Edeka-Markt und Europahalle stehen in Berching 2024 im Fokus

Die Grund- und Mittelschule bleibt in Berching das größte Thema. Neben der Erweiterung stehen weitere Projekte auf der Agenda des Bürgermeisters. Ludwig Eisenreich verrät, welche Aufgaben er 2024 anpacken will.
In diesem Jahr sollen die nächsten Schritte für den geplanten Edeka-Markt an der B299 in Pollanten folgen. Der Stadtrat hatte im Oktober beschlossen, das Bauleitverfahren einzuleiten. Im Zuge dessen muss der Flächennutzungsplan in ein Sondergebiet geändert werden. Das soll heuer laut Eisenreich geschehen. Dabei werden auch die Träger öffentlicher Belange beteiligt. Läuft alles reibungslos, könnte womöglich noch im Herbst 2024 mit dem Bau gestartet werden, mutmaßt Eisenreich. Sicher ist das aber natürlich noch nicht.
Brandschutz in der Europahalle in Berching
Darüber hinaus müsse heuer die Sanierung der Europahalle angegangen werden, sagt der Bürgermeister. Brandschutz und energetische Ertüchtigung stehen dabei an. Unter anderem müsse eine Brandmeldeanlage installiert werden.
Ein weiteres großes Thema ist die Kinderbetreuung. Die Planung der neuen Kindertageseinrichtung an der Südtangente stehe in diesem Jahr an. Für die Einrichtung soll in diesem Jahr die neue Zufahrt gebaut werden.
Auch weitere Straßen stehen auf Eisenreichs Agenda: Gemeindeverbindungsstraße von Viehhausen nach Stierbaum (gemeinsam mit der Stadt Greding), Gemeindeverbindungsstraße von Raitenbuch nach Staadorf, Bau des Radweges von Wallnsdorf zum Kreisverkehr Oening (Freistaat Bayern) und der Radweg von der Firma Huber zur B299 (Staatliches Bauamt).
Gemeinsam mit dem Landkreis soll 2024 gestartet werden, einen Geh- und Radweg von Wallnsdorf nach Schweigersdorf zu errichten. An der Kreuzung in Wallnsdorf seien eine Überquerungshilfe und ein Gehweg geplant. Über die Verkehrsinsel sollen Schüler künftig sicherer zur Bushaltestelle gelangen. Auch für Wallnsdorfer, die im Süden des Ortsteils wohnen und in den Norden (etwa zum Dorfhaus) wollen, mache die Überquerungshilfe Sinn. Ein größerer Umbau der unübersichtlichen Kreuzung, den der Landkreis in den vergangenen Jahren immer wieder diskutiert hat, ist laut Eisenreich nicht umsetzbar.
Außerdem will der Bürgermeister angefangene Projekte weiterführen beziehungsweise zu Ende bringen: Feuerwehrfahrzeuge für Berching und Staufersbuch, Dorferneuerung Erasbach, Dorfplatz Thann, Radweg von Holnstein nach Freihausen, Glasfaserausbau.
Viele Sanierungen stehen in Berching an
Weiter auf Eisenreichs Liste stehen: Erneuerung der Sulztalstraße, Sanierung der Kläranlage Holnstein, Ertüchtigen des Leichenhauses in Pollanten und die 40 bis 45 restlichen Straßenlaternen auf LED umstellen (rund 2000 wurden bereits ausgetauscht). Auch Sturzflutkonzept, Wärmeplanung und den Grunderwerb für das Baugebiet an der Sollngriesbacher Straße listet Eisenreich auf. Und sofern es der Haushalt zulasse, plane Eisenreich die Erschließungen der Baugebiete Rappersdorf West, Fichtenstraße in Pollanten und Wirbertshofen.
Zudem steht 2024 der Ausbau des Biomasseheizwerks Berching an. Im Zuge dessen soll das Nahwärmenetz erweitert werden. Auch die Gespräche für ein neues Gewerbegebiet liefen bereits 2023 und werden in diesem Jahr fortgeführt. Die Stadt hat laut Eisenreich weiterhin den Standort zwischen der Reismühle und der Gemeindegrenze zu Mühlhausen an der alten B299 im Blick.
Eisenreich ist sich sicher, die genannten Aufgaben 2024 und in den Folgejahren gemeinsam zu meistern. „Sorgen bereitet mir aber die finanzielle Belastung der Kommunen“, sagt der Bürgermeister und nennt dabei die steigenden Ausgaben. Diese gefährdeten im Zusammenspiel mit stagnierenden Steuereinnahmen die Leistungsfähigkeit der Kommunen.
Zudem stellen die Gemeinden weitere Aufgaben vor Herausforderungen, sagt Eisenreich: der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule, Investitionen in den Klimaschutz und Wärmeplanung. Auch die kommunalen Krankenhäuser sehe Eisenreich als „massive Belastung“, da Städte und Gemeinden die enormen Defizite über die Kreisumlage mit ausgleichen müssten.
Trotz der Krisen und Unsicherheiten blicke Berchings Bürgermeister „mit Entschlossenheit und Optimismus“ in das Jahr 2024. Mit Mut, Zuversicht und Engagement könne man gemeinsam die Zukunft der Stadt gestalten.