller Fenster und Türen, damit ungebetene Gäste erst gar nicht hineinkommen. Ergänzende Sicherheit bietet zum Beispiel eine Einbruch- und Überfall-Meldeanlage. Damit werden Einbruchsversuche automatisch gemeldet und man kann den Alarm bei Gefahr auch selbst auslösen.

Mehr Tipps zur Einbruchsicherung gibt es unter www.k-einbruch.de.