Klangerlebnis der Extraklasse: Benefizkonzert für Schwandorfer Hospiz ist großer Erfolg

Von Stefan Barte · 29. Oktober 2023 um 19:00

Am Freitagabend lud das Städtepartnerschaftskomitee Schwandorf-Sokolov zu einem Benefizkonzert in das Marienmünster am Kreuzberg ein. Sechs Chöre mit 90 Künstlern aus beiden Städten boten ein musikalisches Klangerlebnis der Extraklasse.

Einmal mehr zeigte sich, dass Musik über Grenzen hinweg verbinden kann, denn alle zusammen spielten für einen guten Zweck – zu Gunsten des kurz vor der Eröffnung stehenden Schwandorfer Hospizes.

Als Hausherr Pater Francis Lawrence vom Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees, Ernst Schober, um Überlassung der Basilika gebeten wurde, habe er sofort zugestimmt, erklärte er. Solch ein Projekt stehe für ihn ganz im Sinne der Aussagen von Jesus Christus und werde mit Segen begleitet.

Bis zum letzten Platz gefüllt

Schober konnte auf ein bis zum letzten Platz gefülltes Gotteshaus blicken und wertete den großen Andrang als enge Verbundenheit sowohl zur Patenstadt Sokolov, als auch zum neuen Hospiz. Für den Träger der künftigen Einrichtung, der Johanniter-Unfall-Hilfe, ergriff Sabine Sudler das Wort. Sie erläuterte, dass die Arbeit im Hospiz eine Hilfe ohne Grenzen sei, sprich Beziehungsarbeit und ein Einlassen auf die jeweiligen Gäste bedeute. Allerdings machte sie auch klar, dass fünf Prozent der Kosten immer am Träger hängen blieben, sodass sie auf Spenden angewiesen seien. Daher danke sie sowohl der Organisation, als auch den Besuchern für ihre Hilfsbereitschaft.

Im Vorgriff auf die zu erwartende Spendensumme des Benefizkonzerts überreichte Peter Scheitinger für die Sparkassen im Landkreis Schwandorf zur Aufstockung schon einmal einen Scheck über 3000 Euro an den Hospizverein.

Münsterchor bestach mit perfekt abgestimmter Stimmreinheit

Der Moderator des Abends, Fabian Borkner, leitete zu den Musikdarbietungen über. Er umschrieb sie mit „sechs Klangkörpern“. Gleich der erste Musiker, der erst 18 Jahre alte Martin Schrader aus der Musikschule Sokolov, gab mit dem einzigen Soloauftritt des Abends mit seiner Baritonstimmlage das Niveau des Abends vor. Unter Leitung von Steffi Jehl folgte der hauseigene Münsterchor und bestach mit seinen vier Liedbeiträgen durch perfekt abgestimmte Stimmreinheit. Danach zog der Kinderchor Zvonek unter der Leitung von Andrea Placha aus Sokolov die Zuhörer in ihren Bann. Übersetzt heißt Zvonek „Glöckchen“. Die national und international mehrfach ausgezeichneten Jugendlichen bewiesen, dass sie den passenden Namen nicht umsonst tragen und gewannen mit ihren fröhlichen Liedern die Zuschauerherzen im Sturm.

Passend zum Motto des Abends, dem Herbstzauber, wählte der Sängerbund 1861 vier ruhigere Lieder aus, mit denen sie auf die Winterzeit einstimmen wollten. Mit „Tears in heaven“ oder „Weils`d a Herz hast wie a Bergwerk“ von Reinhard Fendrich, erzielten sie zielsicher die gewünschte Wirkung.

Zuhörer applaudierten lange

Danach gab der gemischte Chor junger alternativer Sänger „La Dolce Vita“ unter der Leitung von Pavel Tauer eine Kostprobe ihres Repertoires. Bei „Let it be me“ verstärkten sie sich dabei noch mit den Stimmen der „Glöckchen“ und nach dem eindrucksvollen „Halleluja“ quittierten die Zuhörer die Darbietung mit heftigem Applaus.

Zum krönenden Abschluss sorgte „Heavenbound“ mit seiner Songauswahl und der dynamischen Performance dafür, dass es die Menschen nunmehr nicht mehr ruhig auf den Kirchenbänken hielt und ab dem Song „You love it greater“ begeistert mitklatschten.

Die glockenreinen Soli, gefolgt von den Choreinlagen, sorgten für eine fröhliche Grundstimmung, mit der die Zuhörer nach Hause entlassen wurden.

Martin Schrader aus Sokolov verzauberte als Solosänger.