Von Steinpilz bis Pfifferling: Sebastian Jäger verrät, wo die Schwammerl sprießen

Von Philipp Breu · 31. August 2023 um 10:00

Die Pilzsaison hat ihren Höhepunkt erreicht: Seit Tagen sind zahlreiche begeisterte Pilzsammler auf der Suche nach Steinpilzen, Pfifferlingen, Birkenpilzen und Co. Sebastian Jäger aus Schwandorf, Gründer eines Pilzstammtisches im Landkreis, weiß wo sie sprießen.

Steinpilze fühlen sich in Mischwäldern wohl

Steinpilze wachsen laut Jäger meistens in Mischwäldern, oft auf sandigen Böden im Schatten von Bäumen. Viele Arten fühlen sich vor allem unter Laubbäumen wie Buchen oder Eichen wohl. Es gibt aber auch Steinpilze, die unter Fichten, Kiefern oder Tannen wachsen.

Der Pfifferling bevorzugt Laubbäume und Moos

Bevorzugt wächst der Pfifferling in der Nähe von Laubbäumen wie Buchen, Eichen oder Nadelbäumen wie Kiefern. Er verträgt sich aber auch gut mit anderen Baumsorten. Außerdem liebt er moosigen Untergrund; optimal ist er ein wenig von Laub- oder Nadelstreu bedeckt.

Der Birkenpilz macht seinem Namen alle Ehre

Der Birkenpilz hat seinen Namen von seinem Baumpartner, der Birke. Somit findet er sich auch nahezu ausschließlich in der Nähe von Birken, erklärt Jäger.

Die Rotkappe hat feste, namensgebende Baumpartner

Auch die Rotkappe, die gerne mit bestimmten braunen Birkenpilzen verwechselt wird, hat feste Baumpartner. So findet man Birkenrotkappen meist an Birken, Espenrotkappen an Espen, Fichtenrotkappen an Fichten und Eichenrotkappen an Eichen.

Die Gretchenfrage: Rausdrehen oder Abschneiden?

Ob das Schwammerl aus dem Boden sachte herausgedreht oder abgeschnitten wird, macht für den Pilz an sich keinen Unterschied. Denn lediglich der Fruchtkörper befindet sich über der Erdoberfläche, wie Jäger erklärt. Der Hauptteil, ein verflochtenes Netzwerk aus Fasern (Pilzmyzel) befindet sich unter der Erde. Für eine genaue Bestimmung der jeweiligen Pilze lohnt es sich, diesen komplett herauszudrehen. Denn einige Arten lassen sich erst zweifelsfrei bestimmen, wenn der komplette Fruchtkörper freiliegt. Anschließend sollte das Loch aber zwingend wieder zugemacht werden. So wird das darunterliegende Myzel vor Krankheitserregern oder Trockenschäden geschützt. Ist man sich bei einem Pilz sicher, kann dieser laut Jäger auch knapp über dem Boden abgeschnitten werden.