Neues Leben im ehemaligen Café Treibhaus: Sven Herold erfüllt sich in Nittenau einen Traum

Von Stefanie Kraus · 25. August 2023 um 17:00

Sven Herold ist wohl das, was man unter einem Tausendsassa versteht. Der Reichenbacher betreibt eine Security-Firma, einen Hausmeisterservice und legt als DJ Several auf Veranstaltungen und in Clubs auf. Jetzt setzt er einen lang gehegten Traum in die Tat um: eine eigene Eventlocation. Mit dem „Feuerwerk“ will er frischen Wind ins ehemalige Café Treibhaus in Nittenau bringen.

Seit Mitte August liegt die kultige Kneipe in der Bayerwaldstraße im Dornröschenschlaf. Nach 14Jahren hatte dort das Café Treibhaus den Betrieb eingestellt. Einer, der das Nachtleben in der Region bestens kennt, will das ändern. Sven Herold sieht in den Räumen viel Potenzial – und will sie nun unter dem Namen „Feuerwerk“ in eine moderne Bar verwandeln.

Ein Datum für die Eröffnung gibt es auch schon. Am 16. September soll die neue Ära des Veranstaltungsorts eingeläutet werden. Los geht es um 16Uhr mit Bieranstich und Sektempfang. Ab 17 Uhr gibt es Kinderschminken, zusätzlich wird im Außenbereich ein Pils- und Weizenstand mit Musik geboten sein, an dem es zum Beispiel auch Aperol Spritz oder Lillet Wildberry geben wird. Ab 22 Uhr startet dann die offizielle Eröffnung mit Einlass ab 18 Jahren. Gleich zu Beginn wird es eine Feuershow der Gruppe Ameno Signum aus Neunburg geben. Für Musik sorgt DJ Timmistie aus Neumarkt, die Gäste sollen bis in den Morgen ausgelassen feiern.

Bis zur Eröffnung des Feuerwerks bleibt noch viel zu tun

Bis dahin sei aber noch einiges zu tun, sagt Herold. Mit einem kleinen „Umstyling“ will der Betreiber den Räumen neuen Glanz verleihen. Der Name „Feuerwerk“ ist hierbei das Leitmotiv, schwarz und rot bilden das maßgebliche Farbkonzept. Dazu sollen Lichtinstallationen für echte Feierstimmung sorgen.

Bis zur Eröffnung werden sowohl ein DJ-Pult als auch eine großzügige Tanzfläche installiert. Im Eingangsbereich wünscht sich Herold ein großflächiges Graffiti, zudem soll dort für Gäste schnell ersichtlich werden, wer am jeweiligen Abend hinter den Plattentellern steht. Auch der Chef will so oft es geht selbst für Musik sorgen, sonst spielen DJs verschiedener Genres. Zug um Zug will Herold den Laden auch nach der Eröffnung optimieren. Verschiedene Veranstaltungen sollen die Gäste ab September anlocken.

„Mottos wie 80er, 90er- und 2000er-Jahre, Beach, Afterwork, Ü30 oder Schlager sollen ein möglichst breites Publikum ansprechen. Auch Public-Viewing bei großen Fußball-Events oder Live-Musik mit verschiedenen Bands können wir uns vorstellen“, sagt Herold. Dafür soll vor allem auch die Außenfläche vor dem Feuerwerk genutzt werden. Auch für private Feiern können die Räume gebucht werden.

Wenn das Feuerwerk nicht als Feier-Oase dient, soll hier normaler Bar- und Loungebetrieb mit verschiedenen Getränken und Speisen stattfinden. Dann ist der Raum auch normal bestuhlt. Mit diesem Konzept will Herold es schaffen, neues Publikum anzulocken und gleichzeitig die Stammkundschaft zu erhalten.

Nach der Eröffnung hat das Feuerwerk montags und donnerstags von 17 bis 23Uhr, samstags von 14.30 bis 3 Uhr und sonntags von 14.30 bis 23Uhr geöffnet, dienstags und mittwochs ist Ruhetag. Je nachdem, welche Art von Veranstaltung stattfindet, sind die Öffnungszeiten flexibel und werden über die Social-Media-Kanäle bekanntgegeben.

Neues Standbein soll Familie weiter absichern

Warum Herold sich neben den bestehenden noch ein weiteres Standbein aufbauen will? Weil er mit seiner Selbstständigkeit seine Familie absichern möchte und besonders seinen körperlich beeinträchtigen Sohn Leon gut versorgt wissen will. Außerdem ist es aus seiner Sicht die perfekte Ergänzung zu seiner Sicherheitsfirma und der Tätigkeit als DJ, sagt der Reichenbacher.

Die Lage im Industriegebiet schreckt Herold nicht. Zwar sei diese nicht zentral, dafür gebe es weniger Streitpotenzial mit Anwohnern wegen der Lautstärke, einen Parkplatz vor der Tür und generell viel Platz. Abschließend verspricht er: „Ein Feuerwerk ist immer eine Überraschung, man weiß nie, was kommt.“ Genau diesen Effekt will er künftig auch seinen Gästen bieten.