Die Erstaufnahme-Unterkunft für Asylsuchende in Bad Kötzting wird ausgebaut

In seiner Sitzung am Mittwochabend hatte sich der Bauausschuss wieder einmal mit mehr als zehn Anträgen zu beschäftigen. Einen davon hat das Landratsamt gestellt und betraf die Erstaufnahme-Unterkunft für Asylsuchende in der Hauserstraße.
Seit 2015 dient das ehemaligen Krankenhaus Flüchtenden als mittlerweile einzige erste Anlaufstelle im Landkreis Cham als Unterkunft, bis über die Asylanträge entschieden ist. Bis zu knapp 200 Personen finden hier ein erstes Dach über dem Kopf. Da durch den Krieg in der Ukraine allerdings absehbar ist, dass nicht weniger, sondern noch mehr Flüchtende auch in den Landkreis Cham kommen werden, wurde bereits Anfang des Jahres beschlossen, im ehemaligen Operations-Trakt Platz für 30 weitere Menschen zu schaffen.
Kein Standort für Handy-Mast
Mieter ist dabei immer die Regierung der Oberpfalz, Vermieter der Landkreis Cham. Der hat die Arbeiten auch bereits erledigt – nur fehlte bislang offensichtlich der förmliche Bauantrag bei der Kommune, in der die Immobilie steht, und das ist die Stadt Bad Kötzting. Eine Formalität, gegen die die Stadträte natürlich nichts einzuwenden hatten – Reinhard Treitinger merkte lediglich an, dass die Nutzungsdauer für den neuen Trakt ebenso befristet werden solle wie im bisherigen Teil.
Ein Thema, das wieder von der Tagesordnung genommen wurde, war das des Moblifunkmastens im Ortsteil Ramsried. Der aus dem Dorf stammende Stadtrat Jürgen Heigl merkte noch vor Beginn der Sitzung an, dass „im Dorf mancher nicht zufrieden ist mit dem geplanten Standort und es Diskussions-Bedarf“ gebe. Bürgermeister Markus Hofmann meinte, „Wir können den Punkt schon runternehmen, das ist zeitlich kein Problem – Aber rechtlich können wir den Standort nicht ablehnen. Die Entscheidung würde anschließend vom Landratsamt ersetzt.“ Die einzige Möglichkeit, einen Mobilfunkmasten verhindern zu können sei, dass der Eigentümer sein Grundstück nicht zur Verfügung stelle. „Wir werden das dem Eigner mitteilen, vielleicht will er dann ja nicht mehr“, meinte Hofmann. „Den Ausbau wollen wir ja, aber nicht an dem Standort“, meinte Heigl – nun wir erst in einer der nächsten Sitzung herauskommen, wie das Problem zu lösen sein wird.
Keine Probleme gab es bei der Aufstellung eines Verteiler-Kastens auf dem Holzlagerplatz der Stadt in Arndorf für den Breitbans-Ausbau des Landkreises, und auch die bestehenden Anbauten an einem Gasthaus in Wölkersdorf wurden nachträglich genehmigt. Der Bau eines Lkw-Waschplatzes in der Lehmgasse wurde bereits genehmigt, musste nun aber noch durch die Vorgabe, ein flach geneigtes Dach zu verbauen durch den Ausschuss ergänzt werden. Kein Problem gab es mit der Umnutzung einer Wohnfläche in der Schattenaustraße zur Kanzlei, und auch, dass in die ehemalige Zahnarzt-Praxis in der Holzapfelstraße nun ein Psychologe einziehen soll, fand die Zustimmung der Stadträte. Eine Discothek an der Arnbruckerstraße bekommt einen zweiten Rettungsweg über eine Treppe, und an der Wiesinger Straße wurde ein Freifläche zur Pferdehaltung befürwortet; Das galt auch für den Neubau eines kleinen Einfamilienhauses unweit der Kirche in Steinbühl, auch wenn die Lage als „sensibel“ angesehen wurde.
Pergola für „Malerwinkel“?
Wohl nur schmal wird der Neubau, der an der Rieselhöhe beantragt wurde, und in Bonried wurde im Landschaftsschutz-Gebiet ein Wohnhaus-Neubau befürwortet, da an selber Stelle vor rund zehn Jahren ebenfalls noch ein Haus gestanden habe. Mit der Hochwasser-Freilegung wurde vor 40 Jahren auch der sogenannte „Malerwinkel“ an der Straße Am Regen als größerer Platz mit einer Pergola geschaffen, die nun abgebaut werden musste. Sie soll nun durch den Bauhof ersetzt werden.
Weitere Beschlüsse
FF Liebenstein: Die Tore am Gerätehaus, die aus Holz bestehen, sollen ersetzt werden. Den Auftrag für rund 10 000 Euro erhielt die Firma Sekro-Tore aus Arndorf – Verputz-Arbeiten übernimmt die Wehr, die Elektro-Arbeiten der Bauhof. Darüber hinaus werden für rund 11 500 Euro Vorrichtungen zur Abgas-Absaugung von der Firma Ecovent aus Lübbecke angeschafft.
Lautsprecher: Für Pfingsten und weitere Großversanstaltungen werden von der Firma Striver in Cham tragbare Lautsprecherboxen für 27 000 Euro angeschafft.
