Linkes Ufer, rechtes Ufer: Das ist für Burglengenfeld vorgesehen

Beim Hochwasserschutz für Burglengenfeld geht es nicht nur um eine Minimierung des Überschwemmungsrisikos, es geht auch um die Optik. Denn nur so ziehen die Bürger mit, wissen die Experten vom Wasserwirtschaftsamt. WWA-Leiter Rosenmüller skizziert in einer Pressemitteilung, was möglich wäre.
Auf der rechten Naabseite soll der Hochwasserschutz an der Brunnmühlstraße beginnen und als „Geländemodellierung“ entlang der Bebauung bis zur Naabgasse geführt werden. Ab der Naabgasse soll eine neue Wand entlang des Radwegs vor den Folgen eines hundertjährlichen Hochwassers schützen. Die Wand wird laut Rosenmüller bis zur Pithiviersbrücke entlang fortgesetzt. Eine Aussichtsplattform sowie Zugänge zum Gewässer mit Bootsanlegstelle böten Aufenthaltsqualität.
Mit einer Fuß- und Radwegunterführung unter der Brücke wollen die Planer die Kreuzung auf der Straße entschärfen. Der Uferpark an der Brücke soll mit Zugang zur Naab neu gestaltet werden. Ab der Wasserkraftanlage würde die Wand dann weiter entlang des Radwegs führen. Mit einer mittleren Höhe von 1,30 Meter sei der Blick aufs Wasser weiter gewährleistet. Ab dem Volksfestplatz springe die Schutzlinie zurück an die Friedhofsstraße. Eine Wand mit einem Meter Höhe führe entlang der Straße und laufe im Bereich der Mossendorfer Straße aus.
Aufenthaltsmöglichkeiten am Wasser
Auf der linken Naabseite ist im Altstadtbereich die erste Häuserzeile ab der Pithiviersbrücke betroffen. Mit einer Wand, die wasserseitig vor die bestehende Ufermauer gesetzt werden soll, könne die Promenade neu gestaltet werden, heißt es. Ein abgesetzter Weg mit Ausblick aufs Gewässer und eine Treppenanlage als Zugang zur Naab schafften Aufenthaltsmöglichkeiten am Wasser. Unterhalb der Wasserkraftanlage seien im Bereich der Kellergasse ebenfalls einige Anwesen bei Hochwasser betroffen. Aufgrund der beengten Verhältnisse soll auch hier der Schutz mit einer Wand sichergestellt werden.
Der Artikel bezieht sich auf einen längeren Bericht über die Stadtratssitzung. Lesen Sie: Hochwasserschutz für Burglengenfeld: Schön, aber auch schön teuer
Für die Binnenentwässerung sind laut WWA drei Schöpfwerke erforderlich, um das im geschützten Bereich anfallende Wasser in die Naab zu fördern. Kostenpunkt insgesamt: rund 21 Millionen Euro. Der Hochwasserschutz für See und Mossendorf sei im wahrsten Sinne des Wortes eine eigene Baustelle.
Und auch ein Kommentar ist dazu erschienen: Woher soll Burglengenfeld das Geld nehmen?
Laut Kathrin Steindl (WWA) sei als Nächstes ein Beschluss herbeizuführen, ob die Planung weitergeführt werden soll oder nicht. Dann folge im Januar eine Bürgerversammlung und dann erst werde die Vorplanung zum Abschluss gebracht. Diese sei der Regierung der Oberpfalz vorzulegen. Wenn sie damit einverstanden sei, beginne die nächste Planungsphase. Bis zur Planfeststellung sei also ein langer Weg.
Roland Wach vom Münchner Ingenieurbüro Schlegel versicherte, Behörden und Pläner hätten aus Fehlern der Vergangenheit gelernt. Man sei sehr bemüht, die Bürger mit ins Boot zu holen.