Die Bilanz der Regensburger Baureferentin: 18.000 Wohnungen und Bäume am Dom

Der Regensburger Stadtrat verabschiedete Christine Schimpfermann nach 18 Jahren. Was ihre Bilanz angeht, ist sie sich einig mit der OB: Regensburg sei „urbaner und grüner“.
Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann geht. Am 4. Oktober, 18 Jahre nach ihrem ersten Tag, ist ihr letzter in diesem Amt. Der Stadtrat verabschiedete die Chefin des zweitgrößten Referats der Stadt nach dem Bildungsbereich in seiner September-Sitzung am Donnerstag: mit Blumen, Kupferstich vom Welterbe und der Botschaft, dass sie Regensburg „nachhaltig bereichert“ habe, so Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD).
Die OB würdigte die 61-Jährige mit den Worten: „Sie hat unermüdlich für das Wohl unserer Stadt gearbeitet. Sie hat zahlreiche Projekte initiiert und begleitet, die Regensburg zu dem gemacht haben, was es heute ist: eine blühende, eine dynamische Stadt und vor allem eine lebenswerte Stadt.“ In Schimpfermanns Amtszeit seien rund 18.000 Wohnungen entstanden, die 40-Prozent-Quote für geförderten Wohnungsbau in Baugebieten sei mittlerweile „fast selbstverständlich“. Dennoch sei die Stadt grüner geworden, auch im Zentrum. Die Altstadt habe sich im Zuge von Sanierungsprojekten, darunter auch die Sanierung der Steinernen Brücke, und als Weltkulturerbe zum „zentralen Begegnungsraum unserer Stadtgesellschaft“ entwickelt. Die Verkehrswende sei eingeleitet, der Hochwasserschutz gewachsen, zahlreiche städtische Gebäude und Verkehrswege seien gebaut und saniert worden. „Sie haben auch in Krisenzeiten die Kontrolle nicht verloren“, würdigte die OB Schimpfermann, und nannte Finanzkrise, Corona-Pandemie, Flüchtlingskrise und Ukraine-Krieg. „Stärke haben Sie auch bewiesen als erste Referentin der Stadt Regensburg“, sagte Maltz-Schwarzfischer, die Schimpfermann „ein Vorbild für Frauen in Führungspositionen“ nannte.
Die Referentin wäre gern geblieben, doch die Koalition sprach sich für die Wahl eines Nachfolgers aus. Ihr Blick zurück war davon ungetrübt. „Regensburg ist urbaner geworden, aber auch grüner“, bekräftigte sie. Sie zählte zur Bilanz ihres Referats neben früher undenkbaren drei Bäumen am Dom allein 100 Hochbau-Projekte, etwa Schulen, Kitas, Verwaltungs- und Kulturhäuser.