Die 39. ChamlandSchau ist eröffnet: Für Messechef Fritz Zenk gab es viel Lob

Von Claudia Peinelt · 15. September 2023 um 18:30

Wie jedes Jahr freute sich Landrat Franz Löffler auf einen Mozzarella-Tomaten-Spieß am Stand von Goldsteig Cham. Mit einer gekühlten Rhaner-Halbe stießen die ChamlandSchau-Verantwortlichen Fritz Zenk und Jim-Patrick Müller an, und ein Gummibärchenpäckchen gab es für den Mann im blauen Anzug.

Am Freitagmorgen spielten die Weißblau-Königstreuen zünftig im Festzelt auf. Die Ehrengäste trudelten langsam ein, und Messeleiter Zenk begrüßte die Ehrengäste. Er bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen hatten, dass auch in diesem Jahr die ChamlandSchau stattfinden kann.

„Professionelle Arbeit“

Während die Gäste im Zelt ihre Weißwürste mit Brezen genossen, übergab Zenk das Wort an Alois Plößl, den Vizepräsidenten der IHK Regensburg. Dieser bedankte sich bei Zenk für dessen „professionelle Arbeit“.

„Nach fast einem Jahrzehnt Hochkonjunktur, das der ostbayerischen Wirtschaft zahlreiche Rekordjahre und große Wachstumserfolge bescherte, befinden wir uns aktuell in einem deutlich schwierigeren Umfeld“, so Plößl. Deutschland stecke in einer Rezession, die Inflation halte sich hartnäckig. Man habe es mit den höchsten Energiekosten weltweit und mit den höchsten Steuern und Lohnzusatzkosten in Europa zu tun.

Doch trotz schwieriger Rahmenbedingungen könnten sich die Industrieunternehmen noch gut behaupten. Das verarbeitende Gewerbe im Landkreis habe im ersten Halbjahr sogar ein Plus von 15 Prozent verzeichnet, der Exportanteil sei im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent gestiegen. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust, und die Fachkräftenachfrage ist nach wie vor hoch“, so Plößl. Dennoch dürfe man sich nichts vormachen, denn die Wirtschaft kämpfe mit schwierigen Zeiten, so der Redner.

Stolz auf Campus Cham

„Ich betreibe hier keinen Wahlkampf, aber was g’sagt g’hört, g’hört einfach mal g’sagt“, begann Landrat Franz Löffller sein Grußwort. „Natürlich müssen wir uns mit der Energie umstellen.“ Die Energie sei knapp und vor allem im Wettbewerb zu teuer. „Die große Bilanz hilft mir nichts, wenn man sagt, wir haben im letzten Winter doch genug Energie gehabt und konnten sogar welche exportieren.“

Es seien jedoch viele Indu-strieunternehmer da, die sagten, es sei entscheidend, dass sie zu jeder Sekunde, ja sogar Millisekunde, genügend Energie haben, um mit hochsensiblen Geräten kein Problem zu bekommen. „Unter diesen Umständen war es schon fahrlässig, sichere Atomkraftwerke in Deutschland abzuschalten, die man, wenn das Gas ausfällt, zur Überbrückung noch einige Jahre hätte weiterlaufen lassen können“ führte Löffler aus und fügte gleich noch hinzu: „Das, was die Ministerpräsidenten mit dem Industriestrompreis vorschlagen, teile ich auch nicht!“ Nach dem Thema Energie griff der Landrat auch die Themen Bauwirtschaft, Automobilindustrie, Wohnungsbau und vor allem den Abbau der Bürokratie auf. Immer wieder erhielt er Beifall von den Gästen.

Trotz allem dürfe man sich nicht in Krisen hineinreden lassen, so Löffler. „Nicht jammern, sondern anpacken“, sei das Motto. „Ein besonderes Anliegen“ ist dem Landkreischef auch der Technologie Campus Cham. 60 Prozent der Absolventen bleiben nach Ende des Studiums in Bayern, 25 bis 30 Prozent als hochqualifizierte Fachkräfte im Landkreis, informierte er. „Der Landkreis hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er ein Garant für eine gute Heimat ist.“

Bürgermeister Martin Stoiber bedankte sich bei Fritz Zenk für seine überaus gut organisierten Messen in Cham und eröffnete anschließend die 39. ChamlandSchau.

Auf dem Außengelände sind auch Landmaschinen ausgestellt.
Ein Probiererl für den Herrn Landrat?
Ein Feldjäger auf seinem schnellen Fahrzeug
Die Messemacher stoßen auf eine erfolgreiche Ausstellung an.
Bei Vorführungen kann man Ausstellern über die Schulter blicken.
Auch Probesitzen in den Autos war erlaubt.
Jim-Patrick Müller und Maria Schett testen die Geräte.
Die Chamer am Ausstellungsstand der Stadt Cham Fotos: Claudia Peinelt