Alternativen in Abensberg sind gesucht: Kostenlose Ehrenamtsbusse im Gepräch

Das Rufbussystem Kexi hat sich in den vergangenen Monaten im Landkreis Kelheim ausgeweitet. Die Stadt Mainburg und zahlreiche kleine Orte sind dazugekommen. In Abensberg sucht man dagegen weiter nach alternativen Lösungen für den öffentlichen Nahverkehr.
Im Gespräch sind nach wie vor Taxigutscheine – aber nicht nur das.
Denn die Gutscheine würden laut Bürgermeister Bernhard Resch nicht ausreichen, um ein sinnvolles Angebot für Fahrten innerhalb Abensberg zu machen. Er denkt deshalb mittlerweile an einen Mix von verschiedenen Systemen, um insgesamt ein erfolgreiches Konzept zu entwickeln.
Noch keine Details bekannt
So kann sich der Rathauschef vorstellen, dass in Abensberg ein sogenannter Ehrenamtsbus den Betrieb aufnimmt. Das Konzept könnte so aussehen: Freiwillige steuern das Fahrzeug, so dass die Fahrten für die Fahrgäste kostenlos sein könnten. Um über Details zu sprechen, sei es derzeit noch zu früh, wie Resch auf Nachfrage betont.
Allerdings wäre es wohl das einfachste, wenn der Bus feststehende Haltestellen zu festgelegten Zeiten anfahren würde. Erste Freiwillige, die als Fahrerin oder Fahrer mitmachen würden, gebe es bereits. Resch hat bereits herausgefunden, dass es für so ein System Fördergelder vom Freistaat gibt. Pro angeschafftes Fahrzeug gebe es einmalig 30.000 Euro. Sofern das Fahrzeug barrierefrei ist, kämen noch einmal 10.000 Euro dazu. Er würde dann diese Variante bevorzugen.
Zuschuss für das Taxi in Abensberg
Nach wie vor hält Resch dazu es für eine gute Idee, Taxigutscheine zu verteilen. Er ist sich sicher, auf diese Weise zielgerichtet individuelle Bedürfnisse befriedigen zu können. Sie waren in der jüngeren Vergangenheit in der Abensberger Politik und auch im Bürgermeisterwahlkampf ein Streitpunkt. Menschen ohne Führerschein oder solche, die nicht mehr Auto fahren können, sollen demnach Gutscheine in begrenzter Zahl erhalten, um mobil zu sein. Mögliche Klientel wären beispielsweise Jugendliche oder Rentner. Allerdings würde ein einzelner Gutschein, angedacht waren ein Wert von fünf Euro, nicht die Kosten für eine durchschnittliche Taxifahrt decken.
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Das Mitfahrbankerl ist eine weitere Idee, die Resch bereits vor einiger Zeit ins Gespräch gebracht hat. Erklärt ist das ganz einfach: Am Straßenrand stehen Sitzbänke, die entsprechend ausgewiesen sind. Auf die setzt man sich, falls man eine Mitfahrgelegenheit sucht. Autofahrer, die nichts gegen Gäste im Fahrzeug haben, halten an und man kann einsteigen.
Resch betont, dass dies anderswo durchaus funktioniere. Wobei es in erster Linie eine Lösung für kleinere Ortsteile sei, wie er bereits im vorigen Jahr formuliert hat. Da kenne jeder jeden und man würde so auch nicht in ein fremdes Auto steigen.
Weitere Gespräche sind notwendig
Derzeit ist der Bürgermeister nach eigenen Worten im Gespräch mit Abensberger Stadträten, Experten aus der Verwaltung und der Verkehrsbehörde. Er geht davon aus, dass die Thematik im Frühjahr 2024 auf die Tagesordnung einer Ratssitzung in Abenberg kommen könnte.
In seinen Augen wäre bei entsprechender Beschlusslage etwa das angedachte Busangebot dann noch im selben Jahr umsetzbar. Würde man sich doch dafür entscheiden, seitens der Stadt Kexi zu installieren, gäbe es eine Vorlaufzeit von zwei Jahren. So sagt es der Bürgermeister.