Wer folgt auf Anton Schaller, die „Ochsentreiber“ und Monsignore Hofmann?

Von Jochen Dannenberg · 3. Dezember 2023 um 19:00

Dreimal wurde der Kunst- und Kulturpreis der Stadt Neustadt a.d. Donau bisher verliehen. Jetzt soll er im kommenden Jahr wieder vergeben werden. Vorschläge für den künftigen Preisträger dürfen ab sofort im Rathaus eingereicht werden. Das Raten, wer es denn wird, hat damit begonnen.

Die Frist für die Abgabe der Vorschläge läuft. Bis zum 31. Dezember können die Ideen und Anregungen der Einwohner schriftlich bei der Stadt unter assistenz@neustadt-donau.de eingereicht werden.

Sicher ist, dass die Messlatte für den Preis hoch gehängt ist, soll doch der Kunst- und Kulturpreis eine Anerkennung für Leistungen auf kulturellem Gebiet sein. Dazu zählen insbesondere: allgemeine Kulturpflege, Heimat- und Brauchtumspflege sowie Pflege der Musik sowie Leistungen aus dem Gebiet der produzierenden Kunst (Malerei, Bildhauerei, Literatur, Komposition) oder wissenschaftliche Leistungen, insbesondere Arbeiten zur Kultur-, Geistes-, Kirchen- und Kunstgeschichte sowie zur Heimat- und Volkskunde der Großgemeinde Neustadt a.d. Donau.

Erste Vorschläge

Das Interesse an der Ehrung ist seitens der Bürgerinnen und Bürger bereits geweckt. „Es sind schon Bewerbungen eingegangen“, sagt die städtische Pressesprecherin Monika Hummel. Namen, die genannt wurden, verrät Monika Hummel jedoch nicht.

Erster Preisträger war der Künstler und Ausstellungsorganisator Toni Schaller. Er bekam den Preis, der in unregelmäßigen Abständen verliehen wird, im Jahr 2011. Schaller hatte immer wieder Ausstellungen organisiert, an denen namhafte Bildhauer teilnahmen. Außerdem hatte sich Schaller auch mit eigenen Werken einen Namen gemacht.

Im Jahr 2013 folgte die Blaskapelle „Ochsentreiber“. Sie ist der musikalische Botschafter der Stadt, spielt überall da, wo altbairische Blasmusik zuhause ist, also zum Beispiel auf Volkstanzabenden, Kirchweihen, Hochzeiten, Familienfeste, Biergarten und Vereinsfesten.

Dabei sind die „Ochsentreiber" nicht irgendeine Blaskapell, sie spielen in der Tradition der alten bäuerlichen Tanzbodenmusik, wie diese in der Region an der Donau einst beheimatet war. Dritter Preisträger war der frühere Neustädter Stadtpfarrer, Monsignore Johannes Hofmann. Wobei er selbst nie als Kunstschaffender im eigentlichen Sinn aufgetreten ist. Aber er hatte in den den 25 Jahren, die er in Neustadt a.d. Donau lebte das kulturelle Leben der Stadt dadurch bereichert, dass er neue Veranstaltungen wie unter anderem die Serenade im Marchinger Steinbruch einführte.

Wer auch immer der nächste Preisträger ist, muss deshalb also „mit der Stadt verbunden sein und sich durch sein/ihr Werk hervorragende Verdienst um das kulturelle Leben der Stadt“ erworben haben. So heißt es in der offiziellen Auschreibung. Den Preis, der mit 1000 Euro dotiert ist, können Einzelpersonen, Personengruppen oder Vereinigungen erhalten.

Bekanntgabe im März

Bis Silvester können Vorschläge für den Kunst- und Kulturpreis eingereicht werden. Danach tritt ein Vorprüfungsgremium zusammen, dass aus dem Ersten Bürgermeister, den Mitgliedern des Kulturausschusses und dem Kulturreferenten der Stadt besteht, um die Vorschläge zu bewerten. In der Kulturausschusssitzung im Februar soll eine Empfehlung ausgesprochen werden, wer zum Preisträger gekürt werden soll.

In der Stadtratssitzung am 11. März entscheidet dann der Stadtrat über die Preisvergabe. Für die Entscheidung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Der Termin für die Verleihung wird im Anschluss festgelegt,