Freibad-Baustelle leicht im Verzug, noch herrscht aber Zuversicht, dass es im August losgeht

Von Oliver Hausladen · 30. Oktober 2023 um 19:00

Viel tut sich momentan auf Rodings größer Baustelle, doch die Generalsanierung des Freibads ist nicht mehr ganz im Zeitplan, wie Manfred Janker, Vorsitzender der Städtischen Betriebe, berichtet: Auf etwa drei Wochen schätzt er den Verzug. Noch ist er aber zuversichtlich, dass das „Platschare“ wie geplant ab August kommenden Jahres wieder genutzt werden kann, „es kommt aber auch viel auf das Wetter an“.

„Entscheidend ist, ob die Becken vor dem Winter drin sind. Dann stehen die Chancen gut, dass wir den straffen Zeitplan halten können“, erläutert Janker. Insgesamt 13,9 Millionen Euro fließen in die umfangreiche Sanierung und Attraktivierung des Rodinger Freibads.

Viel ist schon gut erkennbar

Mittlerweile ist viel schon gut erkennbar: Die Wasserbecken wurden geliefert, auch die riesigen Warmwassertanks stehen schon auf dem Areal. Ebenso hat das Technikgebäude, in dem unter anderen die großen Filteranlagen für das Wasser untergebracht sind, schon Formen angenommen. „Jeden Tag sieht es hier wieder ein bisschen anders aus“, weiß Janker, der Interessierten empfiehlt, die Webcam, die auf der Internet-Seite der Städtischen Betriebe abgerufen werden kann, zu nutzen. Auch gäbe es dort Zeitraffer-Funktionen, „da sieht man sehr gut, was schon alles passiert ist.“

Und getan hat sich bereits einiges, seit die Arbeiten am Nanzinger Weg gestartet sind. Zunächst mussten die 60 Jahre alte Wasserleitung und der Regenwasserkanal neu verlegt und erneuert wurden. Danach wurde, bis auf das Eingangsgebäude, alles rückgebaut. Doch auch das Eingangsgebäude wird verändert: Die Toiletten bleiben im Untergeschoss, sollen aber erweitert werden, da nach dem Umzug der Technik in ein eigenes Gebäude mehr Platz ist. Die Umkleiden werden künftig in der Wärmehalle untergebracht.

Struktur ist mittlerweile gut erkennbar

Mittlerweile sind die Becken und die neue Struktur des Bades gut erkennbar. Janker ist sich sicher, dass ein sehr attraktives Bad entstehen wird, und freut sich, dass die Stadt nachträglich auch eine zweite Rutsche und eine Kletterwand genehmigen konnte. Dazu werde alles auf dem neuesten Stand der Technik sein, alles andere würde bei so einem Großprojekt auch keinen Sinn machen, wie er betont.

Finanziell liegt das Vorhaben bisher im Soll, sagt Janker. Einziges Problem in diesem Bereich sei, dass oft lange keine Rechnungen der ausführenden Firmen kämen, dann aber oft mehrere fast gleichzeitig: „Das macht eine kontinuierliche Finanzierung nicht einfach.“

Die Mitarbeiter seien in den Umbau stark mit eingebunden, erläutert er. Rechzeitig bevor das „Platschare“ wieder von Besuchern genutzt werden kann, würde es entsprechende Schulungen geben, damit die Mitarbeiter auch im neuen Umfeld genau wüssten, was zu tun und worauf zu achten ist.

Hoffen auf milden Winter

Der Vorstand der Städtischen Betriebe hofft auf einen möglichst späten Winterbeginn und damit Temperaturen, die warm genug sind, damit die Arbeiten weiterlaufen können. „Ich hoffe nicht, dass wir den geplanten Eröffnungstermin verschieben müssen, allerdings liegt das nicht unbedingt in unserer Hand, etwa beim Wetter“, sagt er. Außerdem könnten auf der großen Baustelle, in der alles Hand in Hand gehen müsste, schon kleine Probleme große Auswirkungen haben.

Imposant: Einer der Warmwassertanks Fotos: Oliver Hausladen
Im Technikgebäude sind Filteranlagen für das Wasser unterbracht.