Er hat mehr als 20 Jahre in Haselbach gewirkt: Pfarrer Andreas Renner ist tot

Die katholische Pfarrei St. Jakob trauert um Ruhestandspfarrer Andreas Renner. Der Bischöflich Geistliche Rat (BGR) ist am Montagabend im Alter von 93 Jahren nach einwöchigem Aufenthalt im Klinikum St. Marien in Amberg verstorben.
Seit dem Jahr 2000 hatte Renner als Ruhestandspriester vor allem in der Expositur St. Peter und St. Paul in Haselbach gewirkt. Bemerkenswert: Noch nie zuvor war in der über 650-jährigen Geschichte der örtlichen Kirche ein Seelsorger dort derart lange im Einsatz. Renner entlastete durch seinen Dienst auch den Schwandorfer Stadtpfarrer Christian Kalis. Den Gläubigen und den Vereinen vor Ort war er „ein vertrauter und hochgeschätzter Ansprechpartner“, heißt es dazu auf der Internetseite der Stadtpfarrei.
Renner wurde am 30. August 1930 in Grafenwöhr geboren. Am 29. Juni 1958 wurde er in Regensburg zum Priester geweiht. Es folgten Kaplansjahre in Vohenstrauß (1958 bis 1964) und in Herz Jesu Schwandorf (1964 bis 1970). Ab 1970 war Renner 30 Jahre lang Pfarrer von Waldthurn im Landkreis Neustadt an der Waldnaab.
Pfarrei setzt einen Bus zur Beerdigung ein
Nun müssen die Gläubigen Abschied nehmen von ihrem langjährigen Wegbegleiter. Am morgigen Freitag ist um 17 Uhr auf dem Friedhof in Haselbach Aussegnung. Ein Rosenkranzgebet und ein Trauergottesdienst in der Kirche St. Peter und St. Paul schließen sich an. Das Requiem mit anschließender Beerdigung findet dann am kommenden Samstag um 10Uhr in Waldthurn statt. Zur Hin- und Rückfahrt steht um 8.30 Uhr ein Bus an der Kirche in Haselbach bereit, teilt dazu die Pfarrei St. Jakob mit. Eine Anmeldeliste liegt in der Kirche auf.
Stadtpfarrer Christian Kalis würdigte in einer ersten Reaktion die Dienste Renners: „Ich habe ihn trotz seines hohen Alters als sehr frischen Seelsorger kennengelernt. Er war auf Höhe der Zeit bei den Menschen.“ Der Verstorbene sei sehr bescheiden und unaufdringlich gewesen. „Und er war ein guter Zuhörer“, erinnerte Kalis.
Am 24. September hielt Renner noch eine Messe
Der Haselbacher Kirchenpfleger Alfred Merl hob auf Anfrage der MZ ebenfalls die Verdienste des Verstorbenen in den Vordergrund. Während seiner 23 Jahre in Haselbach habe Andreas Renner so gut wie keine Vertretung gebraucht. „Auf ihn war Verlass. Sein Platz war bei den Gläubigen, in der Kirche, am Altar, an dem er noch am 24.September die Eucharistie feierte“, sagte Merl.
Pfarrer Renner habe stets am gesellschaftlichen Leben mitgewirkt, den Senioren sei er „ein Ankerpunkt“ gewesen. In Haselbach werde man Renner in guter Erinnerung behalten – „als außergewöhnlichen Menschen und Priester“.