Bis 2025 kommt eine neue Stromleitung

Modernisierung und Ausbau der Stromnetze in der Region gehen weiter. So soll bis 2025 die Verbindung vom Umspannwerk Neustadt an der Donau zur Leitung zwischen Manching und Sittling neu entstehen.
Die Bayernwerk Netz GmbH hat jetzt auf einer Informationsveranstaltung Pläne für den Ersatzneubau der bestehenden Hochspannungsleitung vorgestellt. Auf der 110-Kilovolt-Leitung sollen sieben Maste standortgleich ersetzt werden. Die Modernisierung diene laut Projektleiter Philipp Rumohr dem steigenden Energiebedarf in der Region. Noch in diesem Jahr möchte man die Unterlagen zur Planfeststellung bei der Regierung von Niederbayern einreichen.
„Mit dem geplanten Ersatzneubau machen wir die Leitung fit für die Zukunft“, erklärte Rumohr. „Die Energiewende kann nur mit einem starken Verteilnetz gelingen. Die Modernisierung der 110-kV-Leitung in Neustadt an der Donau ist ein wichtiger Baustein für die Region.“
Insbesondere die Industrie benötige für ihre Prozesse mehr Strom als in der Vergangenheit. Um den steigenden Energiebedarf in der Region nachhaltig zu decken und auch in Zukunft eine zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten, plane man die Modernisierung der 2,5 Kilometer langen Leitung.
Fast sechs Millionen Euro
Die Kosten für den Ersatzneubau der Leitung und die erforderlichen Anpassungen im Umspannwerk liegen bei rund 5,7 Millionen Euro. Bereits vor Weihnachten möchte man ein Planfeststellungsverfahren bei der Regierung von Niederbayern beantragen. Vorab hat der Netzbetreiber bei einem Infomarkt Eigentümer, Pächter und die interessierte Öffentlichkeit über das Projekt, den aktuellen Stand der Planungen, die beabsichtigten Umweltschutzmaßnahmen und den vorgesehenen Bauablauf informiert. Die Bayernwerk Netz habe sich in den vergangenen Jahren mit Hilfe von Kartierungen bereits einen detaillierten Überblick über Flora und Fauna innerhalb des Gebiets verschafft.
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Außerdem wurde bereits 2022 der Baugrund untersucht. Dafür wurde an festgelegten Stellen bei den bestehenden Leitungsmasten bis zu zehn Meter tief gebohrt, um Bodenproben zuentnehmen. Die Bohrungen hatten einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern. Nach der Bohrung wurden die Öffnungen wieder geschlossen. Für die Arbeiten kamen Bohrgeräte und Raupenfahrzeuge zum Einsatz. Die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen helfen dabei, die erforderlichen Anpassungen an Masten und Fundamenten im Detail zu planen.
Die entsprechenden Gutachten sind Teil des Antrags auf Planfeststellung. Nach Abschluss des Verfahrens und Vorlage des Genehmigungsbeschlusses rechne man mit dem Bau ab Frühjahr 2025 und der möglichen Inbetriebnahme der modernisierten Leitung bis Ende 2025.
Ein weiteres wichtiges Vorhaben
Wie berichtet läuft wenige Kilometer entfernt ein weiteres Projekt. Zwischen dem Umspannwerk beim Rohrer Ortsteil Bachl und der Freileitung bei Sittling entsteht eine circa sieben Kilometer lange 110-Kilovolt-Leitung, die unter der Erde liegen wird.
Durch die steigende Menge dezentral erzeugter Energie, insbesondere aus Photovoltaikanlagen, sei der Bau der neuen Kabelleitung notwendig. Sie ermögliche die Einspeisung grüner Energie in das regionale Hochspannungsnetz. Hier gehe es um ein Finanzvolumen um elf Millionen Euro. Ende diesen Jahres sollen die Arbeiten hier beendet sein.
