Schlechte Nachricht für Verbraucher: Wasserpreis in Abensberg droht sich zu verdoppeln

Für alle Abensberger, die über die Stadtwerke ihr Wasser beziehen, sind das schlechte Nachrichten: Ab 2024 steigt der Wasserpreis aller Voraussicht nach so deutlich, dass er sich fast verdoppelt.
Der Werkausschuss sah keine andere Möglichkeit, als diese deutliche Anhebung zu befürworten. Das letzte Wort hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 26. Oktober ab 19.30 Uhr im Rathaus. „Es ist ein schwieriges Thema“, leitete Bürgermeister Bernhard Resch (Landwähler Offenstetten) die Sitzung des Gremiums ein. Nachdem man 2019, als letztmals über den Preis entschieden wurde, deutlich abgesenkt habe, müsse man jetzt das Gegenteil tun. Konkret soll der Kubikmeter Wasser ab 2024 1,83 Euro kosten statt 0,99 wie bisher.
2019 gab es eine Sondersituation
Es gebe keine andere Möglichkeit, wie Resch und der Finanzverwalter der Stadtwerke Heribert Eichstädter erläuterten. Nachdem im Kalkulationszeitraum vor 2019 die Einnahmen die Ausgaben überschritten hatten, musste seinerzeit der Preis abgesenkt werden – von eigentlich 1,3 Euro auf eben 99 Cent pro Kubikmeter. Der Preis richtet sich laut Eichstädter laut Gesetzgebung nach dem Wirtschaftsergebnis des vorigen Kalkulationszeitraums und den in der Zukunft zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben.
Und das sehe derzeit eben so aus: Die laufenden Kosten steigen nach seinen Worten sehr an. Waren es für den Kalkulationszeitraum 2015 bis 2019 noch 850.000 Euro, erwartet er bis 2027 hier 1,37 Millionen Euro. Auf Nachfrage von Ulrich Glamsch (CSU) berichtete Eichstädter, dass sich beispielsweise die Benzinkosten verdoppelt hätten.
Millionenschwere Investition in Abensberg
Dazu würden sich mehrere Sanierungsmaßnahmen ankündigen. Allein Arbeiten bei der Jahnstraße bezifferte er auf rund eine Million Euro – insgesamt nannte Eichstädter einen Betrag von deutlich mehr als einer Million Euro. Glamsch fragte nach, ob es denn sicher sei, dass alle geplanten Investitionen durchgeführt werden. Er erinnerte dabei an Fälle im städtischen Haushalt, bei denen angedachte Kosten dann doch nicht kamen.
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Eichstädter geht davon aus, dass alles so wie geplant durchgeführt wird. Sollte doch nicht alles gemacht werden und dadurch weniger Kosten entstehen, würde sich das laut Resch auf die nächste Preiskalkulation auswirken. Sprich, der Preis sinke dann ab 2028 wieder.
Richard Zieglmeier (Grüne) regte an, darüber nachzudenken, den derzeit vierjährigen Kalkulationszeitraum zu überdenken. „Bei vier Jahren kann man nicht so fein justieren als bei zwei Jahren“, stellte er fest. Resch räumte ein, dass dies so sein könnte. Allerdings verwies Eichstädter darauf, dass es im jetzigen Fall nichts helfen würde – im Gegenteil.
Erst einmal vier Jahre
Würde man jetzt nur für die kommenden zwei Jahre kalkulieren, hieße das: Der Wasserpreis würde noch deutlicher ansteigen, weil man nur zwei Jahre Zeit hätte, das aufgelaufene Minus auszugleichen. Das Gremium einigte sich aber darauf, sich diese Möglichkeiten offenzuhalten für eine Zeit, in der die Rahmenbedingungen anders sind als jetzt.
Bei seiner jetzigen Kalkulation geht Eichstädter von einem Gesamtwasserverbrauch von 710.000 Kubikmeter aus. Laut seinen Worten komme es derzeit Deutschland weit vor, dass die Preise so deutlich ansteigen.