Viel Budenzauber bis Weihnachten: Was im Raum Furth im Wald wann geboten ist

Von Mittelbayerische Zeitung · 19. November 2023 um 12:00

Es riecht nach Glühwein und Lebkuchen, in den Ohren klingen „Stille Nacht“ und „Jingle bells“ – ganz klar, jetzt starten wieder die Christkindlmärkte. Einige der schönsten und stimmungsvollsten davon in und um Furth im Wald.

Erster Advent ist in diesem Jahr am Sonntag, 3. Dezember. Schon eine Woche vorher, am 25. und 26. November, startet die Waldweihnacht auf der Waldbühne. Verändert haben die Verantwortlichen gar nichts, „ganz einfach, weil der Besuch im vergangenen Jahr an beiden Tagen überwältigend war“, sagt Max Schmatz, Vorsitzender des Vereins.

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Am Samstag hat der Markt von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Um 17 Uhr kommt erst der Nikolaus, danach das Christkind. Anschließend können Fotos mit beiden gemacht werden.

Den Sonntag (bis 20 Uhr) eröffnet um 14.30 Uhr das Jugendblasorchester mit weihnachtlichen Liedern, ab 16 Uhr kommen Nikolaus und das Christkind zu den kleinen Besuchern. Anschließend spielt noch einmal das Jugendblasorchester.

Schmatz sagt, dass man eine traditionelle, musikalisch stark auf Kinder ausgerichtete Waldweihnacht veranstalten will. Gemütlich soll es sein und die Möglichkeit bieten, sich zu unterhalten und Freunde zu treffen. Übrigens das Christkind heißt Annalena Späth, ist 14 Jahre alt und wohnt in Daberg.

Feiern und Gutes tun

Vom 1. bis zum 3. Dezember treffen sich Weihnachtsmarktfreunde auf dem Schlossplatz unter dem Stadtturm. Am Freitag startet der Further Christkindlmarkt um 17 Uhr, Schluss ist um 22 Uhr. Bis dahin hatte der Spielmannszug einen Auftritt, ebenso der Akkordeonclub, der Nikolaus (18 Uhr) war auch da und hat Adventskalender verteilt. Für den Samstag ist ein Musikduo gebucht, und der Nikolaus schaut gegen 15 Uhr auf dem Schlossplatz vorbei. Schluss ist um 22 Uhr. Ebenfalls um 14 Uhr (Ende: 21 Uhr) startet der Sonntag. Höhepunkte sind an diesem Tag die Band „4fun“ und der Besuch des Nikolaus (15 Uhr). „Wir haben zehn Buden, die Feuerwehr ist diesmal neu dabei“, sagt Organisationsleiterin Conny Decker. Hans Jürgen Traurig bietet von 14 bis 16 Uhr Kutschfahrten an. Gewinnen kann man auch etwas. Entweder am vereinseigenen Losstand. Über 700 Preise können dort abgeräumt werden. Der Spielmannszug verlost außerdem am Sonntag für alle, die ein Los gekauft haben, ein Privatkonzert im heimischen Garten oder Wohnzimmer.

Feiern und dabei Gutes tun, das geht, wenn man am Samstag und Sonntag, 9. und 10. Dezember, den Christkindlmarkt „Herzensangelegenheit“ auf dem Gelände der Further Firma „Creative Colour“ sucht. Der Reingewinn wird nämlich komplett gespendet. „Den größten Teil bekommt in diesem Jahr an die Bildungsstätte St. Gunther in Cham“, sagt Mitveranstalter Markus Kreitinger. Der Rest geht unter anderem an die Kindergärten und andere Teilnehmergruppen am Markt. Der ist durchaus etwas Besonderes und zumindest zum Teil der Gegenentwurf zur Waldweihnacht. Am Samstag ab 21 Uhr ist in der Firmenhalle nämlich Barbetrieb angesagt. Da dürfte durchaus fetzigere Weihnachtsmusik zu hören sein. Und schon um 19.30 Uhr spielt an diesem Tag die Band „Nääshville“.

Los geht es am Samstag um 14 Uhr, um 15 Uhr tritt der Kindergarten Arnschwang auf. Um 16.30 Uhr gehen bei der Christbaumversteigerung die Bäume hoffentlich zu Höchstpreisen raus. Der Sonntag (10. Dezember) startet um 14 Uhr mit dem Jugendblasorchester Furth im Wald. Um 15 Uhr zeigen die RänDancers, was sie können und um 16 Uhr der Kindergarten Ränkam. Ab 17 Uhr tritt der Spielmannszug auf, und um 18.30 Uhr braucht man starke Nerven: Der „mystische Krampus mit Feuershow“ vom „Dachsberger „Woidgsindl“ sorgt für den ein oder anderen Grusel. Schluss ist dann um 20 Uhr. An beiden Tagen schaut der Nikolaus auf dem Christkindlmarkt vorbei und am Sonntag werden von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr Kutschfahrten angeboten.

