Tödliche Messerattacke am BKH: Siebenjähriges Opfer wurde beigesetzt

Von Isolde Stöcker-Gietl · 6. November 2023 um 19:00

Die Regensburger Polizei sicherte am Montag die Privatsphäre der Familie, damit diese in einem geschützten Rahmen bei einem Gottesdienst von dem Jungen, der bei einem Messerangriff am Regensburger BKH getötet wurde, Abschied nehmen konnte. Unter der Traueranzeige entzünden viele Menschen Kerzen.

Kränze und Gestecke aus weißen Rosen, in denen kleine Wichtelmännchen, Engel und sogar ein Frosch sitzen. Es sind die letzten Geschenke für den siebenjährigen Jungen, der am Bezirksklinikum Regensburg erstochen wurde. Sie schmücken jetzt sein Grab auf dem Oberen Katholischen Friedhof in Regensburg.

Die Familie nahm am Montag bei einem evangelischen Gottesdienst in St. Johannes Abschied. Nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt. Dort, wo ein 14-jähriger Tatverdächtiger am Donnerstag mit einem Fleischermesser zunächst einen Lehrer der Schule für Kranke niederstach und dann in die Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie entkam. Vieles spricht dafür, dass der Siebenjährige ein Zufallsopfer war. Der im geschützten Bereich gesicherte Jugendliche hatte zuvor auf Instagram seine Tat angekündigt. Wie es ihm gelang, in die frei zugängliche Ambulanz zu gelangen, ist Gegenstand der Ermittlungen, die unter der Führung der Generalstaatsanwaltschaft München laufen. Der 14-Jährige war wegen Anschlagsplänen auf eine Schule im BKH untergebracht.

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Weil die tödliche Messerattacke bundesweit Schlagzeilen gemacht hatte, schützte am Montag Polizei die Privatsphäre der Angehörigen. Auf dem Trauerportal der Mittelbayerischen Zeitung haben viele Leser Kerzen entzündet. „Du wirst in Erinnerung bleiben. Der Bastelkönig. Dein Lachen und Toben waren ansteckend, genauso wie deine Ideen“, schrieb eine Bekannte der Familie unter die Traueranzeige. In einer anderen Beileidsbekundung heißt es: „Du warst so ein tolles, energievolles und liebes Kind. Wenn du gelacht hast, haben deine Augen so schön gestrahlt.“

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In die Kränze haben die Angehörige Federn einarbeiten lassen und auf Schleifen dem kleinen Engel eine gute Reise gewünscht. In wenigen Tagen hätte der Junge seinen achten Geburtstag gefeiert.