Bürgerfest bricht alle Rekorde: Burglengenfeld feierte mit zehntausenden Besuchern

Fünf Jahre hatten die Burglengenfelder (Landkreis Schwandorf) wegen der Pandemie auf eine neue Ausgabe ihres Bürgerfests warten müssen. Am Freitag um 18.26 Uhr war es endlich soweit. Da hatte Bürgermeister Thomas Gesche im Beisein zahlreicher Ehrengäste das 15.Burglengenfelder Bürgerfest eröffnet.
Das Angebot, das Ulrike Pelikan-Roßmann, Referentin für Kultur-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt, und ihr Organisationsteam mit viel Herzblut zusammengestellt haben, sucht seinesgleichen. 70 Bands auf insgesamt sieben Bühnen und ein sehr vielseitiges kulinarisches Angebot von Gastronomen und Vereinen ließen nichts zu wünschen übrig. Und auch das hochsommerliche Wetter sorgte drei Tage lang für grenzenloses Partyvergnügen in der Burglengenfelder Altstadt.
Temperaturen über 30 Grad sorgten dafür, dass die Burglengenfelder ihren Festbesuch am Freitag etwas hinausschoben. Es dauerte schließlich bis 20 Uhr, bis sich der Marktplatz füllte, wo am Abend auf der Hauptbühne Village’n Town mit Rock-Oldies aus den 60er bis 80er Jahren das Publikum verwöhnte. Sofort bildeten sich vor den Schenken und Cocktailbars zur Freude der Gastronomen und Vereine wegen der großen Nachfrage an kühlen Getränken riesige Schlangen.
Musikalisches Großaufgebot brachte die Stadt zum Beben
Zur gleichen Zeit sorgte am Europaplatz die Band Cheezballs für einen Massenauflauf. Etwas verhaltener war der Besucherandrang an den anderen Bühnen. An der Pithiviers-Brücke unterhielten die Lokalmatadoren von Five Pack mit Rock- und Partymusik, am Bonhoeffer-Platz erfreuten sich die Zuhörer an den klassischen Big-Band-Arrangements der Jura Blaskapelle Pilsheim und an den wundervollen Stimmen von Heidi Gügel-Wagner und Cris Gardner.
Wer sich dem Massenauflauf entziehen wollte, fand im Rathaus-Innenhof ein ruhiges Platzerl und konnte bei harmonischer Gitarren-, Folk- und Bluesmusik von den Old Folks die Seele baumeln lassen. Musikalisch zwar richtig laut, aber trotzdem sehr entspannt ging es auch hinter dem Parkhaus vor der JUZ-Bühne zu. Den großen Rummel konnte man auch hier hinter sich lassen.
Der Samstag sollte dann alle Rekorde brechen. Von der Pithiviersbrücke bis zum oberen Ende des unteren Marktplatz gab es kaum mehr ein Durchkommen. Ein riesiger Menschenknäuel von rund 25.000Festbesuchern drängte ab 20 Uhr in die Altstadt.
Lokalmatadore versetzten Publikum in Feierlaune
Schuld daran war sicherlich auch das musikalische Angebot an den beiden Hauptbühnen. An der Pithiviers-Brücke brachten die BULs Brothers, deren Musikrevue nach der Vorlage aus dem legendären Kultfilm inzwischen selbst Kult ist, ihr Publikum in Hochstimmung. Am Marktplatz ging es laut und rockig zu. Die AC DC Revival ’89 Band ließ den Schallpegel nach oben ausschlagen und setzte ihr Publikum nicht nur mit dem Song „High Voltage“ unter Strom.
Wer sich dem entziehen wollte, fand auf dem St. Veit Platz neben der Pfarrkirche einen geeigneten Ort, wo die Regensburger Sängerin Steffi Bauer ihre selbstgezimmerten Songs zum Besten gab. Ihre Lieder waren Balsam auf die gestressten Seelen, die sich zwischendurch nach etwas Ruhe sehnten. Am Europaplatz präsentierten die Burglengenfelder Newcomer The BKC ihre Eigenkompositionen, gepaart mit einem kräftigen, erdigen Gitarrensound.
Auch die kleinen Festbesucher wurden bei der Planung der Organisatoren nicht vergessen. Eine Hüpfburg am unteren Ende des Marktplatzes, das Clowntheater Spektakulum beim Restaurant Aroma oder das Kinderschminken auf dem St. Veit Platz sorgten auch bei den Kindern für ausgiebige Bürgerfestfreude.
Standorte der Verkaufsbuden wurden teilweise verändert
Im Vorfeld des Bürgerfestes wurde das komplette Bürgerfestareal neu verplant, wie Organisationsleiterin Ulirike Pelikan-Roßmann sagte. Unter anderem sollte sich die Beschallung der einzelnen Bühnen nicht gegenseitig in die Quere kommen. Auch die Standorte der Verkaufsbuden wurden teilweise verändert. Ziel war es, eine bessere Sicht auf die Bühnen zu haben. Auch ein neuer Elektroplan wurde erstellt, um Stromausfälle zu minimieren. Das Sicherheitskonzept der Stadt habe sogar Pläne für starkes Unwetter und Massenpanik vorgesehen.
Die Freiwillige Feuerwehr (oberer Marktplatz) und das BRK (Bürgertreff) hatten kleine Einsatzzentralen eingerichtet. Der Sicherheitsdienst Bavarian Guard war mit einem Großaufgebot im Einsatz und überwachte die Innenstadt auch zur Nachtzeit. Zu Zwischenfällen kam es nicht. Das BRK musste an den ersten beiden Bürgerfesttagen insgesamt 18Menschen versorgen. Sie hatten sich Schnittverletzungen zugezogen oder klagten über Kreislaufprobleme. Auch die Polizei hatte keine Vorkommnisse zu vermelden.

