Damit das Leben im Alter gelingt: Duo stellt in Lupburg über 100 praktische Alltagshelfer vor

Wer über Hilfsmittel im Alter spricht, denkt wahrscheinlich schnell an den Rollator oder einen Treppenlift. Doch oft sind es schon kleine und gar nicht so teure Helfer, die Senioren den Alltag leicht und sicherer machen können. Viele davon gibt es bei einer Veranstaltung in Lupburg zu sehen und zu testen.
„Oft sind es aber kleine, nützliche Gegenstände, die Menschen mit einer Einschränkung das Leben erleichtert“, sagt die Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Lupburg, Marianne Hauser.
Leider sei es aber so, dass die wenigsten Betroffenen wüssten, wie viele gut durchdachte und oftmals gar nicht mal teuere Lösungen es gibt, um mit alters- oder krankheitsbedingten Einschränkungen zurecht zu kommen.
Mehr als 100 gute Ideen zum Ausprobieren oder Anschauen
Deshalb hat sie für den 14. November um 14 Uhr eine Informationsveranstaltung auf der Burg Lupburg organisiert, auf der Heinz Eckert und Gerhard Fürbaß solche Ideen vorstellen. Beide sind spezialisierte, ehrenamtliche Senioren- und Wohnberater des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen und haben eine umfangreiche Palette an technischen Hilfsmitteln zusammengestellt.
„Es handelt sich dabei um Geräte, die nicht nur das Alltagsleben von älteren Menschen, sondern auch für Menschen mit Behinderungen oder pflegende Angehörige erleichtern. Gleichzeitig sorgen viele davon auch noch für mehr Sicherheit und schützen so vor schweren Unglücken“, sagt Eckert und erwähnt in diesem Zusammenhang eine automatische Herdabschaltung.
Diese sei so konzipiert, dass sich oberhalb der Kochplatten ein Sensor befindet. Der registriert, wenn der Herd überhitzt, weil vergessen wurde, ihn auszuschalten. Um ein Unglück zu verhindern, ertönt erst ein Alarmton. Wird darauf nicht reagiert, wird die Stromzufuhr zum Herd unterbunden.
Rund 100 solcher seniorengerechter technischer Hilfsmittel haben Eckert und Fürbaß in ihrem Musterkoffer dabei, wenn sie nach Lupburg kommen. Das Spektrum reicht dabei von der praktischen Eincremehilfe über das übergroße Magnet-Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel für Menschen mit Tremor oder Arthrose bis hin zum Suppenteller, der so geformt ist, dass er auf einer Seite minimal tiefer ist, damit die Suppe dort zusammenläuft.
Die kleineren Geräte können bei der Hilfsmittelpräsentationen betrachtet, in die Hand genommen und ausprobiert werden. „Auf diesen Weg können die Senioren einen Eindruck gewinnen und auch gleich unmittelbar testen, inwieweit hiermit vorhandene Einschränkungen minimiert oder bestenfalls sogar kompensiert werden können“, sagen die beiden Spezialisten.
Duo berät unabhängig von Herstellern
Großvolumige Hilfsmittel werden per Bild- und Videopräsentation vorgestellt. Zudem vermitteln Eckert und Fürbaß auch Informationen zu Beschaffung und Sicherheitshinweisen, zu Preisen sowie zu Hilfsmittel-Nummern bei der Krankenkasse und der damit verbundenen Bezuschussung. „Dabei arbeiten beide ehrenamtlich und beraten völlig unabhängig vom Anbieter“, betont Organisatorin Hauser.