Nach der Schließung: Wie geht es mit der Kostbar in Schwandorf weiter?

Von Johannes Hartl · 11. Oktober 2023 um 11:00

Es war ein Paukenschlag in Schwandorf: Nur wenige Monate vor dem 20. Jubiläum im Oktober hat die Kostbar ihre Türen geschlossen – wegen Personalmangels. Ende Mai lief der Pachtvertrag aus. Wie geht es nun weiter mit der Immobilie in bester Lage?

Dem Pächter Marcel Goldstein war die Entscheidung damals sichtlich schwergefallen – zumal die Selbstständigkeit immer sein Traum gewesen sei. Aber ihm sei keine andere Wahl geblieben. „Wir bekommen einfach keine Mitarbeiter für unser Team, obwohl wir im Grunde sehr familienfreundliche Arbeitszeiten haben“, hatte er der Mittelbayerischen im Mai gesagt. Unter anderem hätten zuletzt zwei Service-Kräfte sowie ein Koch aufgehört.

Goldstein hat die Kostbar erst im Januar 2022 als Pächter übernommen. Zuvor hatte der 36-jährige gelernte Hotelfachmann bereits unter seiner Vorgängerin Sabrina Übler im Restaurant gearbeitet, unter anderem als Kellner.

Sparkasse führte bereits Gespräche mit Interessenten

Seit Anfang Juni steht die Immobilie in der Bahnhofstraße jetzt also leer. Die Sparkasse Schwandorf hat als Verpächter inzwischen bereits „zahlreiche Gespräche mit Interessenten“ geführt, um einen Nachfolger zu finden, sagt Michael Licha, der bei der Bank den Bereich Unternehmensentwicklung leitet. „Jedoch stellt sich die Personalsituation im Gastronomiebereich derzeit als nicht ganz trivial heraus.“

Aktuell befinde man sich „noch mit weiteren Interessenten im Gespräch“, teilt Licha mit. Dabei sei es der Sparkasse „wichtig, dass das Konzept stimmig ist und der Innenhof belebt wird“. Die Kostbar selbst liegt unweit des Bahnhofs, direkt hinter dem Sparkassen-Gebäude, auf einem Innenhof zwischen der Bahnhofs- und der Paststraße.

Einen Plan, die Immobilie anders zu nutzen, gebe es derzeit nicht. „Unser Ziel ist es natürlich, die Kostbar wieder als Gastronomie zu verpachten“, stellt Licha auf Anfrage der Mittelbayerischen klar. Auch vor dem Hintergrund, dass noch Gespräche mit Interessenten laufen, seien bisher keine Alternativoptionen ins Auge gefasst worden.