Vandalismus in Kelheim: Öffentliche Pissoirs am Niederdörfl liegen in Scherben

Schon wieder haben unbekannte Täter in Kelheim zugeschlagen. Dieses mal beschädigten sie die Pissoirs der öffentlichen Toilettenanlage am Niederdörfl. Jetzt zieht die Stadt auch dort eine Videoüberwachung in Erwägung.
Auf der Internetplattform Facebook veröffentlichte die Stadt Kelheim am Dienstag ein Foto, das die Überreste der Tat zeigt: Große und kleine Scherben liegen verstreut auf dem Fußboden im Inneren der Toilettenanlage. Die Scherben stammen aus den drei Pissoirs, die links zertrümmert an der Wand hängen.
Der Vandalismusvorfall habe sich vermutlich in der Nacht von Samstag, 14. Oktober, auf Sonntag, 15. Oktober, ereignet, sagt Fabian Gruner, Leiter für Angelegenheiten der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bei der Stadt Kelheim, auf Nachfrage unserer Zeitung. Am Sonntagmittag sei es einem Bürger aufgefallen, woraufhin er die Stadt Kelheim über die Beschädigungen informierte.
Nachdem erst vor Kurzem die Überwachung der Toilettenanlage am Pflegerspitz mit Videokameras vom Hauptausschuss beschlossen wurde, zieht die Stadt nun in Erwägung, auch das WC am Niederdörfl zu überwachen. „Wir überlegen natürlich jetzt schon, ob wir da was machen. Die Schäden sind schon massiv. Es müssen die Rahmenbedingungen festgelegt werden, aber wir versuchen es auf alle Fälle“, sagt Gruner.
Das sieht ein Facebook-Nutzer genau so. Unter dem Facebook-Beitrag der Stadt Kelheim kommentiert er: „Hilft nichts... Videoüberwachung notwendig... leider laufen immer mehr Vollpfosten rum...“. Darauf antwortete Kelheims Bürgermeister Christian Schweiger: „Am Pflegerspitz haben wir diese bereits beschlossen und ich werde dafür sorgen, dass wir hier am Niederdörfl nachziehen. Ich bin zwar kein Fan von Überwachung, aber angesichts solch massiver und gewaltsamer Beschädigungen sehe ich keine andere Möglichkeit.“
Viele Bürger vertreten seine Meinung
Mit dieser Meinung ist das Stadtoberhaupt nicht alleine, wie die „Gefällt mir“-Angaben auf Schweigers Äußerung sowie weitere Kommentare von Nutzern unter dem Beitrag zeigen.
Kameras und Videoüberwachung könnten dabei helfen, die Täter ausfindig zu machen. Aktuell gebe es für den Vandalismusvorfall am Niederdörfl „keine Ermittlungsansätze“, teilt die Polizeiinspektion Kelheim auf Nachfrage mit. Die Chance, die Schadensverursacher festzustellen, gehe gegen Null.
Eine Überwachung des WC-Gebäudes sei laut Polizei aber kein Problem, da es sich um das Eigentum der Stadt handle. Die Stadt als Hausherr dürfe die Anlage somit jederzeit mit Kameras überwachen, ohne dass die Polizei davon in Kenntnis gesetzt wird.
Vorfälle wie dieser kämen in den öffentlichen Toilettenanlagen der Stadt Kelheim regelmäßig vor. „Es gibt immer wieder Beschädigungen“, sagt Fabian Gruner. Wegen Reparaturarbeiten bleibt das Männer-WC voraussichtlich bis Ende Oktober geschlossen. Der entstandene Schaden könne derzeit noch nicht beziffert werden.
