Lautes Sprachrohr für die Jugend: Der Kreisjugendring Neumarkt hat vielfältige Aufgaben

Der Feriencampus oder das feuerrote Spielmobil des Kreisjugendrings kennt im Landkreis Neumarkt fast jedes Kind. Doch nur wenig bekannt ist in der Öffentlichkeit, was der KJR sonst noch alles hinter den Kulissen bietet.
Und zwar als Partner für die Vereine und vor allem für Kinder und Jugendliche. Sie wollen sich ausprobieren, mitbestimmen, etwas auf die Beine stellen. In der Schule können sie das nur begrenzt. Raum für ihre Bedürfnisse bieten Vereine und Interessensgruppen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen. Organisiert sind sie fast alle im Kreisjugendring.
Das Team des KJR ist für sie vieles: eine starke Lobby und Sprachrohr, Hilfe bei rechtlichen Herausforderungen, Berater bei pädagogischen, finanziellen und strukturellen Fragen, Ausleih-Fundus für Aktivitäten sowie Anbieter von Freizeiten, Reisen und Abenteuern.
Unsere Redaktion stellt in einer Serie diese vielfältigen Aufgaben des Kreisjugendrings vor. Zu Wort kommen Kinder und Jugendliche, Eltern sowie Vereins- und Verbandsvertreter, die auf rechtliche oder pädagogische Beratung durch den KJR angewiesen sind. Sie greifen aber auch auf Konzepte des KJR für ihre Jugendarbeit zurück – oder nutzen den großen Verleihservice des KJR, zu dem ein Menschenkicker, eine Fotobox, Veranstaltungstechnik, Gesellschafts- und Actionspiele und vieles mehr zählen.
Kreisjugendring im Landkreis Neumarkt lebt von vielen ehrenamtlichen Helfern
Bürgermeister, die über den Kreisjugendring einen Jugendpfleger beschäftigen, äußern sich in der Serie zum Wert von Jugendarbeit. Sie kommentieren den Stellenwert des Kreisjugendrings im Landkreis Neumarkt, den der Präsident des Bayerischen Jugendrings, Philipp Seitz, als „Leuchtturm-Jugendring“ bezeichnet.
Denn der Kreisjugendring in Neumarkt funktioniert nicht allein wegen des Teams, das hauptamtlich von der Geschäftsstelle in der Dr. Grundler-Straße aus die Strippen zieht, wie Geschäftsführer Markus Ott betont. Der Kreisjugendring im Landkreis Neumarkt lebt vor allem von den unzähligen Ehrenamtlichen. Sie sind zum Beispiel während der Sommerferien im ganzen Landkreis mit dem Spielmobil auf Tour und organisieren den Feriencampus auf dem Höhenberg.
Diese Ehrenamtlichen haben als Kind und oder Jugendliche oft selbst an den Angeboten des KJR teilgenommen oder von dessen Vereins- oder Verbandsförderung profitiert. Denn Jugendarbeit, ehrenamtliches Engagement oder die Zugehörigkeit zu einem Verein prägt Kinder und Jugendliche für ihr ganzes Leben.
Wer schon in der Kindheit einen Mannschaftssport gemacht hat, wer schon als Kind bei den Pfadfindern gelernt hat, dass die Arbeit schneller und besser von der Hand geht, wenn man zusammenhilft, wird sich auch im Berufsleben gegenüber seinem Kollegen teamfähig und kooperativ verhalten. Davon sind nicht nur die Verantwortlichen des KJR überzeugt. Auch Unternehmer und Ausbildungsleiter von Firmen aus dem Landkreis bestätigen dies im Gespräch mit unserem Medienhaus.
Kreisjugendring kooperiert mit Neumarkter Schulen
Nicht zuletzt hat Jugendarbeit auch einen positiven Effekt auf die Jugendkriminalität, wie ein Beamter der Polizeiinspektion Neumarkt im Zuge der Serie berichtet.
Ein Handlungsfeld der Jugendarbeit, auf dem sich der Kreisjugendring Neumarkt ebenfalls engagiert, ist die Mittagsbetreuung. So organisiert der KJR den gebundenen Ganztag zum Beispiel in der Grundschule Bräugasse, den offenen Ganztag im Ostendorfer Gymnasium, ab dem neuen Schuljahr auch in der Grund- und Mittelschule Postbauer-Heng. Die Redaktion spricht mit Schulleiterin Tanja Kölbel über diese Kooperation.
All diese Aufgaben kostet Geld. Damit Vereine und Verbände auf kurzen Wegen alles bekommen, was sie für gute Jugendarbeit benötigen, damit alles rechtlich abgesichert ist, braucht es Menschen, die im Hintergrund alle Fäden zusammenhalten. An ihrer Spitze steht Markus Ott. Wir beleuchten, wie der Kreisjugendring finanziert wird, wie viele Menschen für den KJR arbeiten – und wie die Ressourcen, die der Landkreis und andere Geldgeber für diese Arbeit zur Verfügung stellen, eingesetzt werden.