Nach Feuer in Bergham: Haus ist endlich betretbar – Vier Wohnungen werden noch gebraucht

Zwei Wochen nach dem schweren Brand in der Berghamer Straße in Nittenau kann das Gebäude erstmals wieder von Polizei und Bewohnern betreten werden. Bereits am 22. Dezember wurde das Gebäude von Statikern untersucht, um die Zugänglichkeit nach dem Feuer und den intensiven Löscharbeiten sicherzustellen.
Am vergangenen Mittwoch fand laut Auskunft der Polizei Burglengenfeld eine Begehung des Gebäudes mit Sachverständigen und Brandspezialisten der Kriminalpolizei Amberg statt. Bis zur Fertigstellung des Gutachtens werde es aber noch dauern. Die halbseitige Straßensperre in der Berghamer Straße könne zeitnah entfernt werden.
Familien dürfen Gebäude wieder betreten
Durch die Freigabe des Gebäudes war es auch für die betroffenen Familien möglich, ihre ehemaligen Wohnungen zu betreten, wie die Organisatorin der Sammelaktion, Silke Lichtenwald, erzählt. Dabei gehe es vor allem um die Suche nach Gegenständen, die die Katastrophe überstanden hatten. Die Sammelaktion zu Sachspenden, die zunächst auf private Initiative gestartet und im weiteren Verlauf von der Stadt Nittenau unterstützt wurde, ist mittlerweile weitestgehend auf Eis gelegt, bestätigt Lichtenwald.
Sollten die Brandleider kurzfristig etwas benötigen, hätten alle betroffenen Familien Lichtenwalds Handynummer, um Zugang zur Halle am Anger 1 zu erhalten. Wenn Sachspenden benötigt werden, können Informationen weiterhin der Facebookseite von „Silke’s Pflegeengel“ entnommen werden.
Vier Wohnungen werden noch gesucht
Aktuell laufe weiterhin die Suche nach langfristigen Unterbringungsmöglichkeiten. Immerhin vier Familien hätten mittlerweile Wohnungen gefunden, so Lichtenwald. Für die anderen drei Familien und eine Einzelperson laufe die Suche weiter. Sobald die Unterkünfte bezogen werden, könne die Versorgung der Brandleider mit Möbeln starten.
Weiterhin gibt es die Möglichkeit, über das Konto des BRK-Kreisverbands Schwandorf mit dem Verwendungszweck „Brand Nittenau“ zu spenden. Die IBAN lautet: DE59 7505 1040 0380 0020 30.
Am 14. Dezember war ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Berghamer Straße ausgebrochen. Insgesamt etwa 200 Einsatzkräfte schafften es, das Feuer unter Kontrolle und alle Bewohner in Sicherheit zu bringen. Neun Tage vor Weihnachten verloren die Geretteten ihren gesamten Besitz.