39. ChamlandSchau: Knapp 50.000 Besucher zum Abschied von Messe-Chef Zenk

Von David Salimi · 19. September 2023 um 19:00

Die 39. ChamlandSchau ist Geschichte. Wie die Jahre zuvor zog es am vergangenen Wochenende tausende von Menschen in die Kreisstadt, um bei der größten Verbraucherausstellung des ostbayerischen Grenzraums dabei zu sein. Nach vier Tagen blickt Veranstalter Fritz Zenk auf seine letzte ChamlandSchau zurück, bevor er sich nach 41 Jahren aus dem Messegeschäft zurückzieht.

Jedenfalls die Zahlen sprechen laut Zenk für sich: Knapp 50.000 Besucher haben in diesem Jahr die Messe besucht und damit deutlich mehr als im Vorjahr. Dementsprechend positiv fällt auch sein Fazit aus. Auffallend sei das Interesse der Bevölkerung vor allem am Sonntag gewesen. „Zwischen 10 und 15 Uhr war die Halle permanent überfüllt“, berichtet er. Grund dafür sei zweifelsohne auch der Besuch von Landtagspräsidentin Ilse Aigner gewesen, die zum politischen Frühschoppen nach Cham angereist war.

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Ebenso gut angenommen wurde wieder der Berufsinformationstag am Montagvormittag, bei dem neben den ausstellenden Betrieben weitere 15 Firmen zusätzlich vor Ort waren, um etwa tausend Schüler aus dem Landkreis über Praktikums- und Ausbildungsangebote informierten.

Graue Wolken zum Schluss

Erleichtert ist Zenk vor allem darüber, das dieses Mal auch der Wettergott mitgespielt hat. An nahezu allen Messetagen konnten die Besucher bei angenehm spätsommerlichen Temperaturen ihre Runden auf dem Gelände drehen. Gerade noch rechtzeitig bevor am späten Montagnachmittag dunkle Wolken über dem Chamer Osten aufgezogen sind, wurde mit den Aufräumarbeiten am Gelände begonnen.

Grund zur Zufriedenheit geben Zenk aber nicht nur die Wetterbedingungen und Besucherzahlen. Neben einem Andrang an Besuchern konnte sich der Messe-Chef auch über eine verstärkte Nachfrage an Ausstellern in diesem Jahr freuen. „Das Gelände war bis auf den letzten Meter ausgebucht“, berichtet er stolz. Teilgenommen haben in diesem Jahr insgesamt 135 Firmen, darunter 25 neue Aussteller. Besonders erfreulich für den Messe-Chef und sein Team: In einer internen Umfrage unter den Schaustellern haben diese einstimmig ihre Zufriedenheit mit dem Ablauf und den Bedingungen der diesjährigen Messe zum Ausdruck gebracht. „Für uns ist das ein Zeichen, das alles gepasst hat“, so Zenk.

Diesen Standard möchte auch Jim-Patrick Müller als neuer Organisator weiterführen. Der 34-Jährige ist als Projektleiter für die Firma Pro Vi aus Traitsching tätig, die künftig die wirtschaftliche Verantwortung für die drei Chamer Messen – ChamlandCareer, ChamlandBau und ChamlandSchau inklusive ChamlandVital – übernimmt.

Um den Regiewechsel möglichst fließend über die Bühne zu bringen, hat er seinem Vorgänger bereits bei den letzten Messen assistiert, wie er erzählt. „Dadurch habe ich mir nicht nur das notwendige ChamlandSchau-Feeling angeeignet, sondern in den letzten zwei Jahren auch viel für die künftige Organisation der Messen gelernt“, ist Müller zuversichtlich.

Hilfe im Hintergrund

Das wiederum beruhigt Fritz Zenk, der die ChamlandSchau nach seinem Rückzug in guten Händen weiß: „Ich bin mir sicher, dass die Messe in einem sehr guten Rahmen weiterbestehen wird“. Komplett zu Ende ist die Ära Zenk deswegen jedoch nicht. Nach 39 ChamlandSchauen wird der Pemflinger seinem jungen Nachfolger auch weiterhin mit seiner Erfahrung im Hintergrund zur Seite stehen – spätestens bei der Karrierefachmesse ChamlandCarrier im November in der Chamer Stadthalle.

Knapp 50000 Besucher nutzten am Wochenende die spätsommerlichen Temperaturen, um die 39. ChamlandSchau zu besuchen. Foto: Ferdinand Schönberger