Info-Center klärt alle Fragen rund um die Schwandorfer Brückenbaustelle

Die Baustelle rund um die Naabbrücken wird von den Schwandorfern aufmerksam verfolgt. Immer wieder beobachten Passanten, wie der Einbau der Behelfsbrücken vorankommt. Wer Fragen hat, der findet jetzt sogar eine offizielle Anlaufstelle. Denn das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach eröffnet eigens für das Großprojekt ein Info-Center.
Die Anlaufstelle befindet sich in der Fronberger Straße 2, in der früheren Geschäftsstelle der Mittelbayerischen Zeitung. Laut Bauoberrat Hannes Neudam, beim Staatlichen Bauamt für Brückenbau zuständig, wird der Schalter ab diesem Mittwoch immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr geöffnet sein. Zudem sind Termine zu anderen Zeiten möglich. Man wolle die Bürger so gut wie möglich informieren.
Am Schalter werde ein Mitarbeiter der Firma Habau sitzen, die den Brückenbau ausführt. Im Idealfall kann dieser kleinere Fragen bereits selbstständig klären. Wenn nicht, nimmt er die Fragen auf und gibt sie an das Staatliche Bauamt weiter. Auch aktuelle Presseartikel, Fotos und Pläne liegen in den Räumen aus. Das Info-Center sei der richtige Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Großprojekt.
Schwandorfer Info-Center ist zwei Stunden in der Woche geöffnet
Dass nur einen Tag in der Woche für zwei Stunden geöffnet ist, hält das Bauamt für ausreichend. Bei anderen Projekten habe die Erfahrung gezeigt, dass das Interesse in der Bevölkerung anfangs recht groß sei, dann aber flache es mit der Zeit etwas ab. „Mit einem Tag in der Woche kommen wir gut aus“, sagte Neudam.
Wie berichtet, ist der Neubau der beiden Naabbrücken ein Großprojekt. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf etwa 20 Millionen Euro. Dabei werden die große und mittlere Naabbrücke abgebrochen und neu gebaut – also der Bereich vom Stadtpark bis zur Krondorfer Straße. Der offizielle Bauherr ist die Stadt Schwandorf. Doch weil die Naabbrücken bis 2016 eine Bundesstraße waren, kümmert sich das Staatliche Bauamt noch um das Projekt. Die Kosten trägt zu großen Teilen der Bund, bevor die neuen Brücken komplett an die Stadt übergeben werden.
Nach gut fünf Wochen, in denen vorbereitende Arbeiten liefen, startete am 4. Oktober der Einhub der Behelfsbrücken, die den Verkehr aufnehmen sollen. Sie führen von der Fronberger Straße, nahe der Spitalkirche, über die Wöhrvorstadt. Von dort geht es weiter bis zu einem Grundstück neben dem Gasthof Baier, wo der zweite Abschnitt bis in die Krondorfer Straße führt.
Krondorfer Straße ist derzeit gesperrt
Seit Montag ist deshalb auch die Krondorfer Straße gesperrt – zwischen der Nürnberger Straße und dem Richter Weg. Das ist unter anderem nötig, um die Straßenanschlüsse herzustellen. Auch die Behelfsbrücke auf diesem Abschnitt wird demnächst eingehoben. Wann die Straße wieder freigegeben wird, ist noch offen. „In Tagen zu sprechen, ist immer etwas unseriös“, sagte Neudam. Aber die Sperre solle „so kurz wie möglich“ sein. Im Laufe des Dezembers soll der Verkehr komplett auf die beiden Behelfsbrücken umgelegt werden.
Die Arbeiten liegen bisher gut im Zeitplan. Die Umlegung des Verkehrs kann wohl sogar einen Monat früher erfolgen als ursprünglich geplant. Neudam hob die Arbeit der österreichischen Firma Habau hervor, die „sehr leistungsfähig“ sei. Auch Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) zeigte sich „begeistert und beeindruckt“ von den Arbeiten und dem Baufortschritt.
