Weiteres Teil eingehoben: Die Schwandorfer Brückenbaustelle liegt gut im Zeitplan

Von Dietmar Zwick, Johannes Hartl · 7. November 2023 um 15:00

Bei der Brückenbaustelle in Schwandorf geht es voran: Am Montag wurde der erste Teil der Behelfsbrücke eingehoben, die von der Wöhrvorstadt in die Krondorfer Straße führen soll.

In den vergangenen Tagen wurde neben dem Gasthof Baier das erste Brückenteil zusammengesetzt. Zunächst wurden am Montagvormittag die beiden Teile für den Fuß- und Radweg eingehoben. Dann ließ ein 450-Tonnen-Mobilkran das erste von drei Fahrbahnstücken einschweben. Dieses ist 52 Tonnen schwer.

Die Teile, die zwischen den beiden Brückenpfeilern liegen, werden über der Naab fertig montiert. Hier muss der Mobilkran sehr weit auslegen. Darum kommen erst die Seitenteile auf die Pfeiler, von denen jedes 9,5Tonnen wiegt. Die Stahlträger dienen später als Unterbau für die Fahrbahn und verbinden beide Seitenteile – sie werden einzeln eingehoben und über der Naab verschraubt.

Kosten von rund 20 Millionen Euro

Die Montage der ersten Behelfsbrücke, die von der Fronberger Straße in die Wöhrvorstadt führt, war bereits im Oktober gestratet. Die beiden Konstruktionen sollen den Verkehr aufnehmen, wenn die mittlere und die große Naabbrücke komplett abgerissen und neu gebaut werden. Dabei geht es um einen Bereich vom Stadtpark bis zur Krondorfer Straße.

Die Kosten von etwa 20 Millionen Euro trägt zu großen Teilen der Bund, weil die Straße bis 2016 Teil einer Bundesstraße war. Erst wenn der Neubau abgeschlossen ist, wird das Bauwerk an die Stadt übergeben. Die Große Kreisstadt ist aber an den Kosten beteiligt – vor allem deshalb, weil auf ihren Wunsch ein kombinierter Geh- und Radweg gebaut wird.

Verkehr soll im Dezember umgelegt werden

Wie berichtet, soll der Verkehr wohl im Dezember auf die Behelfsbrücken umgelegt werden. Zuvor müssen noch die Straßenanschlüsse hergestellt werden. Für diese Arbeiten ist derzeit die Krondorfer Straße von der Nürnberger Straße bis zum Richter Weg für den Verkehr gesperrt.

Was den Zeitplan angeht, ist das zuständige Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach aber zuversichtlich: „Aktuell sieht es so aus, dass der Zeitplan eingehalten wird“, sagt Pressesprecherin Claudia Willer.