Kommentar: Woher soll Burglengenfeld das Geld für den Hochwasserschutz nehmen?

Bulmare-Kredit, Wärmenetz, Reaktivierung der Bahn, Ertüchtigung der Infrastruktur für Kinderbetreuung – ganz schön viel, was die Stadt Burglengenfeld an Verpflichtungen und Zielen hat. Der Hochwasserschutz könnte die Kommune, trotz Förderung, endgültig überfordern, meint Thomas Rieke. Hier sein Kommentar:
Bürgermeister Thomas Gesche (CSU) ist immer für eine Überraschung gut. In der jüngsten Ratssitzung ließ er mit der Aussage aufhorchen, er sei „fest davon überzeugt“, dass Burglengenfeld seinen Anteil an der Hochwasserschutzfinanzierung stemmen könne.
Bei einem Projekt im zweistelligen Millionenbereich darf das allerdings, trotz der in Aussicht gestellten Fördermittel, bezweifelt werden. Wir erinnern: Die Stadt hat heuer den Schweizer-Franken-Kredit für das Bulmare konvertiert. Sage und schreibe 30 Jahre wird es dauern, bis das neue Euro-Darlehen abgestottert ist. Ferner gibt es die Vision einer Reaktivierung der Bahnlinie nach Maxhütte-Haidhof, an der Gesche bis heute eisern festhält, obschon die Kostenschätzung explodiert ist.
Als Drittes sei an die vergleichsweise neue Idee eines Wärmenetzes erinnert, das sukzessive aufgebaut werden soll. CSU-Rat Thomas Hofmann sprach von einer der größten Investitionen, mit der es die Stadt je zu tun gehabt habe – und dürfte damit richtig liegen.
Insofern ist es wirklich ein Rätsel, woher Gesche seine Zuversicht nimmt. Im Augenblick sieht die Kassenlage eher so aus, dass es schon schwierig werden dürfte, den nächsten Kindergarten zu bauen.
Der Haupttext zum Thema trägt den Titel „Hochwasserschutz für Burglengenfeld: Schön, aber auch schön teuer“