Der Teublitzer Waldkindergarten nimmt konkrete Formen an

Die Errichtung eines Waldkindergartens in der Nähe der „Holzspitze“ in Teublitz nimmt konkrete Formen an. Im Bau- und Umweltausschuss gab es dazu jetzt zahlreiche interessante Details.
Wie berichtet, hat die Stadt Ende September das Planungsbüro Haneder+Kraus aus Burglengenfeld mit der Objektplanung beauftragt. Laut Bürgermeister Thomas Beer (CSU) soll der Kindergarten im Frühjahr 2024 den Betrieb aufnehmen. Aktuell sei die 13-köpfige Gruppe übergangsweise im Mehrgenerationenhaus in Saltendorf untergebracht.
Das Projekt im Detail
Für die Errichtung des Waldkindergartens im Außenbereich ist eine Baugenehmigung erforderlich. Diese sollte sehr zeitnah eingereicht werden, um den Bau im Frühjahr realisieren zu können, hieß es. Vom Planungsbüro AHK wurden deshalb die Entwurfspläne vorgelegt, auf deren Grundlage nun die Genehmigungsplanung erstellt werden soll. Als Parkmöglichkeit für die Eltern soll der hintere Bereich des vorhandenen Parkplatzes in Nähe der Holzspitz-Kurve dienen. Von hier aus bringen die Eltern ihre Kinder zu Fuß zum Sammelpunkt. Dort soll ein zweigeteiltes Wartehäuschen in Holzbauweise errichtet werden.
Der offene Teil dient als Unterstand und ermöglicht zum Beispiel über eine Anschlagwand den Informationsaustausch. Im geschlossenen Teil des Häuschens werden Gegenstände verwahrt, welche die Gruppe üblicher Weise mit einem Bollerwagen täglich zum eigentlichen Aufenthaltsplatz zieht. Der Fußweg vom Sammelpunkt zum Aufenthaltsplatz und zurück ist bereits Bestandteil der Betreuungszeit.
Am Aufenthaltsplatz wird eine Wetterschutzhütte mit überdachter Veranda ebenfalls in Holzbauweise geplant. Diese dient dem Aufenthalt bei Regen und großer Kälte und der Lagerung von Wechselkleidung und Ausrüstungsgegenständen. Generell sollen die Kinder aber im Freien betreut werden. Die Schutzhütte soll eine Größe von 7,43 auf 5,64 Meter zuzüglich einer 2,59 Meter breiten Veranda aufweisen. Im Winter kann mit Gas geheizt werden. Eine leitungsgebundene Ver- und Entsorgung der Hütte ist nicht geplant. Als Toilette könnte eine Trenn-Toilette zum Einsatz kommen.
Kostenschätzung liegt bei 300.000 bis 400.000 Euro
Als Bedachung soll ein schräg stehendes Satteldach aus Metallbahnen die Hütte schützen. Die vorläufigen Kosten werden auf 300.000 bis 400.000 Euro beziffert, abzüglich einer Förderung.
Der Ausschuss genehmigte einstimmig die Entwurfsplanung und beauftragte die Verwaltung, zusammen mit dem Planungsbüro die Genehmigungsplanung auszuarbeiten und beim Landratsamt einzureichen.
Zum Ausbau der Münchshofener Straße berichtete Bürgermeister Beer, dass nach einigen Verzögerungen durch die „sehr kurzfristig vom Bayernwerk gewünschte Neuverlegung von Gasleitungen“ die Bauarbeiten im ersten Abschnitt nun zügig voran gingen. Die Führung von Geh- und Radweg sowie der Fahrbahn wird durch die Verlegung der Pflasterzeilen und Borde erkennbar.
Die ausführende Firma Strabag beabsichtigt am 8. und 9. November die Asphaltschicht im Fahrbahnbereich einzubauen. Ob anschließend auch gleich der Radweg asphaltiert wird, steht noch nicht fest. Zum Abschluss der Bautätigkeit 2023 sollen jedoch sämtliche Flächen ordentlich befestigt und begehbar sein.
Große Feste zwingen zu verändertem Vorgehen bei Baumaßnahmen
Beer wies aber auch darauf hin, dass es aufgrund der für nächstes Jahr geplanten Veranstaltungen zu einer Verschiebung der weiteren Maßnahmen kommt. Gründe seien das Mittelalterfest im Juli und das Bürgerfest im Stadtpark am dritten Augustwochenende.
Demnach werden die Abschnitte zwei und drei getauscht. Somit soll im Frühjahr 2024 die Arbeiten zwischen der Regensburger und der Parkstraße erfolgen. Nach dem Bürgerfest im August wird sich dann der letzte Bauabschnitt zwischen Park- und Friedrich-Ebert-Straße anschließen.
Auch diese Bauprojekte waren Thema im Ausschuss
Nachricht aus dem Landratsamt: Bürgermeister Beer gab bekannt, dass für die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit zwölf Einheiten in der Ganghoferstraße 14 das vom der Stadt Teublitz verweigerte Einvernehmen durch das Landratsamt Schwandorf nun ersetzt wurde. Die Kreisverwaltung hatte dies vor Wochen so angekündigt.
Single Wohnungen: Ein Antragsteller plant in Katzdorf, Max-Planck-Straße 16, auf zwei Parzellen ein Wohnhaus mit vier Einheiten. Dabei handelt es sich um Single Wohnungen, die 48 Quadratmeter nicht überschreiten. Für sie gibt es jeweils einen Stellplatz. Der Bauherr muss einen Spielplatz errichten oder diesen gegenüber der Stadt ablösen.