Das erste Kiosk-Lehrjahr von Monika Jamsek im Kurpark in Bad Kötzting: Das sagt die Pächterin

Von Stefan Weber · 3. September 2023 um 12:00

Monika Jamsek lacht auch, wenn es wieder einmal regnet – wie viel zu oft in diesem Jahr, zumindest, wenn man wie sie ein Geschäft betreibt, das nur ein halbes Jahr und bei schönem Wetter betrieben werden kann. So ein Geschäft ist der Kurpark-Kiosk in Bad Kötzting (Landkreis Cham), den sie seit Frühjahr gepachtet hat.

Erfahrung in der Gastronomie hatte die gebürtige Rimbacherin schon in ihrem früheren Leben gesammelt, hatte auch einmal für kurze Zeit einen Kiosk an einem Bahnhof betrieben. So etwas wie den Kurpark-Kiosk in Bad Kötzting, das war aber auch für sie Neuland, sagt sie.

120 Plätze um den Kiosk

Der Start hatte sich aus mehreren Gründen im Frühjahr erst einmal verzögert: Erst gab es von April bis Mai nur Regen, und als dann endlich geöffnet werden konnte, fehlten Sitzmöbel, Geräte – und auch Anfang September ist noch nicht alles da, was geordert wurde. Rund 120 Sitzplätze gibt es rund um das Gebäude, und die waren bei schönem Wetter auch gerne einmal voll belegt, sagt Monika Jamsek – wobei an der Rückseite noch die alten Bierzeltgarnituren stehen. Lieferprobleme auch hier, wie im vergangenen Jahr so ziemlich in jeder Branchen. Die Hälfte der Veranstaltungen Kultur im Theatron hatte es verregnet, da half auch der Kiosk-Betreiberin die Theke direkt an der Bühne und die Hilfe von Verwandten beim Ausschank wenig.

Dankbar sei sie aber natürlich trotzdem für die vielen Gelegenheiten, die die Stadt das ganze Jahr über für Gäste anbietet, in den Kurpark zu kommen. Die Kurpark-Konzerte jeden Sonntagvormittag etwa seien immer von sehr vielen genutzt worden, um sich die Musik auch vom Kiosk aus anzuhören. Das erste Kurparkfestival Ende Juli sei außerdem auch für sie eine tolle Veranstaltung gewesen, die eine wunderschöne Erfahrung und gleichzeitig eine große Herausforderung für das Team gewesen sei. „Acht Stunden voll durcharbeiten, das hat schon was“, sagt sie.

Anbau soll kommen

Was sie besonders freue sei, dass der Kiosk schnell seine ersten Stammkunden gewonnen habe, die regelmäßig kämen. „Aber man muss auch immer etwas bieten“, lautet das Motto von Monika Jamsek. Noch in diesem Herbst könnte sie sich vorstellen, einen Nachmittag für Senioren zu veranstalten, und für das kommende Jahr habe sie auch in der Struktur des Kiosk noch einiges geplant. So laufe die Anfrage bei der Stadt bereits für einen kleinen Anbau, in dem sie Leergut lagern könne – der Platz sei schon zuvor ein Problem gewesen, das bekannt gewesen sei. Es sehe aber sehr gut aus, dass der Anbau ab der neuen Saison komme, sagt sie.

Außerdem werde sie auch an der Ausgabe umstrukturieren. „Im Moment müssen Leute auch mal 15 Minuten waren, nur um ein Steckerleis zu bekommen“, weiß sie. Für Minigolf-Schläger gelte des ebenso. Doch das müsse nicht sein, da es auch ein zweites Fenster für die Dinge gebe, die einfach nur mitgenommen werden müssten. Das werde in Zeiten fehlendem Personals zwar eine Herausforderung, „aber das kriege ich schon hin“, sagt sie.

Was ist noch geplant?

Besonders dankbar ist sie in diesem Punkt um alle helfenden Hände, die sie nicht nur durch Schüler, die mitarbeiteten bekommen habe, sondern vor allem durch ihre eigene Verwandtschaft. Wenn das weiter so gut funktioniere, dann wolle sie nächstes Jahr auch ihre Ankündigung von Tagesgerichten wahr machen. Die seien dieses Jahr noch nicht möglich gewesen, da Mitarbeiter in der Regel in diesem Jahr erst zwischen 14 und 15 Uhr gekommen seien. Gleichzeitig verkaufen und kochen, das könne sie aber nicht, zumal alles frisch zubereitet werden soll sagt sie, so wie ihre Kuchen auch, die sie verkauft. Der Bedarf für Tagesgerichte zum Mittag sei aber auf jeden Fall da, sagt sie. Das habe sie in ihrem ersten Jahr im Kiosk auch gelernt.

Noch bis November – oder eben, bis der Frost einsetzt – will sie weiter geöffnet haben und im besten Fall an Ostern wieder öffnen. Einen besonderen Termin hat sie aber noch in den kommenden Tagen: Am Samstag, 9. September, will sie ab 18 Uhr wieder einmal selbst auf der Bühne stehen: DAnn tritt sie selbst mit Modern Country and More auf. „Selber zu spielen, da bin ich das ganze Jahr noch nicht dazu gekommen“, sagt Monika Jamsek. „Das ist mal was für meine Seele“, sagt sie mit sichtlicher Freude – auch, weil schon rund 100 Plätze reserviert sind.

Einer der letzten Sommer-Tage – so schön kann es sein.