Bayerns bester Juniorpilot heißt Max Bernhardt und fliegt in Hienheim

Von Mittelbayerische Zeitung · 19. Oktober 2023 um 11:00

Großer Erfolg für einen jungen Kelheimer Flieger beim bayerischen Jugendvergleichsfliegen im Segelflug, das in diesem Jahr in Bamberg stattfand: Mit unter den 22 Qualifizierten war der 20-jährige Max Bernhardt vom Kelheimer Flugsportverein (FSV), der es am Ende ganz nach oben auf das Treppchen schaffte.

Teilnahmeberechtigt waren laut dem FSV-Fluglehrer Robert Lehner Flugschüler und junge Scheininhaber unter 22 Jahren, die sich in einem der drei Regionalentscheide qualifizieren konnten. Max Bernhardt gelang dies, indem er Anfang September das Ostbayerische Vergleichsfliegen in Pfarrkirchen gewann. Dort setzte er sich mit seinem Lieblingsflugzeug – einer Ka6 – bei optimalen Flugbedingungen durch. Zusammen mit dem zweiten Teilnehmer Kilian Eibl wurde auch die Teamwertung souverän entschieden.

Mit dem Sieg im Rücken

Mit dem Sieg im Rücken ging es dann Anfang Oktober nach Bamberg. Dort trafen Max Bernhardt und die Gruppe aus Südostbayern erstmals auf die Konkurrenz aus den Regionalentscheiden Franken und Südwestbayern.

In drei Flugdurchgängen und einem Theorietest am Abend sollte der beste Juniorpilot oder die beste Juniorpilotin aus Bayern ermittelt werden. Bewertet wurden neben Start und Ziellandung auch jeweils spezielle Flugübungen wie etwa Rollübungen, Kreiswechsel mit vorgegebener Querlage oder hochgezogene Fahrtkurven.

Dies sind laut FSV-Fluglehrer Robert Lehner alles Übungen, die jeder Flugschüler beherrschen muss, bevor er zur Prüfung zugelassen wird. Da die Aufgaben also in den jeweiligen Ausbildungsvereinen häufig geübt werden, kam es beim Vergleichsfliegen auf exakte Ausführung und punktgenaue Landungen an.

Beides gelang Max Bernhardt auch in Bamberg hervorragend. Vor der theoretischen Prüfung zu fluggeschichtlichen, technischen und sicherheitsrelevanten Fragen am Abend wurde der junge Scheininhaber, der erst letztes Jahr seine Segelflugprüfung bestanden hat, zum engeren Favoritenkreis gezählt.

Am nächsten Tag bei der Siegerehrung stand dann fest: Max Bernhardt konnte mit 204 Punkten und sagenhaften elf Punkten Vorsprung den bayerischen Vergleich für sich entscheiden und darf nun nächstes Jahr als einer von drei Piloten aus Bayern beim deutschen Jugendvergleichsfliegen antreten. „Eine sehr starke Leistung“, kommentiert Fluglehrer Robert Lehner.

Neben dem sportlichen Wettbewerb geht es bei den Jugendvergleichsfliegen auch um den Austausch zwischen jungen, flugbegeisterten Nachwuchspiloten. Am Abend am Lagerfeuer wurden Kontakte geknüpft und gemeinsame Aktionen für die nächste Flugsaison geplant.

Nächste Generation ist da

Dabei steht die nächste Generation der Jungpiloten im FSV Kelheim schon in den Startlöchern. Mit sechs jugendlichen und vier erwachsenen Flugschülern im Verein war ausbildungstechnisch dieses Jahr einiges geboten. „Dabei stechen vor allem die ersten Alleinflüge von Georgia und Ingo heraus. Beide konnten sich im Laufe der Saison frei fliegen und sind jetzt bereit für den letzten Ausbildungsabschnitt“, berichtet Robert Lehner.

Für die restlichen Schüler steht nach dem Saisonende Ende Oktober der Theorieunterricht an. Dabei lernt man wichtige Dinge über Wetter, Technik oder auch menschliches Leistungsvermögen. Wer sich über das Hobby Segelflug informieren oder einfach mal reinschnuppern will, kann sich gerne – unabhängig vom Alter – per E-Mail jugend@fsv-kelheim.de melden, sagt FSV-Fluglehrer Robert Lehner.

Die Siegerehrung der besten Jungpiloten mit Max Bernhardt ganz oben Foto: Martin Radler