Die Bilanz von Neumarkts Landrat Willibald Gailler fällt äußerst positiv aus

Einige große Krisen – aber auch viele kleine Erfolgsgeschichten. So stellte Landrat Willibald Gailler die Entwicklung im Landkreis Neumarkt dar. Bei der letzten Sitzung des Kreistages zog er Bilanz eines Jahres voller ungewöhnlicher Aufgaben und Herausforderungen.
Doch zuerst gab es – Musik!
Denn die letzte Sitzung des Kreistages im Jahr ist traditionell etwas anders, als die übrigen. Mit geschmücktem Baum und gedeckten Tischen erinnert sie weniger an ein politisches Gremium, als an eine entspannte Weihnachtsfeier. Dafür sorgte in diesem Fall die Bigband der Knaben- und Mädchenrealschule Neumarkt, die den Abend mit Weihnachtsliedern in schmissigen Jazz-Versionen einleitete.
Unterkünfte für Flüchtlinge belasten Gemeinden
Anschließend gehörte die Bühne dem Hausherrn, Landrat Willibald Gailler. Der hielt Rückschau auf ein Jahr, das für ihn einerseits von weltweiten großen Krisen, andererseits aber auch von vielen kleinen regionalen Erfolgen geprägt war. Zu der massiven Kritik aus den Reihen der Klinik-Belegschaft oder dem Schweigemarsch mit 1000 Teilnehmern äußerte sich Gailler nicht.
Exemplarisch dafür steht der Umgang mit den Geflüchteten aus der Ukraine: „Hier erlebten wir viel Hilfsbereitschaft und hohes ehrenamtliches Engagement“. Dennoch seien die Gemeinden stark belastet: „Die Unterbringung der über 3500 geflüchteten Menschen gestaltet sich zunehmend schwierig. Auch bei der Betreuung und der Integration stoßen wir an unsere Grenzen.“
Mit Stolz verwies er dagegen auf den Rekordhaushalt von 178Millionen Euro. Das meiste davon investierte der Landkreis in Bauvorhaben in den Bereichen der Bildung und Gesundheit: Die Erweiterung des Ostendorfer Gymnasiums, der Neubau des Sonderpädagogischen Förderzentrums und die Sanierung des Gymnasiums in Parsberg. Aber auch die Eröffnung des Hauses der Gesundheit in Parsberg und die Ausstattung des Klinikums Neumarkt mit einem computergestütztem Operationssystem.
Neumarkt beim Klimaschutz vorne dran
Auch aus dem Bereich Klimaschutz konnte Gailler Erfolge vermelden: „Bei der Stromerzeugung mit regenerativen Energien haben wir einen bundes- und bayernweiten Spitzenplatz!“ In diesem Zusammenhang lobte er auch die Entwicklung beim ÖPNV: „Mit dem neuen Rufbussystem bestehen nun flächendeckend auch in sehr kleinen Orten Fahrtmöglichkeiten, dazu kommt ein kontinuierlich ausgebautes Radwegenetz, das mittlerweile rund 150Kilometer lang ist.“
Digitales Amt: 86Angebote im Landkreis Neumarkt
Abschließend berichtete er über den Fortschritt bei der Digitalisierung des Landratsamtes. 86 verschiedene Dienste könnten inzwischen Online erledigt werden: Von der Sperrmüllanmeldung bis zum Bauantrag.
„Im Landkreis Neumarkt“, so Gaillers Fazit, „geht es uns trotz aller Krisen im Großen und Ganzen gut. Wir müssen uns aber der Zukunft widmen, denn wir leben in einer dynamischen Zeit. Ein Stillstand würde Rückschritt bedeuten“.