Weihnachtsbär in Roding: Die „Bärenmama“ Monika Stuiber hat sich etwas Besonderes ausgedacht

Schon als Kind mochte sie Teddybären lieber als Puppen, erzählt Monika Stuiber, und auch mit dem Älterwerden nahm diese Leidenschaft nicht ab – eher im Gegenteil. Mittlerweile hat die „Bärenmama“ schon zum 25. Mal einen Rodinger Weihnachtsbären kreiert und gefertigt. Zum Jubiläum gibt es wieder etwas ganz Besonderes: „Margot de trainaux“ hat einen Schlitten im Gepäck.
Erneut steckt in den auf zehn Exemplaren limitierten hübschen Bärchen eine Menge Arbeit. In liebevoller Handarbeit wurden sie aus bestem Material genäht, gestopft und geformt. Dazu kam in diesem Jahr der Schlitten, auf dem ein – ebenfalls handgemachter – Weihnachtsbaum sowie Geschenke stehen. „Alleine der Baum kostet mindestens einen Tag Arbeit“, berichtet die „Bärenmama“. Dazu kommen dann noch die kleinen Glaskugeln aus dem Sortiment echten Gablonzer Weihnachtsschmucks. „Es soll am Ende halt auch einfach schön aussehen und zusammenpassen“, betont die Rodingerin, warum sie sich die viele Arbeit immer wieder gerne macht.
Trilogie nun vollendet
Zudem hat die fesche Bären-Französin, wie schon ihre beiden Vorgänger Berno Bäumchen und Gloria Glöckchen, auch wieder Flügel bekommen. „Sie stellt damit auch den Abschluss der Trilogie dar“, erläutert Stuiber.
An vielen Abenden hat sie an den Bären mit ihren zahllosen kleinen Details gesessen und gearbeitet – bei zehn Exemplaren kommen da unzählige Stunden zusammen. Deshalb möchte sie auch gar nicht mehr in größeren Stückzahlen fertigen, berichtet sie, „der Aufwand wird dann einfach zu groß.“
Und nicht nur Zeit kostet das Fertigen der flauschigen Bärchen, auch Geld muss zunächst einmal investiert werden. „Alleine das Material für das Fell kostet um die 250 Euro pro Meter, und für ein Exemplar brauche ich drei bis dreieinhalb Meter“, erläutert Stuiber nur einen Kostenfaktor. Sie legt Wert auf hochwertige Materialien, auch bei den Accessoires. „Es bringt ja nichts, wenn der Bär hübsch ist, aber dann etwa einen billigen Schlitten dabei hat, der nicht gut aussieht“, findet sie.
Schon vor den Rodinger Weihnachtsbären hat sie die Stofftiere selbst genäht, berichtet sie, an einem Messestand habe sie jemand auf die Idee gebracht.
Zur Tradition geworden
Für die Aktion „Bärige Weihnachten“ vor 25 Jahren ist sie dann gefragt worden, ob sie einen Weihnachtsbären machen könnte, sagte zu – und mittlerweile ist es zu einer echten Tradition geworden.
Und ans Aufhören denkt die „Bärenmama“ trotz der vielen Arbeit auf keinen Fall: „Solange es den Leuten gefällt, die Nachfrage da ist, es mir Spaß macht und ich es machen kann, wird es mit den Weihnachtsbären weitergehen“, betont sie.
Für die nächste Auflage hat sie bereits das Design im Kopf, nachdem die Trilogie mit den Bärchen mit Flügeln nun abgeschlossen ist, „wird es wieder etwas ganz Neues geben“, kündigt sie an.
Neun der zehn Unikate werden, wie schon in den Vorjahren, verkauft, ein Exemplar kommt in die persönliche Sammlung der „Bärenmama“. Zu erwerben gibt es „Margot de trainaux“ beim Rodinger Weihnachtsdorf, aber nicht nur die kleine Französin steht dort zum Verkauf. „Ich habe auch viele andere Bären dabei“, erläutert Stuiber, außerdem auch Arbeiten aus Watte – das neueste Hobby der passionierten Bastlerin.
