Hospizverein Schwandorf freut sich auf den Umzug ins Bruder-Gerhard-Haus

Der Hospizverein Stadt und Landkreis Schwandorf hat mittlerweile 75aktive Hospizbegleiter, die alle im Einsatz sind, und zwölf Trauerbegleiter, die ebenso sehr stark nachgefragt werden. Dies ging aus den Berichten bei der Jahreshauptversammlung hervor.
Auch Neuwahlen standen bei der Versammlung auf der Tagesordnung. Die bewährte Vorstandschaft wurde dabei erneut im Amt bestätigt, bei den Beisitzern und Kassenprüfern gab es Verabschiedungen und Neuerungen, wie es in einer Mitteilung des Hospizvereins heißt.
Vorsitzende Gisela Pöhler gab im Pfarrheim in Schwarzenfeld einen Rückblick auf die Aktivitäten des Vorstands im Kalenderjahr 2022. Pöhler informierte ausführlich über die Kooperation für das Projekt Bruder-Gerhard-Hospiz, das am 5. Januar 2024 feierlich eröffnet werden und am 8. Januar 2024 bereits den Betrieb aufnehmen soll.
Am 6. Januar 2024 ist ein Tag der offenen Tür geplant, an dem die Möglichkeit besteht, das Hospiz und natürlich auch die neuen Büroräume des Hospizvereins zu besichtigen. Der Umzugstermin für den Verein ist für Mitte Dezember geplant.
Verein braucht weiter Spenden für das Bruder-Gerhard-Hospiz
Fotos vom Baufortschritt und vom Raum der Stille gaben einen ersten Eindruck von der neuen Einrichtung, die laut Pöhler eine „wesentliche Lücke in der palliativen Versorgung unserer Region schließen wird“. Die Vorsitzende wies darauf hin, dass es nach wie vor wichtig und notwendig sei, die Bevölkerung für Spenden zu sensibilisieren, da der Betrieb des Hospizes nicht komplett über die gesetzlichen Kassen gesichert finanziert sei. Zwei große Benefizkonzerte in Schwandorf, einige größere Spenden von Unternehmen sowie private Spenden haben laut Pöhler hier bereits einen wichtigen Beitrag geleistet.
Zusammen mit der 2. Vorsitzenden Angela Krüger bedankte sie sich besonders bei ihrem Büroteam, ohne das ein zuverlässiger und professioneller Ablauf der ehrenamtlichen Hospiz- und Trauerbegleitung gar nicht mehr zu gewährleisten sei. Nicht nur Vorstandschaft und Büro-Team freuten sich auf den Umzug in das stationäre Hospiz und die damit verbundene neue Zusammenarbeit, auch die Hospizbegleiter seien stolz auf diesen neuen Abschnitt im Vereinsleben.
Der Bedarf an Hospiz- und Trauerbegleitern steigt an
Diese Aussage untermauerte Hospizkoordinatorin Monika Kagerer, die zusammen mit ihren Kolleginnen Michaela Koller und Claudia Hien die Koordination der gesamten Begleitungsabläufe abwickelt und die Begleiter wiederum in ihrem verantwortungsvollen Ehrenamt betreut. Die Begleitungen liefen nach der schwierigen Pandemie-Zeit inzwischen wieder ganz normal ab und die Zahlen seien mittlerweile höher als vor Corona. Es wurde ein Ausbildungskurs sowohl für Hospiz- als auch Trauerbegleiter abgehalten, um den steigenden Bedarf abdecken zu können. Supervision, kollegiale Besprechungen und externe Fortbildungen zu unterschiedlichsten Fachthemen werden regelmäßig angeboten, um den ehrenamtlichen Mitarbeitern professionelle Betreuung und Unterstützung zu bieten. Auch gemeinsame Unternehmungen zur Erholung und gemeinsames Feiern dürften nicht fehlen.
Eine wichtige Aufgabe ist auch, die Scheu vor dem Tod zu nehmen
Ein ebenso wichtiger Teil der Vereinstätigkeit sei die Aufklärung der Bevölkerung durch Vorträge, Infostände und vor allem die Letzte-Hilfe-Kurse für Erwachsene und für Kinder. Angeboten werden diese Vier-Stunden-Kurse über regionale Bildungsträger und an Schulen. Die vermittelten Inhalte nehmen laut Monika Kagerer die Scheu vor den Tabu-Themen Sterben, Tod und Trauer und zeigen auf, was jeder Einzelne in seinem Umfeld Hilfreiches bewirken kann.
Abschließend gab Gisela Pöhler einen Ausblick auf das Jahr 2024. Das 20-jährige Vereinsbestehen wird am 6. Juli 2024 ab 14 Uhr in der Spitalkirche begangen. Informationen zu allen kostenfreien Diensten des Hospizvereins, wie Hospiz- und Trauerbegleitung für Erwachsene und Kinder, monatliche Trauergruppe Trost-Raum, Letzte-Hilfe-Kurse findet man unter www.hospizverein-schwandorf.de.
Das Ergebnis der Neuwahlen
Die vierköpfige bewährte Vorstandschaft wurde im Amt erneut bestätigt: 1. Vorsitzende Gisela Pöhler, 2. Vorsitzende Angela Krüger, Schatzmeisterin Evi Reil, Schriftführerin Sybille Huber.
Als Beisitzer im Vorstand sind ausgeschieden Pater Vinzenz Schlosser, Gabi Wittleben sowie Sandra Schönitz, die weiterhin die Foto-Chronik i betreuen wird. Neu hinzugekommen als Beisitzer sind Claudia Burger, Brigitte Molch und Karin Pötzl. Doris Ruider wurde als Beisitzerin wiedergewählt. Kassenprüferin bleibt Gerda Ordon, neu gewählt wurde Rosi Pretzl für Kurt Obermeier.