Sie sind die Zukunft von Bad Gögging

Seit September läuft das neue Ausbildungsjahr. Im Kurort Bad Gögging wurden angehende Service- und Pflegekräfte jetzt besonders geschult.
Die 17-jährige Karla Zerbin, die Restaurantfachfrau werden will, hat sich bewusst für eine Ausbildung in Bad Gögging entschieden. Ihr habe das Umfeld einfach zugesagt. „Mein Vater ist Koch“, antwortet sie auf die Frage, warum sie in die Gastronomie wolle. Schon als Schülerin habe sie in Gaststätten gejobbt.
Auf junge Menschen wie Zerbin ist der Kurort Bad Gögging angewiesen. Deshalb fand jetzt im Kurhaus für sie und andere eine spezielle Veranstaltung für Jugendliche statt, die sich im Kurort im ersten Ausbildungsjahr befinden. Unter anderen machten ihnen die Vorsitzende des Tourismusverbandes Margit Zettl-Feldmann und Tourismusdirektor Bernhard Meyer ihren Einsatzort schmackhaft. Manche mussten aber gar nicht überzeugt werden.
Dass Fachkräfte in den verschiedenen Serviceberufen eine wichtige Säule für den Kurort sind, steht fest. Trotzdem betonten es die verschiedenen Redner im Kursaal. „Ihr seid unsere Zukunft“, rief Neustadts Bürgermeister Thomas Memmel den jungen Menschen zu. Zettl-Feldmann freute sich über die nach ihren Worten rund 40 neuen Auszubildenden in den verschiedenen Berufen in Bad Gögging: „Danke, dass Ihr Euch für einen Ausbildungsplatz in Bad Gögging entschieden habt.“
Es gibt viele Möglichkeiten – nicht nur in Bad Gögging
Selbstverständlich sei das nicht, wie Meyer im Gespräch mit der Mittelbayerischen betonte. Da in der Gastronomie und der Pflege überall Personal gesucht werde, gäbe es eine große Auswahl von Arbeitgebern. Erst einmal ausgebildet müsse wohl keiner fürchten, arbeitslos zu werden, wenn man in der Branche bleiben wolle. Deshalb sei es richtig, schon gleich am Anfang zu versuchen, die Auszubildenden an den Kurort zu binden und den jungen Leuten klarzumachen, dass sie sich in einer interessanten Region aufhalten.
Der Beruf macht einfach Spaß
Manche müssen aber gar nicht überzeugt werden. Und bei Zerbin ist es auch sicher, dass sie im Beruf bleiben will, obwohl sie mit ihrer Mittleren Reife im Gepäck auch andere Möglichkeiten hätte.
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Sie wisse aber um ihre Aufstiegsmöglichkeiten hin – bis hin zur Restaurantchefin. Die 21-jährige Jehona Krasniqi will Hotelfachfrau werden. „Bei dem Beruf hat man immer etwas zu tun und Kontakt zu Menschen“, sagt die junge Frau. So gefällt es ihr, dass sie schon nach wenigen Wochen nach Ausbildungsstart schon Gästekontakt haben kann – etwa beim Frühstücksbuffet. Aufgewachsen im Kosovo habe sie zuletzt in München gelebt. Mittlerweile wohne sie in Neustadt. Dort gefalle es ihr besser als in der Großstadt, denn die sei zu laut. Auch die beiden jungen Frauen werden in den kommenden Jahren mitmachen müssen, um Bad Gögging mehr in die Köpfe von Urlaubern zu bekommen.
Service für die Kunden in Bad Gögging
So erklärte Meyer den neuen Auszubildenden, dass Gäste Detailinformationen zum Kurort und zu den nahen Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise Kloster Weltenburg vor allem in ihren Unterkünften oder eben in Gaststätten erfragen.
Das hätten Gästebefragungen gezeigt. Genau so, dass viele ihr Wissen von Bekannten hatten, die eben schon einmal hier waren. „Es ist Service für die Kunden“, sagte Zettl-Feldmann, dass Beschäftigte gut über ihren Arbeitsort Bescheid wissen. Und damit sie aus eigener Erfahrung berichten können, erhielten die jungen Menschen Freikarten für Einrichtungen wie etwa die Therme.
