Trend setzt sich fort: Weniger Besucher im Freibad des AQACUR in Bad Kötzting

Mit dem Ende der Sommerferien endet im AQACUR traditionell die Freibad-Saison, die ebenso traditionell an Pfingsten begonnen hat. Geschäftsführer Karl-Heinz Lummer kennt die Zahlen, die dieses Jahr einen Trend fortsetzen, der mit der Corona-Pandemie begonnen hatte.
41 444 Gäste kamen in den Monaten Juni, Juli und August in das Bad, das ja kein reines Freibad ist, sondern in dem auch das Hallenbad immer mit enthalten ist. Damit kann das Bad auch bei schlechtem Wetter bei den Gästen punkten, kostet dafür aber auch acht Euro Eintritt.
Preis blieb gleich
Die Zahl der Gäste in diesem Jahr bedeute einen Rückgang um über 400 Besucher im Vergleich zum Vorjahr. Eine Entwicklung, die es aber auch in anderen Freibädern der Region zu verzeichnen gegeben habe, sagt Lummer.
Am Preis könne der Rückgang in Bad Kötzting nicht liegen, denn der sei – im Gegensatz etwa zur Sauna – nicht angehoben worden dieses Jahr. Dass nach der Pandemie zumindest im Freibad die Zahlen von davor wohl nicht mehr erreicht werden würden, das habe sich schon im vergangenen Jahr angekündigt. Mit 41 877 Gästen seien schon damals rund zehn Prozent weniger Gäste als im letzten Vergleichsjahr ohne Hygiene-Auflagen gekommen: 2019 hatte das Bad noch 45 785 zahlende Gäste in diesem Zeitraum gezählt. Die Branche sei allgemein auf der Suche nach den Gründen, sagt Lummer.
Vielleicht habe die Pandemie dazu geführt, dass sich Gäste, die sonst ins Freibad gegangen wären, nun lieber an einen der zahlreichen Seen legten, die auch in den Jahren 2020 und 2021 „geöffnet“ hatten. Auch die steigende Inflation spiele sicher mit in die Entscheidung hinein, sich den Eintritt für ein Bad sparen zu wollen – und nicht zuletzt sehe er selbst ein immer mehr steigendes Freizeit-Angebot, das den Besuch des Bades gerade für jüngere Besucher immer uninteressanter mache, sagt der Geschäftsführer. Immerhin: In den Gesamtzahlen zeige sich der Rückgang im Freibad nicht. Seit Januar seien insgesamt 158 350 Besucher zu verzeichnen gewesen, im vergangenen Jahr seien es 138 620 gewesen.
Die Zahl 250 000 im Visier
2019 waren es in der selben Zeit 168 000 Gäste im AQACUR. Die Differenz sieht Lummer „im normalen Schwankungs-Bereich.“ Wenn der Trend so weitergehe, seien bis Ende des Jahres 240 000 Besucher zu erwarten, was den üblichen Ergebnissen von vor der Pandemie entsprechen würde.
Das Betriebs-Ergebnis, das in den vergangenen fast 20 Jahren stets positiv gewesen war, könne das aber nicht positiv beeinflussen. Steigende Energiekosten von fast einer Million Euro mehr pro Jahr könnten auch höhere Eintrittspreise in der Sauna nicht auffangen. Darum werde noch dieses Jahr mit dem Ausbau der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach begonnen.