Am selben Wochenende lädt auch der Heimat- und Volkstrachtenverein Pastritztaler wieder zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest ein. Die Hammerschmiede ist festlich illuminiert, es gibt eine kleine Budenstadt. „Das machen bei uns hauptsächlich die ansässigen Vereine“, sagt Vorsitzende Beate Stoiber. Großen Platz nimmt der Handwerkermarkt ein. Er ist im Stadl, im Saal, im Museumssaal und in der Hammerschmiede untergebracht. Weihnachtliche Dekoartikel gibt es ebenso zu bestaunen, wie die Krippenausstellung. Natürlich kann man den Handwerkern bei der Arbeit zusehen. „Zum Beispiel dem Glasbläser, der allerdings nur am Sonntag da ist“, so Stoiber. Der lässt die Kinder sogar selbst mal ausprobieren, wie man Weihnachtskugeln bläst. Los geht es am Samstag um 16 Uhr mit einem kleinen Eröffnungsprogramm. „Unser Weihnachtsengel Julia Kiefel aus Furth im Wald begrüßt vom Balkon und es spielen die Jagdhornbläser“, verrät die Vorsitzende. Offizielles Ende ist am Samstag um 22 Uhr. Der Sonntag beginnt um 11 Uhr, um 15 Uhr kommt der Nikolaus und verteilt Geschenke. Weihnachtliche Weisen bringen sechs junge Further Bläser zu Gehör. Schluss ist um 18 Uhr.

Schrazl-Weihnachtsmarkt

Am 1. Advent öffnet der Schrazl-Weihnachtsmarkt im LBV-Zentrum in Nößwartling von 12 bis 18 Uhr seine Pforten. Es kann aus einem großen Handarbeits-Sortiment, Krippen und Bienenwachsprodukten und mehr ausgewählt werden. Am Dachboden befindet sich die bei Kindern beliebte Christkindlwerkstatt wo allerlei Weihnachtsgeschenke gebastelt werden können. Wie alle Jahre gibt es eine Tombola und einen Bücherflohmarkt.

Auf der Bühne stimmen die Kinder des Kinderhauses Arnschwang um 14 Uhr und die Kinder des Waldkindergartens um 14.30 Uhr auf die Adventszeit ein. Gegen 15.30 Uhr hat schließlich der Nikolaus seinen Besuch angekündigt. Später am Nachmittag wird dann noch festliche Adventsmusik erklingen und ein kleiner Feuerzauber den Abend erhellen. Natürlich sorgen die Budenbetreiber für das leibliche Wohl der Besucher.

Budenzauber auch am 16. Dezember in Arnschwang. Im Pfarrhof laden Feuerwehr, Fußballer und andere Vereine ab 18 Uhr zur Dorfweihnacht ein. Es gibt neben Glühwein eine reiche Getränkeauswahl und auch für Weihnachtsmärkte eher untypische Gerichte wie Gyros und Hühnersuppe. Auch der Nikolaus hat seinen Besuch angekündigt. Tags zuvor findet im Arnschwanger Ortsteil Tretting ab 17 Uhr im Hof des Gasthauses zur Linde ebenfalls eine Dorfweihnacht statt.

Und nochmal der 16. Dezember: Man trifft sich auf dem Ränkamer Christkindlmarkt, organisiert vom Obst- und Gartenbauverein. Die örtlichen Vereine sorgen im Hof der Feuerwehr für das leibliche Wohl, es gibt Vorführungen der RänDäncers und des Kindergartens und auch der Nikolaus soll sein Kommen angekündigt haben.

Große Tradition hat die Grabitzer Dorfweihnacht, die am 16. und 17. Dezember gefeiert wird. Am Samstag geht es um 16 Uhr los (Ende: 23 Uhr), einen Tag später öffnen die Buden um 14 Uhr (19 Uhr). Veranstaltungsort ist wie immer beim Feuerwehrhaus. Kaffee, Kuchen und Glühwein sind ebenso beliebt, wie herzhafte Speisen. Schon beinahe Kultstatus hat die kleine beheizte Bar, in der es auch Hochprozentiges gibt.

Der Nikolaus ist auf jedem Christkindlmarkt gern gesehen.
Further Markt auf dem Schlossplatz Fotos: Archiv Christina Schweitzer