Lehrer, Schulleiter und Mentor: Günter Habel feiert am Mittwoch seinen 70. Geburtstag

Der Ginkgo ist in verschiedenen Kulturen ein Symbol für Beständigkeit, Stärke und ein erfülltes Leben. Es ist daher kein Zufall, dass im Garten von Günter Habel dieser Zierbaum mit den typisch fächerförmigen Blättern steht.
Die Pflanze wurde ihm bei der Verabschiedung in den Ruhestand von seinen Schülern als Ausdruck ihrer Wertschätzung für seine langjährige Hingabe als Lehrer und Mentor überreicht. Ähnlich wie sie im Laufe der Zeit wächst und reift, hat auch der ehemalige Schulleiter des Robert-Schuman-Gymnasiums eine Fülle an Erfahrung und Weisheit gesammelt.
Pädagoge mit Leib und Seele
Wenn Habel, der heute seinen 70. Geburtstag feiert, neben diesem Lebensbaum steht, versprüht er die Aura der Zufriedenheit und des Glücks. Er erzählt von den vielen Erinnerungen und Erkenntnissen, die er in all den Jahren im Bildungswesen gesammelt hat. Er spricht von den Schülern, die er inspirieren konnte, den Eltern, zu denen er stets gute Kontakte pflegte, und den bereichernden Fahrten, bei denen er die Kinder und Jugendlichen von einer anderen Seite kennenlernen durfte.
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Habel begann seine beeindruckende Karriere am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium und unterrichtete dort 29 Jahre lang die Fächer Chemie und Biologie. Er war ein Pädagoge mit Leib und Seele. Die Schule war für ihn stets mehr als nur ein Arbeitsplatz – sie war sein zweites Zuhause. Er zeigte seine Leidenschaft für das Lehren und die Förderung junger Menschen in jeder Unterrichtsstunde. Der unermüdliche Einsatz als Verbindungslehrer fand bei den Schützlingen große Anerkennung.
Als sich für ihn aber die Gelegenheit bot, die Stelle des Schulleiters am Nachbargymnasium zu besetzen, ergriff er die Chance. Er übernahm das Amt und prägte das RSG mit viel Weitsicht und großem Engagement. Während dieser Zeit erlebte er viele Momente, die sein Herz berührten. Gerne denkt er an die Theateraufführungen und Konzerte zurück, bei denen Schüler mit den vielfältigsten Talenten auf der Bühne strahlten und zu Persönlichkeiten heranreiften. Die Abiturfeiern waren stets der krönende Abschluss einer gemeinsamen Reise, auf der viele nicht nur herausragende Leistungen erbrachten, sondern auch durch ihre unermüdliche Begeisterung und ihre Ausdauer glänzten. Doch was am meisten beeindruckte, war das breite soziale Engagement der Schüler. Wie sie sich für ihre Mitmenschen einsetzten und Verantwortung für die Gemeinschaft übernahmen, bewegt Habel noch heute.
Ein lebensfroher Optimist
Sein lockerer und schwungvoller Umgang mit den Leuten ist nach wie vor ansteckend. Er sagt, dass er schon immer ein Optimist gewesen sei, der in allen Situationen das Positive sehe, ohne die Dinge schönzureden. Diese Lockerheit und Lebensfreude möchte er auch an andere weitergeben.
„Ein Lächeln kann Wunder bewirken“, verrät er und gibt damit zugleich sein Lebensmotto preis. Mit einem Schmunzeln im Gesicht blickt er auch in die Zukunft, denn seinen Ruhestand genießt er mittlerweile in vollen Zügen. Er verspürt keine Sehnsucht nach den Paragrafen und den Schreibkram, aber er vermisst die zwischenmenschlichen Begegnungen aus dem schulischen Umfeld. Die Freiheit und Flexibilität, die ihm dieser Lebensabschnitt bietet, sind für ihn dennoch unbezahlbar. „Der Herrgott hat es immer gut mit mir gemeint“, findet Habel, denn er ist dankbar, für alles, was ihm gegeben wurde.
Er hatte seiner Meinung nach in seinem Leben immer Glück, sei es, weil er in einem behüteten Elternhaus aufwuchs, mit seiner Christine die richtige Ehefrau fand und den für sich passenden Beruf wählte. Seine Familie mit den drei Kindern Matthias, Christoph und Johanna ist ein tragendes Element in seinem Leben. Die beiden Enkeltöchter Jasmin und Isabella bereichern seinen Alltag zusätzlich.
Habel wünscht sich anlässlich seines Jubeltags lediglich einen ruhigen und zufriedenen Lebensabend in Harmonie. Der Gingko neben dem Wohnhaus erinnert ihn schließlich täglich daran, dass das Leben auch im Alter blüht und gedeiht. Ihm bereitet es Freude, die Natur auf dem Fahrrad zu erkunden. Zudem steht sein Campingwagen für spontane Ausflüge bereit. Er liebt es, damit wegzufahren. Jedoch kehrt er immer wieder gerne zurück. Über kurz oder lang möchte er noch nach Kanada und Skandinavien reisen. Durch seine ehrenamtliche Arbeit bei der Tafel, wo er sich für Menschen in Not einsetzt, zeigt er außerdem sein soziales Engagement. Zu seinem heutigen Geburtstag öffnet Habel seine Tür für alle Gratulanten. Am Wochenende wird dann im Kreis seiner Familie gefeiert.