Stühlerücken in Stadtamhof: Jetzt steht der neue Pächter für das La Strada fest

Der Pächterwechsel im beliebten Regensburger Lokal La Strada soll Ende des Jahres über die Bühne gehen. Jetzt wurde bekannt, wer das Lokal übernimmt. Im Vorfeld war es zu einer Debatte gekommen, weil das Spital den Vertrag mit einer Gastronomin auslaufen ließ – auch eine Online-Petition stimmte das Spital nicht um.
Es ist ein Stühlerücken in einer der besten Gastronomie-Lagen Regensburgs: Ende des Jahres steht ein Pächterwechsel im La Strada am Brückbasar bevor. Sascha Almahmoud soll ab 1. Januar das beliebte Lokal übernehmen. Vor Wochen hatte eine Online-Petition für die bisherige Pächterin für Schlagzeilen gesorgt. Auch im Spitalcafé kommt es zu einem Wechsel – allerdings erst im Jahr 2025. Hier steht ein anderer Gastronom in den Startlöchern. Der will sich aber nicht äußern.
Spitalmeister Wolfgang Lindner: „Gut zusammengearbeitet“
Der Pächterwechsel im La Strada ist aber in trockenen Tüchern. Im Gespräch mit der MZ sagt Spitalmeister Wolfgang Lindner: „Ich arbeite mit Sascha Almahmoud in zahlreichen anderen Objekten und Projekten zusammen. Das habe ich immer als sehr professionell empfunden.“ Neben dem Spitalcafé gibt es laut Lindner mit Almahmoud beispielsweise im Club Velvet, aber auch beim Festival Zuckerbrot und Peitsche ein gutes Einvernehmen zwischen Brauerei und Gastronom. „Almahmoud ist der einzige Festival-Veranstalter in Regensburg und wir als Spital erhoffen uns Synergieeffekte“, sagt Lindner.
Weit von sich weist Lindner den immer wieder in der Debatte um den Pächterwechsel ins Spiel gebrachten Bierabsatz. Dies soll, so hieß es, der Grund dafür gewesen sein, dass das Spital den Pachtvertrag auslaufen ließ und den jetzt anstehenden Pächterwechsel herbeiführte. Spitalmeister Lindner kommentiert das so: „Es ist ein ganz normaler Vorgang, dass ein Pachtverhältnis endet.“ Lindner blickt in Sachen La Strada in die Zukunft: „Uns ist wichtig, dass es in Stadtamhof einen guten Mix aus Gastronomie auch in Zukunft gibt.“ Er spricht die Klappe an, ein sehr beliebtes Lokal, in dem gerade die Essens- und Getränkepreise für Regensburger Verhältnisse noch recht moderat sind. Dem Spital sei es wichtig, dass auch angesichts der bald steigenden Mehrwertsteuer nicht zu hohe Preise in den Lokalen in Stadtamhof aufgerufen werden, die mit dem Spital verbunden sind. „Auch die Halbe für 4,50 Euro im Spital ist sehr günstig“, findet der Brauerei-Verantwortliche.
Noch Verhandlungen über das Interieur im La Strada
Derweil versucht die bisherige Pächterin des La Strada, Banu Tekkeci, noch über das Interieur des beliebten Lokals handelseinig zu werden. Gegenüber der MZ lehnte sie jedoch jegliche Stellungnahme ab. Zahlreiche Gastronomen hatten sich in den letzten Wochen eigentlich auf die Seite der Wirtin geschlagen. Die Online-Petition erreichte immerhin mehr als 2000 Unterschriften und wurde von vielen Kollegen Tekkecis unterzeichnet. Gerichtet war sie an Spitalmeister Lindner, aber auch an die Verantwortlichen der Spitalstiftung.
Doch nachdem sich nun der Pächterwechsel abzeichnet, ist Almahmoud ganz wichtig, die Wogen rund um das La Strada zu glätten: „Ich möchte mich mit Banu an einen Tisch setzen und mit ihr darüber sprechen, wie wir den Wechsel gut über die Bühne bringen.“ Er habe großen Respekt vor dem, was sie gastronomisch geleistet hat. Deshalb sagt Almahmoud auch: „Ich möchte, dass im La Strada eigentlich alles so bleibt wie bisher – nämlich authentisch.“ Zudem wünscht sich der Gastronom, dass ihm die Mitarbeiter erhalten bleiben. „Es ist eine tolle Location, das soll auch so bleiben“, sagt der Wirt.
Spitalcafé: Weiterer Wechsel 2025
Das Spitalcafé, das bisher von Almahmoud betrieben wird, soll 2025 in neue Hände kommen. Im Gespräch sind hier die Kinder eines bekannten Gastronomen. Doch die Unruhen der vergangenen Woche um den Pächterwechsel haben ihn verschreckt – öffentlich äußern will er sich derzeit nicht.