JT’s in Wackersdorf: Das Führungsduo trennt sich – So geht es mit der Disko nun weiter

Als Zweiergespann, das sich schon seit Schultagen kennt, traten Tom Sandhoff und Josef Feiler Ende Oktober 2022 an die Öffentlichkeit. Sie hatten den Musikpark in Wackersdorf umgebaut und die Disko JT’s ins Leben gerufen. Künftig arbeiten beide aber nicht mehr zusammen.
Zwischenzeitlich liebäugelte das Duo gar damit, einen weiteren Club zu pachten. Nun, nicht mal ein Jahr nach der Eröffnung, steht Feiler alleine da. Denn Tom Sandhoff hat sich dazu entschieden, im Club aufzuhören. „Tom hat in seinem Hauptjob immer mehr Verantwortung bekommen und deswegen keine Zeit mehr, nebenbei auch noch die Disko zu betreiben“, benennt Feiler kurz die Gründe von Sandhoffs Ausstieg. Er stellte sich am Freitag alleine den Fragen beim Pressetermin. Sein ehemaliger Partner war für eine persönliche Stellungnahme im Nachgang nicht zu erreichen.
JT’s hat zwei neue, stille Teilhaber
Laut Feiler habe sich Sandhoffs Entscheidung schon seit Monaten abgezeichnet. Deswegen sei er auch nicht überrascht gewesen, er könne den Entschluss auch verstehen. Ohnehin sei man im Guten auseinandergegangen und stehe regelmäßig in Kontakt. Feiler führt die Disko nun im Alleingang weiter. „Ich habe in den vergangenen Monaten viel von Tom gelernt und traue mir das zu“, sagt er. Das JT’s laufe fortan unter gleichem Namen, aber über seine Firma, die J+A Warenversandhandel GmbH, weiter. Daneben seien zwei neue, stille Teilhaber am Club beteiligt.
Seit Juni befindet sich dieser in der Sommerpause. Feiler hat die Zeit genutzt und nochmals kräftig umgebaut. Neue Böden wurden verlegt, die Tanzfläche im Themenbereich „Kuba“ und auch einige Lounges neu konzipiert. Daneben wurde am Lichtsystem geschraubt. Die größte Investition fand allerdings im Außenbereich statt. Der überdachte Anbau wurde komplett überarbeitet. Die Partygäste können nun an Bänken und Tischen Platz nehmen, daneben gibt es eine gepolsterte Lounge sowie ein paar Stehtische. Hier sollen die Gäste künftig kulinarisch verwöhnt werden. Auf der Speisekarte werden allerlei Klassiker wie Schnitzel, Currywurst, Salate oder Pizza stehen.
Das Restaurant soll dann von 17 bis 21 Uhr geöffnet sein. „Hier kann man sich in ruhiger Atmosphäre stärken und anschließend feiern“, sagt Feiler. Dazu soll es noch einen weiteren Anreiz geben. Die Restaurantgäste dürften künftig dann schon ab 21 statt 22Uhr in die Disko und müssten auch keinen Eintritt zahlen. Apropos Eintritt: Dieser soll generell nach unten gesetzt werden. Künftig sollen die Nachtschwärmer nur mehr fünf statt sieben Euro zahlen. Gäste, die mit dem Partybus anreisen, sollen ebenfalls kostenlos in den Club kommen. „Ich bin auch dabei, Kooperationen mit Taxiunternehmen festzuzurren“, sagt Feiler. Auch für Gäste, die dann mit diesen anreisen, soll der Eintritt kostenlos sein.
Paartänze sollen mehr in den Fokus rücken
Darüber hinaus werde das Konzept etwas angepasst. Am Freitag soll die ältere Generation im Themenbereich Kuba mehr zum Zug kommen. Das Tanzen mit dem Partner soll im Vordergrund stehen. Aufgelegt würden beispielsweise Schlager oder Discofox. In der großen Diskothek, dem Themenbereich Havanna, soll dann parallel weiterhin Clubmusik laufen – allerdings regelmäßig mit festen Musikrichtungen, vor allem Deutsch.
Der Samstag soll sich musikalisch nicht sonderlich ändern. Im Nebenraum sollen die Gäste mit gemischter Musik – von Rock bis Ballermann – zum Tanzen gebracht werden. Im Hauptraum laufen dann die aktuellen Charts und Clubhits. Und sogar ein weiterer Öffnungstag sei denkbar. „Wir überlegen, auch Sonntag für einen nachmittäglichen Tanz bei Kaffee und Kuchen aufzusperren“, sagt Feiler.
Das Comeback der Wackersdorfer Disko ist noch offen
Doch dazu müsste sich das JT’s zunächst aus der Sommerpause zurückmelden. Wann das soweit ist, sei laut Feiler aber noch nicht so ganz klar. Denn einige behördliche Genehmigungen seien noch offen, die durch die Umbauten und den Pächterwechsel fällig wurden. Die Anträge würden dem Landratsamt bereits vollständig vorliegen. „Aber natürlich merkt man auch hier die momentane Urlaubszeit“, sagt Feiler. Er würde sich dennoch wünschen, dass die Genehmigungen so schnell wie möglich erteilt würden. Dazu hätte er auch bei Landrat Thomas Ebeling (CSU) schon einmal vorgefühlt, ob es für die Zwischenzeit möglich wäre, mit einer Sondergenehmigung zu öffnen.
Denn die Partygäste seien schon ganz heiß auf den Neustart. „Wir bekommen eigentlich täglich fünf bis zehn Rückfragen, wann wir wieder öffnen“, sagt Feiler. Er und auch das gesamte Personal stünden Gewehr bei Fuß. In den kommenden Tagen werden die Innenräume noch etwas auf Vordermann gebracht, dann könne es eigentlich losgehen. „Ob wir aber noch Mitte September, Ende September oder erst im Oktober starten, kann ich noch nicht sagen“, so Feiler.
Und auch wie es in den nächsten Jahren allgemein weitergeht, stehe noch in den Sternen. Der Pachtvertrag laufe noch zwei Jahre. „Danach wird ein Resümee gezogen, ob wir weitere fünf Jahre dranhängen oder den Pachtvertrag jährlich verlängern“, so Feiler.

